Endometriose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Juni 2017)

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Von Endometriose spricht man, wenn sich Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ähnelt, außerhalb der inneren Höhle der Gebärmutter ansiedelt und dort wuchert – zum Beispiel in tieferen Wandschichten der Gebärmutter oder ganz außerhalb der Gebärmutter in anderen Organen. Schmerzen treten dann vor allem während der Menstruation auf. 

Endometriose: Was ist das?
Endometriose ist eine weit verbreitete, gutartige Erkrankung von Frauen, die oft unentdeckt bleibt: Hierbei wächst Gebärmutterschleimhaut-ähnliches Gewebe nicht nur in der Gebärmutterhöhle, sondern auch an Stellen, wo es eigentlich nicht hingehört. Die Veränderungen sind gutartig.

Allerdings verläuft die Endometriose chronisch und manchmal schmerzhaft. Das verlagerte Gewebe ist funktionstüchtig und ist wie die normale Gebärmutterschleimhaut am Menstruationszyklus beteiligt, was besonders während der Menstruation zu Beschwerden führt: Ein wichtiges Anzeichen für die Endometriose ist daher eine schmerzhafte Regelblutung, begleitet von schweren Krämpfen. Wie sich die Endometriose noch bemerkbar macht, hängt unter anderem davon ab, in welchen Organen sich das verlagerte Gebärmuttergewebe befindet.

Grundsätzlich kann jedes Organ von einer Endometriose betroffen sein. Am häufigsten bilden sich Endometriosen jedoch in den Organen des kleinen Beckens in unmittelbarer Nähe zur Gebärmutter (wie Eileiter und Eierstöcke) beziehungsweise in einer Bauchfellhöhle zwischen Darm und Hinterseite der Gebärmutter (sog. Douglas-Raum). Warum eine Endometriose entsteht, ist weitgehend unbekannt.

In unserem Video erfahren Sie, wie sich eine Endometriose im Verlauf des Menstruationszyklus bilden kann und welche Beschwerden sie bereitet.

Je nachdem, wo sich die verlagerte Gebärmutterschleimhaut befindet, lassen sich folgende Formen von Endometriose unterscheiden:

  • Endometriosis genitalis externa: Endometrioseherde entwickeln sich innerhalb des kleinen Beckens wie zum Beispiel auf Gebärmutter, Bauchfell, Eierstöcken oder Eileitern.
  • Endometriosis genitalis interna: Endometrioseherde befinden sich innerhalb der Gebärmuttermuskulatur. Hierbei kommt es zu sehr starken Regelschmerzen. Wahrscheinlich haben 40 Prozent aller Frauen mit einer Endometriosis genitalis externa gleichzeitig auch eine Endometriosis genitialis interna.
  • Endometriosis extragenitalis: Endometrioseherde treten in Nachbarorganen der Gebärmutter auf. Dies können zum Beispiel der Darm oder die Blase sein, selten sind auch Organe außerhalb des kleinen Beckens wie Zwerchfell, Nabel oder Lunge betroffen.

Grundsätzlich kann Endometriose in allen Organen vorkommen. Am häufigsten betrifft sie jedoch die Organe des kleinen Beckens in unmittelbarer Nähe zur Gebärmutter (wie den Eileiter und die Eierstöcke). Sie kann sich auch in einer Bauchfellhöhle zwischen dem Darm und der Hinterseite der Gebärmutter (Douglas-Raum) befinden.

Beschwerden abhängig vom Hormonzyklus

Wenn eine Endometriose Beschwerden bereitet, sind diese vom Hormonzyklus der Frau abhängig: Der Hormonzyklus steuert die innerste Schicht der Gebärmutter, die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), und wiederholt sich etwa alle 28 Tage. In diesem Zeitraum baut sich die Gebärmutterschleimhaut unter dem Einfluss von weiblichen Hormonen (wie Östrogen und Progesteron) auf, damit sich im Falle einer Schwangerschaft die befruchtete Eizelle in ihr einnisten kann.

Wenn nach dem Eisprung (Ovulation) keine Befruchtung der Eizelle erfolgt, setzt die Regelblutung ein und sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird. Anschließend beginnt der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut in einem neuen Zyklus.

