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Ischias (Ischiasschmerzen, Ischialgie)

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (24. Oktober 2016)

© iStock

Typisch für Ischias (Ischiasschmerzen, Ischialgie) sind Schmerzen im unteren Rücken (d.h. Kreuzschmerzen), die bis ins Bein ausstrahlen. Oft ist dann der Ischiasnerv eingeklemmt: Das kann ganz plötzlich passieren – zum Beispiel wenn man sich bückt oder etwas Schweres hebt.

Ischiasschmerzen sind also Nervenschmerzen (Nervenschmerz = Neuralgie): Ursache für den Ischias ist eine Schädigung am Ischiasnerv (Nervus ischiadicus) beziehungsweise an seiner Nervenwurzel im Bereich zwischen dem vierten Lendenwirbel und dem zweiten Kreuzbeinwirbel der Wirbelsäule. Hinter einem eingeklemmten Ischiasnerv kann zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall stecken. Seltener ist die Ischialgie beispielsweise dadurch bedingt, dass der Ischiasnerv entzündet ist.

Die typischen Ischiasschmerzen – die bis ins Bein ziehenden Rückenschmerzen – verstärken sich häufig durch Husten oder Pressen. Neben den Schmerzen kann sich der Ischias durch weitere Symptome bemerkbar machen – in Form von Gefühlsstörungen bis hin zu Lähmungen. Wenn gleichzeitig mit der Ischialgie ein Hexenschuss (Lumbago) auftritt, sprechen Mediziner von einer Lumbo-Ischialgie.

Kurzfristig bieten sich verschiedene Behandlungsmaßnahmen an, um akute Ischiasschmerzen zu lindern: Unter anderem können schmerz- und entzündungshemmende Medikamente oder auch Wärme und Bettruhe helfen, wenn der Ischiasnerv akut Beschwerden bereitet. Ist die Beweglichkeit durch den Ischias eingeschränkt, sind krankengymnastische Übungen sinnvoll. Unter Umständen macht die Ischialgie auch eine Operation notwendig.

Doch nicht immer ist bei Ischiasschmerzen ärztliche Hilfe nötig: Meist lassen die Schmerzen bei Ischias nach ein paar Tagen bis höchstens sechs Wochen von selbst nach!

© Jupiterimages/iStockphoto

Der Ischiasnerv, im lateinischen Nervus ischiadicus genannt, ist der längste Nerv im menschlichen Körper. Er entspringt im Nervengeflecht des Rückenmarks.

Um Rückenprobleme wie den Ischias langfristig in den Griff zu bekommen, ist es wichtig, sich ausreichend und regelmäßig zu bewegen und die Rückenmuskulatur zu stärken. Dies ist auch für Menschen, die noch nie eine Ischialgie hatten, als vorbeugende Maßnahme empfehlenswert. Daneben ist es ratsam, auf eine rückenfreundliche Lebensweise zu achten, um Ischiasschmerzen zu vermeiden. Dazu gehört zum Beispiel:

  • nichts Schweres (z.B. einen Kasten Wasser) aus dem Rücken heraus zu heben, sondern aus den Knien, und
  • eine falsche Haltung und falsches Sitzen zu vermeiden, da dies auf Dauer die Bandscheiben verschleißen und zu Ischias führen kann.

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