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Burnout-Syndrom

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (28. April 2017)

© iStock

Vom "Burnout-Syndrom" hat heute fast jeder schon einmal gehört oder kennt jemanden, der es hat. Auch in den Medien ist dieser belastende Zustand häufig ein Thema. Der Begriff Burnout-Syndrom kam dabei erstmals Mitte der 1970er Jahre auf.

Definition: Was ist das Burnout-Syndrom?
Unter dem Begriff Burnout-Syndrom versteht man einen Zustand totaler körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung sowie verringerter Leistungsfähigkeit. Übersetzt bedeutet der aus dem Englischen stammende Begriff Burnout so viel wie "Ausbrennen". Menschen mit Burnout fühlen sich extrem erschöpft und innerlich leer.

Menschen, die stark in ihrem Beruf aufgehen und sich dabei für andere Menschen aufopfern, sind besonders oft vom Burnout-Syndrom betroffen. Häufig geschieht dies in sozialen Berufen wie Lehrer, Arzt oder Krankenpfleger. Prinzipiell kann jedoch jeder, unabhängig vom Beruf, am Burnout-Syndrom erkranken, zum Beispiel auch durch familiäre Belastungen. Häufig stellen Betroffene die eigenen Bedürfnisse stark in den Hintergrund.

Häufigkeit

Schätzungen zufolge sind etwa 10 Prozent aller Arbeitnehmer, die in Risikoberufsgruppen arbeiten, vom Burnout-Syndrom betroffen. 20 bis 30 Prozent aller Personen in solchen Berufen sollen gefährdet sein, am Burnout-Syndrom zu erkranken.

Da es bislang jedoch aus wissenschaftlicher Sicht keine Klarheit darüber besteht, wie genau sich ein Burnout-Syndrom definiert, lassen sich auch keine klaren Aussagen über die Häufigkeit treffen. Selbst wenn in den Medien immer wieder teils beeindruckende Zahlen verbreitet werden: Zuverlässige Zahlen gibt es im Grunde nicht.

Burnout-Syndrom: Was sind die Ursachen?

Die genauen Ursachen für das Burnout-Syndrom sind bisher nicht ausreichend geklärt. Sicher scheint, dass die Ursachen stark variieren können – Gemeinsamkeiten gibt es dennoch.

Meist spielen starke Belastungen verschiedenster Art beziehungsweise über lange Zeit andauernder Stress in Beruf oder Familie eine Rolle. Insbesondere, wenn gleichzeitig die eigene Leistung nicht oder nur wenig anerkannt wird und der Betroffene Stress für sich ungünstig bewältigt. Von Burnout Betroffene achten oft nicht genug darauf, sich Phasen der Ruhe und Entspannung zu gönnen und verdrängen über lange Zeit Warnsignale des Körpers.

Mögliche Ursachen finden sich häufig in den Belastungen beziehungsweise Überlastungen des jeweiligen Berufsumfeldes. Hierzu zählen unter anderem:

  • schlechtes Betriebsklima
  • übermäßiger Stress
  • schwelende Konflikte
  • unklare Hierarchien
  • Mobbing
  • Angst vor Arbeitsplatzverlust

Zu den Burnout-gefährdeten Berufen zählen zum Beispiel:

  • Sozialarbeiter
  • Arzt
  • Lehrer
  • Kranken- und Altenpfleger

Vermutlich begünstigt das Zusammenspiel aus psychischen Faktoren und Belastungen im Job das Entstehen eines Burnout-Syndroms.

Aber auch Personen anderer Berufsgruppen können vom Burnout-Syndrom betroffen sein. Oft erkranken auch Personen mit großer familiärer Belastung an Burnout.

Das Burnout-Syndrom scheint insgesamt eine Folge von großem Idealismus, überhöhten Erwartungen an den Job und der tagtäglichen Wirklichkeit zu sein. Gerade Menschen, die mit großem Engagement für andere da sind, deren Leistungen aber kaum durch Vorgesetzte anerkannt werden, haben ein erhöhtes Risiko, sich innerlich zu verausgaben.

Weitere Risikofaktoren für das Burnout-Syndrom sind unter anderem:

  • ausgeprägter Perfektionsdrang
  • starker Ehrgeiz
  • starkes Verantwortungsbewusstsein
  • Drang, alles allein managen zu wollen

Das Burnout-Syndrom ist das Ergebnis eines längeren Prozesses, bei dem eine anfänglich starke Begeisterung schließlich in Ernüchterung, Frustration und Gleichgültigkeit umschlägt.

Forschungsbedarf

Ist Burnout tatsächlich ein eigenes Krankheitsbild? Hierüber konnten sich Mediziner bislang nicht einigen. Manche Experten glauben, dass sich hinter der Diagnose "Burnout" eigentlich andere Krankheiten verstecken, zum Beispiel psychische Erkrankungen wie eine Depression.

Das Fehlen einer klaren Definition erschwert es, zu dem Thema zu forschen – auch klare Aussagen über die Häufigkeit von Burnout sind dadurch im Grunde nicht möglich und reine Spekulation. Dennoch findet sich auf immer mehr Krankschreibungen die Diagnose Burnout. Ein eigener ICD-10-Code existiert für Burnout bislang nicht. In der Regel behelfen sich Ärzte hier deshalb mit dem ICD-10-Code Z73, der für "Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung" steht.