Da das verlagerte Gewebe dem Hormonzyklus der Frau ebenso unterliegt wie die "normale" Gebärmutterschleimhaut, kann eine Endometriose besonders während der Menstruation mit Beschwerden verbunden sein. Entsprechend macht sich die Endometriose in der Schwangerschaft sowie nach Beginn der Wechseljahre kaum oder gar nicht mehr bemerkbar – also dann, wenn keine Regelblutung stattfindet.

Eine der häufigsten Frauenkrankheiten

Die genaue Endometriose-Häufigkeit ist unbekannt, da viele der betroffenen Frauen beschwerdefrei sind. Dennoch gilt die Endometriose als eine der häufigsten Frauenkrankheiten: In Deutschland erkranken jedes Jahr schätzungsweise 40.000 Frauen neu daran. Die Wahrscheinlichkeit, eine Endometriose zu entwickeln, steigt mit zunehmendem Alter bis zum Einsetzen der Wechseljahre und sinkt danach rapide.

Endometriose: Symptome sind abhängig vom Zyklus

Häufig kommen bei einer Endometriose folgende Symptome vor:

  • Regelschmerzen: Wichtigstes Anzeichen für eine Endometriose ist eine schmerzhafte Regelblutung (Dysmenorrhoe). Dabei beginnen die Schmerzen (meist als Unterbauchschmerz) bereits kurz vor dem Einsetzen der Regelblutung und klingen nach der Blutung wieder ab. Die Schmerzen sind unter Umständen so stark, dass die Betroffenen an diesen Tagen arbeitsunfähig sind. In Abgrenzung zur primären Dysmenorrhoe, die bald nach der ersten Regelblutung auftritt und nicht auf krankhafte Organveränderungen zurückzuführen ist, bezeichnet man die für eine Endometriose typischen Regelschmerzen, die erst im Erwachsenenalter einsetzen, als sekundäre Dysmenorrhoe.
  • Dauerschmerzen: Mitunter ruft eine Endometriose Schmerzen hervor, die über einen längeren Zeitraum anhalten oder völlig unabhängig vom Zyklus auftreten. Verantwortlich für diesen Dauerschmerz ist vermutlich eine Schädigung des Gewebes, in dem die Endometrioseherde angelagert sind. Besonders an den Stellen, an denen das Blut aus anatomischen Gründen nicht abfließen kann, lösen die wiederholten zyklusabhängigen Blutungen bei Endometriose Reizungen und entsprechend schmerzhafte Symptome aus.
  • Schmerzen im Kreuz und beim Geschlechtsverkehr: Wenn Endometrioseherde in der Bauchfellhöhle zwischen dem Darm und der Gebärmutter liegen, treten als typische Endometriose-Symptome Kreuzschmerzen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) auf.
  • Menstruationsstörungen: Weitere wichtige Endometriose-Symptome sind Zyklusstörungen – häufig kommt es dabei zur Zwischenblutung und Schmierblutung. Befinden sich Endometrioseherde in der Muskelschicht der Gebärmutter, ist die Regelblutung stark ausgeprägt und hält meist lange an (sog. Menorrhagie).
  • Unfruchtbarkeit: Viele Frauen mit Endometriose sind unfruchtbar.
  • Seltenere Endometriose-Symptome sind (bei Endometrioseherden in der Blase) Blut im Urin und erschwertes Wasserlassen sowie (bei einer Endometriose im Darm) Blutauflagerungen auf dem Stuhl.

Die durch Endometriose hervorgerufenen Symptome sind an den hormonellen Zyklus der Frau gebunden, weil die bei Endometriose verlagerte Gebärmutterschleimhaut wie die normale Gebärmutterschleimhaut auf die Hormone im Blut reagiert. Sie nimmt also am Menstruationszyklus teil. Dies bedeutet:

Die Endometriose-Symptome verschwinden mit Beginn der Wechseljahre. Auch bei Schwangeren lassen die Beschwerden der Endometriose nach oder verschwinden sogar völlig, da während der Schwangerschaft die Regelblutung aussetzt.

