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Kreuzschmerzen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. Oktober 2013)

Als Kreuzschmerzen bezeichnet man Schmerzen im unteren Rücken, etwa im Bereich der Lendenwirbelsäule oder auch der Iliosakralgelenke, auch Kreuzbein-Darmbeingelenke oder Sakroiliakalgelenke genannt. Die Iliosakralgelenke liegen jeweils links und rechts schräg unterhalb der Lendenwirbelsäule. Sie verbinden das Kreuzbein mit den Hüftknochen (Darmbeine) durch starre Bänder. Eine Form von Kreuzschmerzen ist das sogenannte Iliosakralgelenk-Syndrom (ISG-Syndrom).

Kreuzschmerzen können verschiedene Ursachen haben, sodass der Arzt zur genauen Diagnose meist mehrere Untersuchungen einsetzt. So kann der Kreuzschmerz unter anderem durch

  • Abbauprozesse (degenerativ),
  • Entzündungen,
  • Haltungsschäden oder
  • Fehlbelastungen (funktionell)

hervorgerufen werden. Auch Verletzungen (traumatisch) oder Schmerzen im Rahmen einer Tumorerkrankung (neoplastisch) sind mögliche Ursachen von Kreuzschmerzen. Viele Erkrankungen, welche die Funktion von Knochen und Gelenken beeinflussen, rufen Kreuzschmerzen hervor. Ein häufiges Beispiel ist Knochenschwund (Osteoporose), welcher besonders häufig im Alter auftritt.

Iliosakralgelenk: Video

Kreuzschmerzen können prinzipiell in jedem Lebensalter auftreten. Meist sind Erwachsene, darunter vor allem ältere Menschen, betroffen. Aber auch bei jüngeren Erwachsenen treten Kreuzschmerzen immer häufiger auf, besonders durch Haltungsschäden und langes Sitzen (z.B. durch Büroarbeit). Bei Kindern sind Kreuzschmerzen seltener, durch bestimmte Erkrankungen, Fehlhaltungen und andere Ursachen aber auch möglich.

Der Arzt nutzt zur Diagnose von Kreuzschmerzen meist eine körperliche Untersuchung. Dabei wendet er auch einige spezielle Handgriffe an, um die genaue Lage des Schmerzes zu orten. Außerdem prüft er die Funktion der Nerven mit speziellen neurologischen Tests. Laboruntersuchungen wie eine Blutuntersuchung sind sinnvoll, um zum Beispiel bestimmte entzündliche Erkrankungen als mögliche Auslöser von Kreuzschmerzen nachzuweisen. Mit einer Röntgenuntersuchung macht sich der Arzt ein Bild von den Rückenbeschwerden. Hiermit kann er unter anderem Verletzungen, Fehlhaltungen, Abnutzungserscheinungen, Entzündungen oder Knochenschwund feststellen. Bei Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall setzt der Arzt meist ein sogenanntes MRT (Magnetresonanztomographie) ein. So kann er erkennen, ob eine Bandscheibe möglicherweise auf einen Nerv drückt und dadurch Kreuzschmerzen auslöst.

Untere Rückenschmerzen: Video

Die Kreuzschmerzen lassen sich mittels physiotherapeutischen Übungen und Anwendungen (z.B. Massagen, Wärmetherapie, Rückengymnastik) oder medikamentös behandeln. Außerdem ist es wichtig, mögliche Grunderkrankungen zu therapieren, welche die Schmerzen auslösen.






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