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Hepatitis (Leberentzündung)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (15. Februar 2017)

© iStock

Ist die Leber entzündet, spricht man von einer Hepatitis. Sie kann die Leberzellen schädigen – und damit die Funktion der Leber beeinträchtigen.

Für eine Hepatitis gibt es unterschiedliche Ursachen: Viren, Bakterien oder Parasiten können ebenso eine Leberentzündung auslösen wie bestimmte Krankheiten (z.B. Sarkoidose). Auch übermäßiger Alkoholkonsum oder bestimmte Medikamente können zu einer Leberentzündung führen.

Am häufigsten lösen allerdings Viren eine Hepatitis aus (sog. Virushepatitis). Hierbei stehen vor allem fünf Virentypen im Vordergrund:

Je nachdem welcher Virus der Infektion zugrunde liegt, bezeichnet man die Art der Leberentzündung entsprechend als Hepatitis A, B, C, D oder E. In Deutschland ist die häufigste Form der Virushepatitis die Hepatitis C: Im Jahr 2015 kam es in Deutschland zu 4.887 Fällen.

Welche Symptome bei einer Leberentzündung genau auftreten, hängt vom jeweiligen Virustyp ab. In der Regel beginnt eine Hepatitis mit eher allgemeinen Symptomen. Anfangs fühlt man sich müde oder empfindet ein Druckgefühl im rechten Oberbauch. Später können charakteristische Symptome dazukommen – beispielsweise nehmen die Haut und Teile der Augen eine gelbliche Farbe an (Gelbsucht).

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Die Hepatitis-Viren gelangen über verschiedene Infektionswege in den Körper. Hepatitis A und Hepatitis E werden über Schmierinfektionen übertragen. Das heißt, der Erreger gelangt über fäkale Verunreinigungen aus dem Stuhl an Gegenstände oder Lebensmittel und kann so weitere Personen infizieren. Hepatitis B wird dagegen sowohl sexuell als auch auf dem Blutweg (z.B. über Bluttransfusionen) übertragen, Hepatitis C wiederum vorrangig auf dem Blutweg. Hepatitis D kann dagegen nur bei Personen auftreten, die bereits mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert sind.

Video: Hepatitis – wenn Viren die Leber schädigen.

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