Burnout-Syndrom: Mögliche Symptome

Das Burnout-Syndrom ist kein einheitliches Krankheitsbild. Vielmehr können verschiedenste körperliche oder psychische Symptome auftreten, die sich nicht plötzlich, sondern über einen längeren Zeitraum hinweg entwickeln. Für die körperlichen Symptome finden sich beim Burnout-Syndrom jedoch keine organischen Ursachen, sie entstehen psychosomatisch – das heißt psychische Probleme führen hier zu Beschwerden, die sich körperlich äußern

Als körperliche Symptome können beim Burnout-Syndrom unter anderem auftreten:

Häufige psychische Anzeichen sind beim Burnout-Syndrom zum Beispiel:

  • sinkendes Selbstvertrauen
  • stärkere Verletzlichkeit in Bezug auf Enttäuschungen oder Verluste
  • erhöhte Stressanfälligkeit
  • sinkende Arbeitszufriedenheit
  • Anzeichen einer Depression wie z.B. gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit oder Interessenverlust

Burnout-Syndrom: Diagnose

Betroffene bemerken meist zuerst die einzelnen körperlichen oder psychischen Beschwerden und wenden sich in der Regel deswegen an ihren Arzt. Um festzustellen, ob ein Burnout-Syndrom hinter den Symptomen steckt, muss der Arzt bei körperlichen Beschwerden zuerst mögliche körperliche Ursachen ausschließen.

Sind keinerlei körperliche Ursachen zu finden, ist möglicherweise eine Überweisung zum Psychologen sinnvoll. Dieser kann sich mit der genauen Lebenssituation des Betroffenen auseinandersetzen und berufliche, familiäre oder partnerschaftliche Aspekte beleuchten und Überlastungssituationen ausmachen. Denn als mögliche Ursache für die Beschwerden müssen psychische Erkrankungen wie etwa eine Depression ausgeschlossen werden, obwohl diese nicht immer klar vom Burnout-Syndrom zu trennen ist.

Weitere mögliche Ursachen, die ausgeschlossen werden sollten, sind zum Beispiel:

Erst wenn sicher ist, dass keine körperlichen Ursachen zu den Beschwerden führen und auch keine psychische Erkrankung wie eine Depression vorliegt, kann ein Burnout-Syndrom als Diagnose in Betracht gezogen werden.

Burnout-Test

Manche Ärzte setzen spezielle Fragebögen ein, um herauszufinden, ob beim Betroffenen eventuell ein Burnout-Syndrom vorliegt. Ein gängiger Fragebogen ist zum Beispiel der sogenannte "Maslach-Burnout-Inventory" (MBI), der ursprünglich Forschungszwecken diente und im Grunde nicht als Diagnosehilfsmittel gedacht war.

Egal, welcher Fragebogen nun zum Einsatz kommt, das Problem bei allen Fragebögen bleibt, dass es bislang keine einheitliche Definition des Krankheitsbildes Burnout-Syndrom gibt. Deshalb ist die Aussagekraft solcher Fragebögen mit Vorsicht zu genießen, denn man weiß im Grunde nicht, ob sie tatsächlich Aufschlüsse über das Vorliegen eines Burnouts geben, geschweige denn andere Erkrankungen ausschließen können.

Burnout-Syndrom: Man sieht einen Arzt mit Stethoskop. © Banana Stock Ltd.

Bevor es zur Diagnose Burnout kommt, muss der Arzt erst andere Ursachen ausschließen.

Burnout-Syndrom: Therapie – was kann man tun?

Beim Burnout-Syndrom richtet sich die Therapie vor allem danach, welche Beschwerden genau vorliegen und wie stark diese sind. Jede Behandlung sollte individuell auf den Betroffenen ausgerichtet sein. 

Je eher Burnout-Betroffene selbst erkennen und für sich annehmen können, dass sie Hilfe brauchen, desto besser sind die Therapieaussichten. Nach diesem wichtigen ersten Schritt sollte man als nächstes versuchen, sich selbst zu entlasten und bekannte Stressauslöser so weit wie möglich zu meiden. Langfristig ist es meist notwendig, bisherige Verhaltensmuster und Gewohnheiten zu ändern und Wert auf eine gesunde Lebensweise zu legen. Eigene Bedürfnisse zu erkennen und zu beachten ist ein wichtiger Aspekt auf dem Weg zur Besserung. Beruflicher Alltag und Entspannung müssen in Balance gelangen.

Wer sich frühzeitig Hilfe sucht und aktiv an der Therapie mitarbeitet, hat gute Aussichten auf eine Besserung des Burnout-Syndroms.

Versuchen Sie außerdem, sich Zeit und Raum für Dinge zu nehmen, die Sie zufrieden machen, wie zum Beispiel Hobbys, Spaziergänge in der Natur oder Sport. Frischen Sie Kontakte zu Freunden und Familie wieder auf, die Sie zuvor vernachlässigt haben. Soziale Kontakte aufrechtzuhalten, ist sehr wichtig – ebenso, Hilfe von Freunden oder Verwandten anzunehmen. Dies stärkt Ihr Selbstwertgefühl und bestätigt, dass Sie nicht nur auf sich selbst gestellt sind.

Beleuchten Sie Ihren eigenen Perfektionsdrang und fahren Sie diesen falls notwendig runter. Lassen Sie auch einmal "fünfe gerade sein". Das Gleiche gilt für unrealistische oder überhöhte Vorstellungen von Ihrem Arbeitsplatz.

Burnout-Syndrom: Das Bild zeigt eine Frau, die mit einem Rad über eine Wiese fährt. © Jupiterimages/iStockphoto

Nehmen Sie sich Zeit für sich und tanken Sie Energie!

Sind Sie in der Lage, Hilfe durch Ärzte und Therapeuten bei der Behandlung des Burnout-Syndroms zu akzeptieren, können verschiedene Ziele angestrebt werden. Dazu gehört zum einen, Ihre eigenen sozialen Fähigkeiten zu verbessern und sich vor allem besser abgrenzen zu können. Sie lernen, eigene Belange besser gegen andere zu vertreten und mit Konflikten umzugehen. