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Stand: 13. Juni 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Als Kreuzschmerzen bezeichnet man Schmerzen des Iliosakralgelenks, auch Kreuzbein-Darmbeingelenk oder Sakroiliakalgelenk genannt. Das Iliosakralgelenk liegt im unteren Bereich des Rückens. Es verbindet durch starre Bänder das Kreuzbein mit den Hüftknochen (Darmbeine). Eine Form von Kreuzschmerzen ist das sogenannte Iliosakralgelenk-Syndrom (ISG-Syndrom).
Kreuzschmerzen können verschiedene Ursachen haben, sodass der Arzt zur genauen Diagnose meist mehrere Untersuchungen einsetzt. So kann der Kreuzschmerz unter anderem durch Abbauprozesse (degenerativ), Entzündungen, Haltungsschäden oder Fehlbelastungen (funktionell) hervorgerufen werden. Auch Verletzungen (traumatisch) oder Schmerzen im Rahmen einer Tumorerkrankung (neoplastisch) sind mögliche Ursachen von Kreuzschmerzen. Viele Erkrankungen führen zu Rückenschmerzen, welche die Funktion von Knochen und Gelenken beeinflussen. Ein häufiges Beispiel ist Knochenschwund (Osteoporose), welcher besonders häufig im Alter auftritt.
Kreuzschmerzen können prinzipiell in jedem Lebensalter auftreten. Meist sind Erwachsene, darunter vor allem ältere Menschen, betroffen. Aber auch bei jüngeren Erwachsenen treten Kreuzschmerzen immer häufiger auf, besonders durch Haltungsschäden und Büroarbeit. Bei Kindern sind Kreuzschmerzen seltener, durch bestimmte Erkrankungen, Fehlhaltungen und andere Ursachen aber auch möglich.
Der Arzt nutzt zur Diagnose von Kreuzschmerzen meist eine körperliche Untersuchung, darunter einige Handgriffe, um die genaue Lage des Schmerzes zu orten. Außerdem prüft er die Funktion der Nerven mit speziellen neurologischen Tests. Laboruntersuchungen wie eine Blutuntersuchung sind sinnvoll, um bestimmte Erkrankungen als mögliche Auslöser von Kreuzschmerzen nachzuweisen. Mit einer Röntgenuntersuchung macht sich der Arzt ein Bild von den Rückenbeschwerden. Hiermit kann er unter anderem Fehlhaltungen, Abnutzungserscheinungen, Entzündungen oder Knochenschwund feststellen. Bei Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall setzt der Arzt meist ein sogenanntes MRT (Magnetresonanztomographie) ein. So kann er erkennen, ob eine Bandscheibe möglicherweise auf einen Nerv drückt und dadurch oder durch Muskelblockaden Kreuzschmerzen auslöst.
Die Kreuzschmerzen lassen sich mittels Physiotherapie mit speziellen Übungen und Anwendungen (z.B. Massagen, Wärmetherapie, Rückengymnastik) oder medikamentös behandeln. Außerdem ist es wichtig, mögliche Grunderkrankungen zu therapieren, welche die Schmerzen auslösen.
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