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Lymphangitis

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. Dezember 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Bei einer Lymphangitis sind die Lymphbahnen entzündet – also die Gefäße, in denen sich Gewebsflüssigkeit sammelt und als Lymphflüssigkeit zu den Lymphknoten fließt. Die Lymphangitis kommt recht häufig vor. Frühzeitig und ausreichend behandelt sind ihre Heilungschancen gut.

Für eine Lymphangitis kommen grundsätzlich zwei Ursachen infrage. Zum einen können benachbarte Gewebeentzündungen auf die Lymphbahnen übergreifen: So kann zum Beispiel bei einer Insektengiftallergie eine Lymphangitis durch eine gesteigerte örtliche Reaktion auf einen Insektenstich entstehen.

Zum anderen können in die Lymphbahnen eindringende Erreger für eine Lymphgefäßentzündung verantwortlich sein: Die häufigsten Auslöser der Lymphangitis sind Bakterien (v.a. Staphylokokken und Streptokokken).

Die Lymphangitis kann akut oder chronisch verlaufen, was entsprechend unterschiedliche Auswirkungen hat. Kennzeichnend für die akute Lymphangitis ist ein roter Streifen, der in Richtung Herz wandert. Daneben kann eine akute Lymphangitis allgemeine Symptome wie Fieber und Schüttelfrost verursachen.

Umgangssprachlich bezeichnet man die akute Lymphangitis häufig als Blutvergiftung. Dies ist aber irreführend, da es sich nicht um die eigentliche Blutvergiftung (Sepsis) handelt, bei der kein roter Strich auf der Haut erscheint.

Durch eine wiederholt auftretende oder chronische Lymphangitis kann im entzündeten Gebiet eine große Schwellung – ein sogenanntes Lymphödem – entstehen. Außerdem kann die Haut jucken, gerötet und mit Bläschen, Krusten oder Schuppen übersät sein.

Entzündungen der Lymphgefäße sind in der Regel leicht zu diagnostizieren. Die gegen eine Lymphangitis eingesetzte Therapie richtet sich teils nach der Entzündungsursache: Da überwiegend Bakterien hinter der Entzündung stecken, kommen zur Behandlung in der Regel Antibiotika zum Einsatz. Darüber hinaus ist es bei einer Lymphgefäßentzündung ratsam,

  • den betroffenen Körperteil ruhig zu stellen und
  • desinfizierende, feuchte Umschläge anzuwenden.

Meistens bekommt man die Lymphangitis so schnell in den Griff.

Eine mögliche Komplikation der Lymphangitis besteht darin, dass sich die Entzündung über den Blutweg ausbreitet und somit eine Blutvergiftung entstehen kann.



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