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Ischias (Ischiasschmerzen, Ischialgie)

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (29. Mai 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Typisch für Ischias (Ischiasschmerzen, Ischialgie) sind Schmerzen im unteren Rücken (Kreuzschmerzen), die bis ins Bein ausstrahlen. Oft ist bei Ischias der Ischiasnerv eingeklemmt: Das kann ganz plötzlich passieren – zum Beispiel wenn man sich bückt oder etwas Schweres hebt.

Ischiasschmerzen sind also Nervenschmerzen (Nervenschmerz = Neuralgie): Ursache für den Ischias ist eine Schädigung am Ischiasnerv (Nervus ischiadicus) beziehungsweise an seiner Nervenwurzel im Bereich zwischen dem vierten Lendenwirbel und dem zweiten Kreuzbeinwirbel der Wirbelsäule. Ein eingeklemmter Ischiasnerv kann zum Beispiel durch einen Bandscheibenvorfall entstehen. Seltener tritt die Ischialgie beispielsweise auf, weil ein Tumor im Wirbelbereich wächst oder der Ischiasnerv entzündet ist.

Die typischen Ischiasschmerzen – die bis ins Bein ziehenden Rückenschmerzen – verstärken sich häufig durch Husten oder Pressen. Neben den Schmerzen sind beim Ischias weitere Symptome möglich – in Form von Gefühlsstörungen bis hin zu Lähmungen. Wenn gleichzeitig mit der Ischialgie ein Hexenschuss (Lumbago) auftritt, sprechen Mediziner von einer Lumbo-Ischialgie.

Kurzfristig bieten sich bei Ischias zur Behandlung verschiedene Maßnahmen an, um die akuten Schmerzen zu lindern: Unter anderem können schmerz- und entzündungshemmende Medikamente oder auch Wärme und Bettruhe gegen einen akuten Ischias helfen. Krankengymnastische Übungen sind sinnvoll, wenn die Beweglichkeit durch die Ischiasschmerzen eingeschränkt ist. Unter Umständen macht die Ischialgie auch eine Operation notwendig.

Doch nicht immer ist bei Ischiasschmerzen ärztliche Hilfe nötig: Meist lassen bei Ischias die Schmerzen nach ein paar Tagen bis höchstens sechs Wochen von selbst nach!

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Der Ischiasnerv, im lateinischen Nervus ischiadicus genannt, ist der längste Nerv im menschlichen Körper. Er entspringt im Nervengeflecht des Rückenmarks.

Um Rückenprobleme wie den Ischias langfristig in den Griff zu bekommen, ist es wichtig, sich ausreichend und regelmäßig zu bewegen und die Rückenmuskulatur zu stärken. Dies ist auch für Menschen, die noch nie eine Ischialgie hatten, als vorbeugende Maßnahme empfehlenswert. Daneben ist es ratsam, auf eine rückenfreundliche Lebensweise zu achten, um Ischiasschmerzen zu vermeiden. Dazu gehört zum Beispiel:

  • nichts Schweres (z.B. einen Kasten Wasser) aus dem Rücken heraus zu heben, sondern aus den Knien, und
  • eine falsche Haltung und falsches Sitzen zu vermeiden, da dies auf Dauer die Bandscheiben verschleißen und zu Ischias führen kann.


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