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Forenexperte: Prof. Dr. Markus Suckfüll
Forum HNO
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Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Ein Hörsturz tritt meist "aus heiterem Himmel" auf. Plötzlich kann der Betroffene auf einem oder – seltener – beiden Ohren nur noch schlecht oder gar nicht mehr hören. Ein Hörsturz geht oftmals mit einem dumpfen Gefühl im Ohr, Ohrgeräuschen (Tinnitus) oder Schwindel einher.
Die genauen Ursachen eines Hörsturzes sind bislang nicht eindeutig geklärt. Forscher vermuten jedoch, dass ein Hörsturz mit Durchblutungsstörungen des Innenohrs zusammenhängt.
Im Innenohr, genauer gesagt in der Hörschnecke, befinden sich die Haarzellen. Diese sensiblen Zellen haben die Aufgabe, die aufgenommenen Schallwellen aus der Umwelt in elektrochemische umzuwandeln und über den Hörnerv ans Gehirn weiterzuleiten. Im Gehirn selbst verarbeitet ein bestimmter Bereich (sog. Hörrinde) diese Signale zu Hörwahrnehmungen, zum Beispiel Sprache, Musik oder Umgebungsgeräusche. Wenn die Haarzellen nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden, kann dies die Hörfähigkeit einschränken und somit möglicherweise einen Hörsturz verursachen. Neben Durchblutungsstörungen stehen aber auch andere Ursachen in Verdacht, einen Hörsturz hervorzurufen, etwa chronische Entzündungen, Autoimmunerkrankungen, Störungen der Halswirbelsäule oder Tumoren im Kopfbereich (Akustikusneurinom).
Um gute Heilungserfolge beim Hörsturz zu erzielen, sollte die Therapie möglichst frühzeitig nach dem Auftreten der Beschwerden beginnen. Häufig verordnet der Hals-Nasen-Ohrenarzt eine Infusionstherapie mit blutverdünnenden Wirkstoffen. Dieses Verfahren soll dafür sorgen, dass das Innenohr wieder besser durchblutet wird und der Betroffene wieder besser hören kann. Manchmal ruft auch eine chronische Entzündung einen Hörsturz hervor. In diesem Fall verabreicht der Arzt entzündungshemmende Kortisonspritzen.
Bei etwa der Hälfte aller Fälle bildet sich der Hörsturz innerhalb der ersten 24 Stunden spontan zurück. Je geringer der Hörverlust ausfällt, desto besser ist die Prognose.
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