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Endometriose

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (21. Juli 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Endometriose ist eine weit verbreitete, aber oft unentdeckte gutartige Frauenkrankheit: Hierbei wächst Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) nicht nur in der Gebärmutterhöhle, sondern auch an Stellen, wo sie eigentlich nicht hingehört: zum Beispiel in tieferen Wandschichten der Gebärmutter oder ganz außerhalb der Gebärmutter in anderen Organen.

Grundsätzlich kann jedes Organ von einer Endometriose betroffen sein. Am häufigsten bilden sich Endometriosen jedoch in den Organen des kleinen Beckens in unmittelbarer Nähe zur Gebärmutter (wie Eileiter und Eierstöcke) beziehungsweise in einer Bauchfellhöhle zwischen Darm und Hinterseite der Gebärmutter (sog. Douglas-Raum). Warum eine Endometriose entsteht, ist weitgehend unbekannt.

Das bei einer Endometriose verlagerte Gewebe nimmt – wie die normale Gebärmutterschleimhaut – am Menstruationszyklus teil. Dies führt besonders während der Menstruation zu Beschwerden: Ein wichtiges Anzeichen für die Endometriose ist daher eine schmerzhafte Regelblutung, begleitet von schweren Krämpfen. Wie sich die Endometriose noch bemerkbar macht, hängt unter anderem davon ab, in welchen Organen sich das verlagerte Gebärmuttergewebe befindet. Weitere mögliche Endometriose-Symptome sind zum Beispiel:

Da die Symptome der Endometriose an den hormonellen Zyklus der Frau gebunden sind, verschwinden sie im Allgemeinen, sobald die Wechseljahre erreicht sind. In manchen Fällen lösen Endometrioseherde auch keine besonderen Beschwerden aus und bleiben so ein Leben lang unbemerkt.

Gutartig, aber äußerst belastend

Zur Endometriose-Diagnose kommen verschiedene Untersuchungen zum Einsatz. Um eine Endometriose zweifelsfrei nachzuweisen, ist allerdings eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) unverzichtbar. Welche Endometriose-Therapie infrage kommt, muss jede Frau abhängig ihrer Beschwerden individuell entscheiden. Um Schmerzen und Krämpfe zu lindern, gibt es Medikamente und Hormone. Letztere eignen sich allerdings nicht, wenn ein Kinderwunsch besteht. Auch eine Operation, bei dem das überschüssige Gewebe entfernt wird, ist möglich.

Bleibt im Rahmen der Endometriose eine angestrebte Schwangerschaft aus, kann eine Operation die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft möglicherweise erhöhen.



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