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Eileiter­schwangerschaft, Bauchhöhlen­schwangerschaft

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Februar 2016)

© iStock

Die Eileiterschwangerschaft ist wie die Bauchhöhlenschwangerschaft eine sogenannte Extrauteringravidität: Bei dieser Form von Schwangerschaft nistet sich eine befruchtete Eizelle außerhalb der Gebärmutter ein.

Auf etwa 100 normale Schwangerschaften kommen etwa 1 bis 2 außerhalb der Gebärmutter ablaufende Schwangerschaften. Die Eileiterschwangerschaft (Tubargravidität), bei der sich die Eizelle im Eileiter eingenistet hat, ist dabei die mit Abstand häufigste extrauterine Schwangerschaft. Daneben können aber auch Eierstöcke, Gebärmutterhals oder Bauchhöhle betroffen sein. Die Bauchhöhlenschwangerschaft (Abdominalgravidität) ist am seltensten.

Für die Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft kommen vielfältige Ursachen infrage, wobei die meisten Eileiterschwangerschaften auf eine Störung des Eitransports im Eileiter zurückzuführen sind. Zu den Risikofaktoren für eine Schwangerschaft im Eileiter oder in der Bauchhöhle gehören:

In der Frühphase einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft entwickelt sich der Embryo oft normal, stirbt jedoch in der Regel innerhalb der ersten drei Monate ab. Dieser frühe natürliche Schwangerschaftsabbruch (Fehlgeburt) führt dazu, dass die betroffenen Frauen die Eileiterschwangerschaft und Bauchhöhlenschwangerschaft nicht als solche erkennen oder sogar oft gar nicht bemerken.

Mögliche erste Anzeichen für die extrauterine Schwangerschaft sind (wie auch bei einer normalen Schwangerschaft):

Video: Eileiterschwangerschaft – wie sie entsteht, welche Folgen sie hat.

Die für eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft typischen Symptome sind einseitige, häufig sehr starke Unterbauchschmerzen und Blutungen. Eine mögliche Komplikation ist die lebensbedrohliche Blutung in die Bauchhöhle, wenn der Eileiter reißt: Dies führt zu akuten und intensiven Schmerzen im Unterbauch und macht eine schnelle ärztliche Hilfe erforderlich.

Den Verdacht auf eine Bauchhöhlenschwangerschaft oder Eileiterschwangerschaft können ein positiver Schwangerschaftstest und eine Ultraschalluntersuchung bestätigen. Wenn die Extrauteringravidität nicht von selbst endet, besteht die Behandlung darin, die Embryoanlage in einer Operation zu entfernen (dies geschieht meist per Bauchspiegelung) oder die Schwangerschaft mithilfe von Medikamenten zu beenden.



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