Wie stark die von einer Endometriose ausgelösten Symptome sind, deutet nicht zwingend auf das Ausmaß der Endometriose hin: So ist etwa die Hälfte aller Frauen mit Endometriose frei von typischen Beschwerden. Welche Symptome bei einer Endometriose auftreten, hängt in erster Linie davon ab, wo sich die Endometrioseherde befinden. In manchen Fällen lösen Endometrioseherde auch keine besonderen Beschwerden aus und bleiben so ein Leben lang unbemerkt.

Das sind die Ursachen einer Endometriose

Die genauen Endometriose-Ursachen sind noch nicht geklärt. Allerdings gibt es verschiedene Ansätze, wie es dazu kommen könnte, dass Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutterhöhle vorkommt:

  • Eine Vermutung legt nahe, dass die Muskelbewegungen der Gebärmutter bei Frauen mit Endometriose verstärkt und unkoordiniert ablaufen und es dadurch zu kleinsten Verletzungen in den tiefen Schichten der Gebärmutterschleimhaut kommt. Hierdurch herausgelöste Zellen gelangen über die Eileiter in den Bauchraum oder wachsen in die Muskelschicht der Gebärmutter ein und bilden dort neues gebärmutterähnliches Gewebe.
  • Andere Theorien gehen von einer Verschleppung von Zellen der Gebärmutterschleimhaut aus der Gebärmutter durch Blutgefäße oder Lymphgefäße aus, zum Beispiel in die Lunge.
  • Als weiterer Faktor für die Entstehung einer Endometriose gilt die sogenannte retrograde (umgekehrte) Menstruation: Demnach ist anzunehmen, dass die Regelblutung zu einer Verschleppung von Gebärmutterschleimhautzellen durch die Eileiter aus der Gebärmutter führt.
  • Da in manchen Familien eine Häufung von Endometriose zu beobachten ist, ist auch eine genetische Veranlagung möglich.
  • Als Endometriose-Ursachen kommen außerdem ein gestörtes Zusammenspiel von Hormonen oder immunologische Prozesse infrage: Womöglich können sich die verschleppten Gebärmutterschleimhautzellen nur dann außerhalb der inneren Höhle der Gebärmutter anlagern, wenn das Immunsystem überfordert ist oder nicht ausreichend arbeitet.

Die genauen Prozesse, die zur Entstehung einer Endometriose führen, sind jedoch bisher unbekannt.

Frau hält sich wegen einer Endometriose den unteren Bauch, die Stelle ist tor unterlegt. © iStock

Eine Endometriose verursacht Schmerzen im Unterbauch.

Diagnose bei Endometriose

Bis zur Diagnose einer Endometriose kann es eine Weile dauern  auch wenn eine Frau Beschwerden hat und deshalb frühzeitig einen Arzt aufsucht. Die Symptome können sich von Fall zu Fall stark unterscheiden und sind wenig charakteristisch. 

Der erste Schritt zur Diagnose besteht in einem ausführlichen Gespräch über die vorliegenden Beschwerden. Darauf folgt eine gründliche gynäkologische Untersuchung: Dabei kann der Arzt eventuell Endometrioseherde in der Scheide und am Gebärmutterhals feststellen. Bildgebende Verfahren wie eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) oder Computertomographie (CT) kommen bei der Endometriose-Diagnose selten zum Einsatz.

Dass es sich um Endometrioseherde handelt, kann nur eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) zeigen: Hierfür nimmt der Arzt zwei kleine Einschnitte in der Bauchdecke vor: Durch den einen Schnitt schiebt er eine kleine Kamera mit einer Lampe, durch den anderen führt er Instrumente ein, mit denen er direkt Gewebe entfernen kann. So kann sich der Arzt die Veränderungen nicht nur ansehen, sondern gleichzeitig Gewebeproben entnehmen, um sie anschließend mikroskopisch auszuwerten (sog. Biopsie).

Endometriose: Therapie mit Medikamenten und Operation

Endometriose macht nicht in jedem Fall eine Therapie erforderlich: Wenn die Endometriose keine Beschwerden verursacht, muss keine Behandlung notwendig sein. Ob eine Therapie im Einzelfall sinnvoll ist und welche Maßnahmen am besten geeignet sind, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Ausmaß der Endometriose
  • Lage der Endometrioseherde
  • Alter
  • Kinderwunsch

Welche Behandlung bei Endometriose infrage kommt, muss jede Frau abhängig von ihren Beschwerden individuell entscheiden. Um Schmerzen und Krämpfe zu lindern, gibt es Medikamente und Hormone. Letztere eignen sich allerdings nicht, wenn ein Kinderwunsch besteht. Auch eine Operation, bei dem das überschüssige Gewebe entfernt wird, ist möglich. In einigen Fällen werden beide Behandlungsansätze kombiniert.

Manche Frauen ergreifen auch eigene Maßnahmen gegen die Beschwerden der Endometriose: Sie können zum Beispiel ihre Ernährung umstellen, für regelmäßige Bewegung sorgen oder Stress abbauen (z.B. durch Entspannungsübungen). Zwar zeigen solche Maßnahmen als schmerzstillende Endometriose-Therapie nicht bei allen Frauen Wirkung. Schaden können sie in der Regel aber nicht.

Operative Behandlung

Welche Operationstechnik für die operative Endometriose-Behandlung am besten geeignet ist, hängt davon ab, wie groß die Endometrioseherde sind und wo sie sich befinden. Endometrioseherde, die über die Scheide zugänglich sind, kann der Operateur direkt herausschneiden (sog. Exzision). Kleinere Herde innerhalb des Bauchraums werden während einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) mit dem Laser abgetragen oder elektrochirurgisch verödet.

Zeigt die Endometriose ausgedehnte oder ungünstig gelegene Herde, ist eine große Operation über einen Bauchschnitt notwendig. In diesem Fall und bei fehlendem oder bereits erfülltem Kinderwunsch kann es empfehlenswert sein, die Eierstöcke vollständig zu entfernen, um den Hormonzyklus und die damit einhergehenden Symptome der Endometriose zu unterbinden.

Bleibt im Rahmen der Endometriose eine angestrebte Schwangerschaft aus, kann eine Operation die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft möglicherweise erhöhen.

Medikamentöse Behandlung

Zur Endometriose-Therapie stehen auch Medikamente zur Verfügung. Eine medikamentöse Endometriose-Behandlung kann zusätzlich zur Operation oder allein zum Einsatz kommen – je nach Ausmaß der Erkrankung und Ziel der Behandlung. Um Schmerzen kurzfristig zu lindern, eignen sich bei geringgradiger Endometriose Schmerzmittel. Die Ursache der Beschwerden verschwindet dadurch jedoch nicht.

Wenn wegen einer Endometriose der Kinderwunsch bisher nicht erfüllt werden konnte, ist eine Hormon-Therapie nicht geeignet, um das Problem zu beheben: Vielmehr kommt eine Bauchspiegelung infrage, bei der die Endometrioseherde möglichst vollständig entfernt werden. Allerdings kann eine zusätzliche medikamentöse Endometriose-Behandlung nach dem operativen Eingriff nützlich sein, um dessen Wirkung zu unterstützen. Sind von der Endometriose weder Eierstöcke noch Eileiter betroffen, ist nicht gesichert, ob die Fruchtbarkeit überhaupt durch die Herde an anderer Stelle beeinträchtigt ist.

Die Endometriose-Therapie durch Hormonpräparate zielt darauf ab, den hormonellen Zyklus zu blockieren: Dies bewirkt, dass die Endometrioseherde ruhig gestellt werden. Geeignet für diese medikamentöse Endometriose-Behandlung sind Östrogen-Gestagen-Kombinationen, verschiedene Gestagene oder sogenannte GnRH-Agonisten wie Goserelin. Damit die Hormonbehandlung der Endometriose eine langfristige Wirkung erzielt, ist es erforderlich, die Medikamente drei bis sechs Monate lang einzunehmen. Dabei können verschiedene Nebenwirkungen auftreten:

Darüber hinaus kann es vorkommen, dass die Endometriose im Anschluss an die medikamentöse Behandlung erneut auftritt.

Endometriose: Typischer Verlauf

Der Verlauf einer Endometriose ist individuell sehr unterschiedlich und hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel dem Alter, der Lage der Endometrioseherde oder den Behandlungsmaßnahmen.

Wenn Endometrioseherde und -zysten im Eierstock durch eine Operation entfernt werden, kann dies die Schmerzen lindern. Eine Entfernung von Endometrioseherden mittels Bauchspiegelung kann sich zudem möglicherweise leicht positiv auf die Fruchtbarkeit auswirken.

Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich nach einer Operation erneut Endometrioseherde bilden, relativ hoch: Bei fast vier von fünf operierten Frauen treten sie nach einiger Zeit wieder auf und können erneut Schmerzen verursachen.

Komplikationen

Eine Endometriose kann im weiteren Verlauf zu verschiedenen Komplikationen führen: Die bei Endometriosen wiederholt auftretenden Blutungen an Stellen, an denen das Blut nur erschwert abfließen kann, reizen das umliegende Gewebe. Die Folge davon können Verwachsungen und Vernarbungen sein, die zu starken Schmerzen führen und die Organfunktion beeinträchtigen. Sind die Eileiter von einer Endometriose betroffen, so entstehen dort beispielsweise blutige Zysten, die man nach der Farbe des abgelagerten Bluts Schokoladenzysten nennt. Sie können durch vernarbende Prozesse zu Verengungen (Stenosen) in den Eileitern führen.

Eine häufige Komplikation der Endometriose ist die Unfruchtbarkeit. Ein möglicher Grund hierfür ist, dass es durch die Endometriose in den für eine Schwangerschaft wichtigen Organen – wie Eileiter und Eierstöcke – zu Verwachsungen und Vernarbungen kommt.

Endometriose und Kinderwunsch

Besteht aufgrund einer Endometriose ein unerfüllter Kinderwunsch, ist es möglicherweise sinnvoll, die Endometrioseherde mittels einer Bauchspiegelung entfernen zu lassen: In Studien gibt es Hinweise, dass dies die Chance einer spontanen Schwangerschaft vergrößert.

Schwanger trotz Endometriose?

Es ist nicht bekannt, ob Endometrioseherde überhaupt einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit nehmen, wenn sie sich nicht an Eierstöcken oder Eileiter befinden. Ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung von Endometrioseherden an den Eierstöcken kann die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, aber vermutlich erhöhen.

Wenn eine erfolgreich behandelte Endometriose im weiteren Verlauf erneut auftritt (d.h. wenn sich ein Rezidiv bildet), kann jedoch eine künstliche Befruchtung (z.B. eine In-Vitro-Fertilisation) den Kinderwunsch meist eher erfüllen als eine (weitere) Operation.

Eine junge Frau denkt darüber nach, ein Baby zu haben (symbolisiert durch eine Denkblase). © iStock

Eine Endometriose muss einem Kinderwunsch nicht entgegenstehen.

Besonders bei einer nur durch Medikamente behandelten Endometriose kommt es häufig zu einem Rückfall. Sicheren Schutz vor einem wiederkehrenden Endometriose-Verlauf bietet lediglich die vollständige Entfernung der Eierstöcke. Auch mit dem Beginn der Wechseljahre tritt eine Endometriose nicht erneut auf, da die monatlichen Regelblutungen aufhören.

Wie kann man Endometriose vorbeugen?

Einer Endometriose kann man nicht vorbeugen, da die Ursachen für ihre Entstehung nicht bekannt sind. Dementsprechend gibt es keine Behandlung oder Maßnahmen, mit denen man verhindern kann, dass eine Endometriose entsteht.

Weitere Informationen

Onmeda-Lesetipps:

Linktipps:

Endometriose Vereinigung Deutschland e.V.Informationen zur Endometriose mit Adressen von Selbsthilfegruppen

Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Abrufdatum: 30.5.2017)

Online-Informationen der Charité – Universitätsmedizin Berlin: www.charite.de (Abrufdatum: 30.5.2017)

Online-Information der Endometriose-Vereinigung Deutschland: www.endometriose-vereinigung.de (Abrufdatum: 30.5.2017)

Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.gesundheitsinformation.de (Stand: 30.5.2017)

Arbeitsgruppe „Leitlinie für die Diagnostik und Therapie der Endometriose“ der Deutschen, Österreichischen, Schweizerischen und Tschechischen Gesellschaften für Gynäkologie und Geburtshilfe unter Mitarbeit der Stiftung Endometrioseforschung und der Europäischen Endometriose Liga: Interdisziplinäre S2k-Leitlinie für die Diagnostik und Therapie der Endometriose. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 015/045 (Stand: 09/2016)

Aktualisiert am: 12. Juni 2017

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