Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Legasthenie

Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche, LRS)

Stand: 12. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Wenn es für ein Kind überdurchschnittlich schwierig zu sein scheint, Gehörtes richtig zu schreiben und Geschriebenes zu lesen, steckt vielleicht eine Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche, LRS) dahinter: Dies ist eine sogenannte Teilleistungsstörung, bei der die Entwicklung der Lese- und Schreibfähigkeiten gestört ist.

Berücksichtigt man auch leichte Fälle von Leseschwäche und Rechtschreibschwäche mit, so sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung von einer Legasthenie betroffen – Jungen zeigen etwa doppelt so häufig LRS-Symptome wie Mädchen. Eine echte Legasthenie liegt jedoch nur dann vor, wenn die Lese- und Rechtschreibschwäche nicht durch eine verminderte Intelligenz, Krankheit oder mangelnde Förderung der Betroffenen bedingt ist. Legastheniker fallen in der Schule dadurch auf, dass sie eigentlich gute schulische Leistungen erbringen – außer beim Lesen und Schreiben. Zur sicheren Legasthenie-Diagnose steht ein speziell entwickelter Test zur Verfügung.

Als Ursachen für die Lese-Rechtschreib-Schwäche kommen Einflüsse der Erbanlage oder Schädigungen während der Schwangerschaft und Geburt infrage, die die Informationsverarbeitung im Gehirn beeinflussen. Das Elternhaus und das Umfeld der Kinder dagegen haben für die Entstehung einer Legasthenie nur wenig Bedeutung.

Kinder mit Legasthenie sind der Regel in der Schule großen Belastungen ausgesetzt. Die schlechten Noten in den schulischen Teilbereichen, in denen sich die Lese-Rechtschreib-Schwäche am meisten auswirkt, können zu einer allgemeinen Schulunlust führen, die dann alle schulischen Leistungen gefährdet. Wer legasthenisch ist, hat außerdem bis ins Jugendalter ein höheres Risiko, emotionale Störungen zu entwickeln.

Daher ist es wichtig, eine Legasthenie so früh wie möglich zu erkennen, denn: Erhalten Kinder mit LRS eine rechtzeitige Förderung, können sie ihre Lese- und Rechtschreibfähigkeiten deutlich verbessern – eine leichte Lese- und Rechtschreibschwäche lässt sich oft völlig beheben und eine schwere Legasthenie zumindest ausgleichen. Außerdem können Lehrer eine diagnostizierte Legasthenie bei der Benotung und Versetzung berücksichtigen. So sind eine schulische Ausbildung und ein normaler beruflicher Werdegang trotz Lese-Rechtschreib-Schwäche möglich.

Weiterlesen: Legasthenie: Definition

Das könnte Sie auch interessieren

Krankheitsgebiete

Krankheitsgebiete

Von A wie Allergien bis Z wie Zahnerkrankungen – hier finden Sie alle Krankheiten nach Krankheitsgebieten sortiert. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Sudoku

Sudoku

Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.