Hörsturz: Was ist das? Und was kann man tun?

Veröffentlicht von: Till von Bracht (17. November 2017)

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Ein Hörsturz kommt wie aus dem Nichts: Ganz plötzlich können die Betroffenen schlechter oder gar nicht mehr hören. Weitere Anzeichen sind ein Druckgefühl und ein Gefühl wie Watte im Ohr, gefolgt von Schwindel. Bessert sich das Hörvermögen nach ein bis zwei Tagen nicht von selbst, behandeln Ärzte den Hörsturz in der Regel mit Glukokortikoiden (Kortison).

Medizinisch gesehen handelt es sich bei einem Hörsturz zwar nicht um einen Notfall – dennoch sollte man bei den ersten Symptomen möglichst schnell einen Arzt aufsuchen. 

Denn hinter einem plötzlichen Hörverlust können auch Krankheiten stecken, die unter Umständen rasch behandelt oder weiter abgeklärt werden müssen – zum Beispiel eine Mittelohrentzündung oder die Menière-Krankheit.

Bis heute weiß man nicht genau, welche Ursachen dahinterstecken. Einige Forscher vermuten, dass verschiedene Herz-Kreislauf-Krankheiten wie zum Beispiel

das Risiko für einen Hörsturz erhöhen.

Auf jeden Fall sollte man sich nach einem Hörsturz Ruhe gönnen. Der Arzt wird den Betroffenen daher eventuell krankschreiben oder unter Umständen sogar zur Behandlung in ein Krankenhaus überweisen. Ein Hörsturz tritt meist um das 50. Lebensjahr herum auf. Allerdings steigt der Anteil jüngerer Personen, die einen Hörsturz erleiden, stetig. Im Kindesalter ist ein Hörsturz eher selten.

Hörsturz: Typische Symptome

Typische Symptome für einen Hörsturz sind:

  • plötzliche Hörminderung bis hin zur Taubheit
  • Hörprobleme beschränken sich meist auf ein Ohr – beide Ohren sind nur selten betroffen
  • dumpfes Druckgefühl im Ohr (wie Watte im Ohr)
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • in einem Drittel der Fälle Schwindel
  • Fehlhörigkeit (das heißt, Betroffene nehmen Töne verzehrt wahr)

Der Hörverlust kann in einzelnen oder mehreren Frequenzbereichen auftreten. Das bedeutet, dass Betroffene bestimmte Tonhöhen nicht beziehungsweise schlechter wahrnehmen – andere Tonhöhen hingegen ohne Probleme.

Ein weiteres Anzeichen für einen Hörsturz ist das sogenannte Doppelhören. Dabei nehmen die Betroffenen denselben Ton auf einem Ohr normal, auf dem erkrankten hingegen höher oder tiefer wahr. Solche Symptome verunsichern die Betroffenen meist stark und beeinträchtigen die Lebensqualität teils erheblich.  

Hörsturz: Diese Ursachen könnten dahinterstecken

Die Ursachen für einen Hörsturz sind bisher nicht eindeutig geklärt. Einige Forscher vermuten, dass bei einem Hörsturz mehrere Faktoren zusammenwirken, die letztlich die Durchblutung des Innenohres beeinträchtigen. Daher spricht man auch von einem sogenannten Innenohrinfarkt.

Als mögliche Risikofaktoren für Durchblutungsstörung im Innenohr und somit für einen Hörsturz gelten:

  • kleine Blutgerinnsel (Thromben), die die Blutgefäße verschließen
  • Arteriosklerose (z.B. durch Bluthochdruck oder übermäßigen Nikotingenuss)
  • alle Faktoren, die das Blut verdicken oder die Gerinnungsneigung erhöhen, wie zum Beispiel
    • erhöhte Blutfettwerte (insbesondere Cholesterin) oder 
    • eine zu hohe Konzentration von gerinnungsfördernden Stoffen (z.B. Fibrinogen).

Eine anatomische Darstellung des Innenohrs. Forscher vermuten, dass Durchblutungsstörungen des Innenohrs zu einem Hörsturz führen. Die genauen Ursachen sind allerdings noch nicht bekannt.

Forscher vermuten, dass Durchblutungsstörungen des Innenohrs zu einem Hörsturz führen. Dennoch: Bis heute ist nicht genau geklärt, welche Ursachen hinter einem Hörsturz stecken.

Kurz erklärt: So könnte eine Durchblutungsstörung im Innenohr einen Hörsturz verursachen

Im Innenohr befinden sich die sogenannten Haarzellen – Sinneszellen, die für das Hören zuständig sind. Geräusche von außen erzeugen in diesen Zellen ein elektrisches Signal, das der Hörnerv an das Hörzentrum im Gehirn weiterleitet.

Kleine Blutgefäße versorgen die Haarzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Eine mangelnde Durchblutung in diesen Blutgefäßen schädigt die Haarzellen und beeinträchtigt ihre Funktion erheblich. Die Folge ist ein Hörverlust beziehungsweise ein Hörsturz.

Neben einer mangelnden Durchblutung des Innenohrs können möglicherweise auch andere Faktoren einen Hörsturz begünstigen. Weitere vermutete Ursachen sind:

Hörsturz durch Stress?

Einige Forscher nehmen an, dass auch Stress ein Auslöser für einen Hörsturz sein kann – oder diesen zumindest begünstigt. Studien haben gezeigt, dass viele der Betroffenen vor dem Hörsturz akutem oder chronischem Stress ausgesetzt waren. Allerdings ist hier die Forschungslage noch nicht ganz eindeutig (anders als etwa beim Tinnitus, der erwiesenermaßen durch Stress verursacht werden kann).

Derzeit gehen Wissenschaftler davon aus, dass Stress erst im Zusammenwirken mit anderen Faktoren einen Hörsturz verursachen kann.

Hörsturz: Diagnose beim Arzt

Ein HNO-Arzt kann feststellen, ob es sich bei den Hörproblemen um einen Hörsturz oder eine andere Erkrankung beziehungsweise Verletzung des Ohres handelt. Dazu wird er Sie zunächst befragen, wann und wie genau die Beschwerden entstanden sind. Anschließend überprüft der Arzt die Funktionsfähigkeit des Ohrs mithilfe verschiedener Untersuchungen.

Mit der sogenannten Ohrspiegelung (Otoskopie) stellt der HNO-Arzt sicher, dass das Trommelfell noch intakt und der Gehörgang frei ist. 

Anschließende Hörtests helfen dabei, das Ausmaß der Schwerhörigkeit festzustellen. Mithilfe der Tonschwellen-Audiometrie zum Beispiel kann der Arzt den Hörsturz genauer klassifizieren.

Ein Hörsturz lässt sich einteilen in:

  • Hochton-Innenohr-Schwerhörigkeit
  • Mittelton-Innenohr-Schwerhörigkeit
  • Tiefton-Innenohr-Schwerhörigkeit
  • pantonale Innenohr-Schwerhörigkeit
  • (fast) vollständige Taubheit

Weitere Hörtests sind die Stimmgabelprüfung und die Sprachaudiometrie. Mithilfe dieser Tests kann der Arzt herausfinden, ob eine Innenohrschwerhörigkeit (Schallempfindungsschwerhörigkeit) oder eine Hörminderung aufgrund einer sogenannten Schallleitungsstörung besteht. Diese kann auftreten, wenn das äußere Ohr beziehungsweise das Mittelohr geschädigt ist.

Bei Verdacht auf einen Hörsturz misst der Arzt häufig auch den Blutdruck. Dadurch kann er feststellen, ob ein zu niedriger Blutdruck oder ein Bluthochdruck möglicherweise mit dem Hörsturz zusammenhängen.

Zur gezielten Diagnose setzt der HNO-Arzt weitere spezielle Untersuchungen ein. Diese dienen dazu, mögliche Erkrankungen des Hörnervs (sog. neurale Schwerhörigkeit) auszuschließen. Zu den Untersuchungen gehören zum Beispiel:

  • Tonaudiometrie nach Fowler (Recruitmentmessung)
  • Hirnstammaudiometrie (BERA)
  • Messung otoakustischer Emissionen (OAE)

Außerdem überprüft der Arzt, ob das Gleichgewichtsorgan einwandfrei funktioniert (Vestibularisprüfung). Hierzu stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Zusätzlich ist es wichtig, die Eigenschaften des Trommelfells zu untersuchen. Dazu eignet sich die sogenannte Tympanometrie.

Was tun? Hörsturz-Behandlungen im Überblick

Nicht jeder Hörsturz muss behandelt werden. In 50 bis 70 Prozent der Fälle heilt der Hörsturz innerhalb weniger Tage von selbst ab – gerade bei jungen Patienten mit nur geringem Hörverlust. Bleibt die Hörminderung jedoch bestehen, empfiehlt die aktuell in Deutschland verfügbare Leitlinie eine Behandlung mit hochdosiertem Kortison.

Eine rasche Hörsturz-Therapie ist sinnvoll bei

  • ausgeprägtem Hörverlust,
  • vorgeschädigten Ohren
  • sowie bei Schwindel oder Benommenheit.

In den meisten Fällen findet die Behandlung ambulant statt – das heißt zwischen den einzelnen Sitzungen können die Patienten wieder nach Hause. Nur bei einem schweren Hörsturz kann eine stationäre Hörsturz-Therapie erfolgen, zum Beispiel bei vollständigem Hörverlust oder wenn die ambulante Therapie nicht erfolgreich war.

Trotz intensiver Forschung gibt es nach wie vor keine Behandlung, die erwiesenermaßen hilft. Die Studienergebnisse sind oft widersprüchlich oder lassen sich wegen uneinheitlicher Versuchsaufbauten nicht gut miteinander vergleichen.

Am besten sollten Betroffene zusammen mit ihrem Arzt besprechen, ob eine Behandlung notwendig ist, und wenn ja, welche Hörsturz-Therapie im Einzelfall am sinnvollsten ist. In dem Gespräch ist es wichtig, dass der Arzt nicht nur die Vorteile und den Ablauf jeder einzelnen Behandlungsmethode erläutert, sondern auch auf mögliche Risiken eingeht.

Hörsturz-Behandlung mit Kortison

Medikamente aus der Wirkstoffgruppe der sogenannten Glukokortikoide wirken gegen die Entzündung und Schwellung, die beim Hörsturz im Ohr auftreten können.

Der HNO-Arzt kann diese Medikamente entweder

  • als Tablette oder Infusion verabreichen (sog. systemische Therapie) oder
  • direkt ins Ohr spritzen (sog. intratympanale Therapie).

Manchmal verordnet der Arzt zusätzlich (oder auch nur) Pentoxifyllin oder Ginkgo als Tabletten, die die Durchblutung im Ohr steigern sollen. Auch virenhemmende Mittel kommen manchmal zum Einsatz. Studien zufolge kann man allerdings davon ausgehen, dass diese Medikamente keinen Effekt haben.

In der aktuellen Leitlinie wird empfohlen, den Hörsturz zunächst einige Tage lang mit einem hochdosierten Glukokortikoid (250 mg pro Tag) in Form von Tabletten oder als Infusionslösung zu behandeln. Hat sich das Hörvermögen nach einigen Tagen verbessert, kann die Therapie mit absteigender Dosierung fortgesetzt werden. 

In Absprache mit dem Patienten kann der Arzt das Kortison auch direkt in das betroffene Ohr spritzen (sog. intratympanale Therapie). So gelangt der Wirkstoff in hoher Konzentration ins Mittel- und Innenohr. Diese intratympanale Behandlung hat den Vorteil, dass die zugeführten Glukokortikoide nicht in den Zucker-, Eiweiß- und Knochenstoffwechsel des Körpers eingreifen. 

Mehrere aktuelle Studien deutet daraufhin, die Kombination von systemischer und intratympanaler Therapie wirksamer ist als die systemische Behandlung allein. Das heißt der Arzt verabreicht das Kortison sowohl als Tablette oder Infusion, als auch über eine Spritze direkt ins Ohr.

Andere Behandlungsformen kommen bei einem Hörsturz eher selten zum Einsatz – zum Beispiel

Vasodilatatoren und rheologische Therapie

Die Hörsturz-Behandlung mit Vasodilatatoren (= gefäßerweiternde Arzneimittel) und die rheologische Therapie beruhen auf der Annahme, dass eine mangelnde Durchblutung im Innenohr für einen Hörsturz verantwortlich ist. Bei dieser Hörsturz-Therapie verabreicht der Arzt Medikamente, welche die Blutgefäße erweitern und die Fließeigenschaften des Blutes verbessern.

In der aktuell geltenden Leitlinie wird sowohl von Vasodilatatoren als auch von der rheologischen Therapie abgeraten. Bislang liegen keine aussagekräftigen klinischen Studien vor, die die Wirksamkeit von Vasodilatatoren bei einem Hörsturz bestätigen konnten.

HES-haltige Lösungen

Bei der sogenannten rheologische Therapie verwenden Ärzte Lösungen mit dem Wirkstoff Hydroxyethylstärke (HES). Diese Lösungen werden intravenös (über eine Vene) verabreicht.

Über die Wirksamkeit HES-haltiger Lösungen gibt es bislang keine eindeutigen Studien. Allerdings können verschiedene Nebenwirkungen auftreten – zum Beispiel

Sauerstoffüberdruck-Therapie

Die Therapie eines Hörsturzes durch Sauerstoffüberdruck (hyperbare Sauerstofftherapie, HOB) kann ebenfalls in manchen Fällen Linderung bringen. Der Erfolg in der Hörsturz-Therapie durch Sauerstoffüberdruck muss allerdings noch in Studien mit vielen Teilnehmern belegt werden. In einigen Fällen kann der Erfolg einer Sauerstoffüberdrucktherapie auch ausbleiben oder die Symptome verschlechtern.

Die Behandlung erfolgt in einer Überdruckkammer. Über eine Atemmaske atmet der Betroffene reinen Sauerstoff ein. Hierdurch reichert sich verstärkt Sauerstoff im Blut und Gewebe an, sodass die Haarzellen wieder besser mit Sauerstoff versorgt werden.

Neuere Studien haben allerdings gezeigt, dass die Sauerstoffüberdruck-Therapie wahrscheinlich seltener zum Erfolg führt als die intratympanale Hörsturz-Therapie mit Glukokortikoiden.

H.E.L.P.-Apherese

Die Abkürzung H.E.L.P. steht für Heparin-induzierte extrakorporale LDL-Präzipitation. Erste klinische Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass die H.E.L.P.-Apherese eine weitere Option bei der Hörsturz-Therapie darstellen kann. Allerdings müssen größer angelegte Untersuchungen mit zahlreichen Patienten dies noch bestätigen.

Hierbei filtert ein spezielles Blutreinigungsverfahren Stoffe aus dem Blut, die den Blutfluss in den Gefäßen behindern beziehungsweise die Blutgerinnung des Bluts fördern. Zu diesen Stoffen zählen LDL-Cholesterin, Lipoprotein (a) und Fibrinogen.

Das Verfahren soll die Fließeigenschaften des Bluts verbessern und die Gefäßweite regulieren, sodass die kleinen Gefäße des Innenohrs wieder besser durchblutet werden. Die Therapie soll möglichst bald nach dem Auftreten eines Hörsturzes erfolgen, um eine eventuelle Linderung zu schaffen.

Die H.E.L.P.-Apherese findet ambulant in speziellen Zentren statt. Sie dauert etwa zwei Stunden. Dem Betroffenen wird dabei über eine Armvene kontinuierlich Blut entnommen. Im Apheresegerät entfernt eine spezielle chemische Reaktion außerhalb des Körpers (extrakorporal) LDL-Cholesterin, Lipoprotein (a) und Fibrinogen aus dem Blut. Anschließend erhält der Betroffene das so gereinigte Blut über die Vene zurück. In einer Sitzung lassen sich so insgesamt etwa drei Liter Blut "waschen".

Im Anschluss an die Behandlung kann der Betroffene sofort nach Hause gehen. Nach zwei Tagen kontrolliert der HNO-Arzt das Hörvermögen erneut. Um den Verlauf der Erkrankung beobachten zu können, ist eine weitere Untersuchung nach sechs Wochen ratsam.

Hörsturz: Verlauf & Komplikationen

Bei einem Hörsturz kann der Verlauf sehr unterschiedlich sein. In vielen Fällen bessern sich die Beschwerden von selbst (Spontanremission). Bei anderen verbessern sich das dumpfe Gefühl im Ohr und die Hörbeschwerden erst mithilfe einer Therapie – zum Beispiel hochdosierte Glukokortikoide. Im Einzelfall können jedoch auch dauerhafte Symptome bestehen bleiben.

Komplikationen

Bei einem Hörsturz gehören Ohrgeräusche (Tinnitus) zu den häufigsten Komplikationen. Dabei handelt es sich um Störgeräusche im Ohr wie

  • Pfeifen,
  • Klingeln oder
  • Rauschen,

welche die meisten Betroffenen als sehr beeinträchtigend empfinden.

Ein Hörsturz muss zwar nicht direkt behandelt werden – dennoch sollten Sie bei einem Hörsturz rechtzeitig einen Arzt aufsuchen, um Erkrankungen des Ohres ausschließen zu können. Besteht eine deutliche Schwerhörigkeit mit weiteren Symptomen wie Schwindel oder Benommenheit, dann wird der Arzt eine rasche Behandlung vorschlagen.

Im Einzelfall besteht die Möglichkeit, dass Betroffene dauerhaft schlechter hören als vor dem Hörsturz. In schweren Fällen kann es zur Taubheit auf dem betroffenen Ohr kommen.

Hörsturz: So beugen Sie vor

Einem Hörsturz können Sie möglicherweise mit einer gesunden Lebensweise vorbeugen. Denn nicht selten tritt ein Hörsturz gerade dann auf, wenn der Stress am größten ist – ein direkter Zusammenhang konnte bislang allerdings nicht bewiesen werden.

Wenn Sie bereits einen Hörsturz erlitten haben, können Bewältigungsstrategien für Konfliktsituationen hilfreich sein. Entspannungstechniken wie autogenes Training, Yoga oder Meditation können zur Stressreduktion hilfreich sein. Auch sollten Sie eine übermäßige Lärmbelastung vermeiden. Lärm schädigt die empfindlichen Haarzellen im Innenohr und kann daher einen Hörsturz begünstigen.

Ein erhöhtes Risiko für einen Hörsturz haben Menschen, deren Blut verdickt ist und schneller als gewöhnlich gerinnt (erhöhte Gerinnungsneigung). Hohe Blutfettwerte können hier eine Rolle spielen, da sie die Fließeigenschaften des Bluts verändern. Wer auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche und zugleich fettarme Ernährung mit viel Obst und Gemüse achtet, kann seine Blutfettwerte häufig senken und damit auch bedingt einem Hörsturz vorbeugen.

Ebenso wirkt sich regelmäßige Bewegung positiv auf die Blutwerte aus. Risikopatienten sollten beim Arzt regelmäßig ihren Cholesterinspiegel im Blut kontrollieren lassen. Da Nikotin die Blutgefäße schädigt und deshalb als Risikofaktor für einen Hörsturz gilt, empfiehlt es sich, auf Nikotin zu verzichten.

Weitere Informationen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu "Hörsturz":

Onmeda-Lesetipps:

Tinnitus

Linktipps:

www.tinnitus-liga.de Homepage der Deutschen Tinnitus-Liga e.V. (Gemeinnützige Selbsthilfeorganisation für Betroffene von Tinnitus, Hörsturz oder Morbus Menière) mit vielen Informationen und praktischen Tipps

Quellen:

Hörsturz. Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 3.7.2017)

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Aktualisiert am: 17. November 2017

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