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Forenexpertin: Dr. med. Elisabeth Schönenberg
Forum Hämorrhoiden
Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren (Stand: 27. November 2008) Genau genommen hat jeder Mensch Hämorrhoiden. Es handelt sich hierbei um Schwellkörper, die in der Schleimhaut des unteren Enddarms (Analkanals) ein dichtes Gefäßpolster bilden. Vom Krankheitsbild "Hämorrhoiden" (Hämorrhoidalleiden) spricht man erst dann, wenn sich in diesem Gefäßpolster das Blut staut und nicht mehr ungestört abfließen kann. Die Folge sind knotenartige Vorwölbungen der Schleimhaut, die zu Beschwerden wie Juckreiz, Schmerzen, Nässen oder Blutungen in der Afterregion führen können. ![]() Bei Beschwerden wie Juckreiz am After, Nässen oder Blut im Stuhl könnten Hämorrhoiden die Ursache sein.
Schätzungen zufolge haben über 50 Prozent aller Menschen jenseits des 30. Lebensjahrs krankhaft vergrößerte Hämorrhoiden. Es liegt dann ein sogenanntes Hämorrhoidalleiden vor. Im Volksmund verwendet man jedoch in der Regel meist den Begriff Hämorrhoiden, auch wenn eigentlich das Hämorrhoidalleiden gemeint ist. Typische Symptome eines Hämorrhoidalleidens sind schmerzlose, hellrote Blutungen im Analbereich. Der Betroffene sieht häufig Blut am Toilettenpapier oder auch auf dem Stuhl. Hinzu kommen Beschwerden wie Jucken, Stechen, Brennen, Nässen und das Gefühl, den Darm nicht vollständig entleeren zu können. Hämorrhoiden, die nur leicht vergrößert sind, kann der Arzt von außen weder sehen noch tasten. In fortgeschritteneren Stadien wölben sie sich jedoch in den Analkanal vor. Sie treten während des Stuhlgangs bei stärkerem Pressen vor den After und ziehen sich dann wieder zurück. Dabei können Hämorrhoiden im After eingeklemmt werden, was mit starken Schmerzen verbunden sein kann. Im weiteren Verlauf liegen die Hämorrhoiden permanent vor der Afteröffnung und lassen sich nur noch mit dem Finger oder auch gar nicht mehr in den After zurückschieben. Die Ursachen für ein Hämorrhoidalleiden sind vielfältig. Sie reichen von Verstopfung und verstärktem Pressen beim Stuhlgang bis hin zu Übergewicht und einer angeborenen Bindegewebsschwäche. Wer sich viel bewegt und auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung achtet, kann zu einem weichen, regelmäßigen Stuhlgang beitragen und somit die Symptome lindern. Hämorrhoidensalben und entzündungshemmende Zäpfchen können gegen leichtere Beschwerden helfen. Bei stärkerer Ausprägung müssen die beteiligten Gefäße und das umgebende Gewebe verödet (Sklerosierungstherapie, Infrarotkoagulation), abgebunden (Ligatur) oder auch chirurgisch entfernt werden. Weiterlesen: Hämorrhoiden: Definition Autor: Onmeda Redaktion Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Das könnte Sie auch interessieren
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