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Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche, LRS)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. September 2014)

© Jupiterimages/PhotoDisc

Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche, LRS) ist eine sogenannte Teilleistungsstörung, bei der die Entwicklung der Lese- und Schreibfähigkeiten gestört ist: Legastheniker haben also Schwierigkeiten, Gehörtes richtig zu schreiben und Geschriebenes zu lesen.

Berücksichtigt man auch leichte Fälle von Legasthenie, so sind rund zehn Prozent der Bevölkerung Legastheniker – Jungen etwa doppelt so häufig wie Mädchen. Doch nicht jedes Kind mit Leseschwäche oder Rechtschreibschwäche ist legasthenisch: Um eine echte Lese-Rechtschreib-Schwäche handelt es sich nur dann, wenn die Probleme beim Lesen und Schreiben nicht durch eine verminderte Intelligenz, Krankheit oder mangelnde Förderung bedingt ist.

Als mögliche Ursachen für die Legasthenie gelten erbliche Faktoren oder Schädigungen während der Schwangerschaft und Geburt, die die Informationsverarbeitung im Gehirn beeinflussen. Das Elternhaus und das Umfeld der Kinder dagegen haben für die Entstehung einer Lese-Rechtschreib-Schwäche nur wenig Bedeutung.

Meist fallen legasthenische Kinder in der Schule dadurch auf, dass sie eigentlich gute schulische Leistungen erbringen – außer beim Lesen und Schreiben. Oft sind es die Eltern, die die ersten Anzeichen einer Legasthenie bei ihrem Kind bemerken. Um festzustellen, ob hinter den Lernschwierigkeiten wirklich eine Lese-Rechtschreib-Schwäche steckt, steht ein speziell entwickelter LRS-Test zur Verfügung.

Kinder mit Legasthenie sind der Regel in der Schule großen Belastungen ausgesetzt: Die schlechten Noten in den schulischen Teilbereichen, in denen sich die Lese-Rechtschreib-Schwäche am meisten auswirkt, können zu einer allgemeinen Schulunlust führen, die dann alle schulischen Leistungen gefährdet. Wer legasthenisch ist, hat außerdem bis ins Jugendalter ein höheres Risiko, emotionale Störungen zu entwickeln.

Daher ist es wichtig, eine Legasthenie so früh wie möglich zu erkennen, denn: Erhalten Kinder mit LRS eine rechtzeitige Förderung, können sie ihre Lese- und Rechtschreibfähigkeiten deutlich verbessern – eine leichte Lese- und Rechtschreibschwäche lässt sich oft völlig beheben und eine schwere Legasthenie zumindest ausgleichen. Außerdem können Lehrer eine diagnostizierte Legasthenie bei der Benotung und Versetzung berücksichtigen. So sind eine schulische Ausbildung und ein normaler beruflicher Werdegang trotz Lese-Rechtschreib-Schwäche möglich.



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