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Gicht

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (29. Juli 2014)

Die Gicht, früher im Volksmund als Zipperlein bezeichnet, galt lange als Krankheit der Reichen. Das ist heute nicht mehr so. Allerdings ist Gicht in Ländern mit einem höheren Lebensstandard verbreiteter – unter anderem wegen der hier vorherrschenden Ess- und Trinkgewohnheiten.

Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung. Dabei sammelt sich zu viel Harnsäure im Blut an – entweder, weil der Körper zu viel Harnsäure produziert oder, weil nicht ausreichend Harnsäure ausgeschieden werden kann.

Wegen der vielen Harnsäure im Körper bilden sich bei Gicht im Lauf der Zeit Harnsäurekristalle, die sich unter anderem in Gelenken, Schleimbeuteln und inneren Organen ablagern. Dadurch entstehen bei Gicht typischerweise schmerzhafte Gelenkentzündungen, die unbehandelt auf Dauer zu Gelenkschäden (sog. Arthritis urica) führen können.

Ein akuter Gichtanfall tritt auf, wenn der Harnsäurepegel einen bestimmten Wert überschritten hat. Betroffene leiden plötzlich, wie aus heiterem Himmel, an starken Schmerzen an einem Gelenk – schon kleine Berührungen können den Schmerz verstärken. Oft ist das Grundgelenk des großen Zehs betroffen. Die schmerzende Stelle schwillt an, wird heiß und verfärbt sich.

Nach einigen Tagen ist der Anfall abgeklungen und es kann viel Zeit vergehen, bis es zum nächsten Anfall kommt. Nur selten wird eine Gicht chronisch, sodass dauerhafte Schmerzen und Gelenkveränderungen entstehen.

Gicht entsteht meist durch erbliche Veranlagung. Es gibt jedoch Faktoren, die einen Gichtanfall fördern: Hierzu zählen unter anderem eine besonders purinreiche Ernährung – zum Beispiel in Form von Innereien und Fleisch –, aber auch exzessiver Alkoholkonsum.

Die Gicht-Behandlung gliedert sich in zwei Phasen:

  • Die anfängliche Gicht-Therapie dient dazu, die akuten Symptome zu behandeln – dabei sollen in erster Linie Medikamente die Anfälle stoppen und die Schmerzen lindern.
  • Die anschließende Dauertherapie dient dazu, den Harnsäurespiegel im Blut zu normalisieren und auf lange Sicht auf einem stabilen Niveau zu halten, um mögliche Spätfolgen zu verhindern. Die Dauertherapie der Gicht basiert auf zwei Säulen: Medikamente und Ernährungsumstellung. Menschen mit Gicht sollten darauf achten, auf besonders purinreiche Lebensmittel zu verzichten.

Bei rechtzeitiger und konsequenter Behandlung verläuft eine Gicht in der Regel ohne Komplikationen.






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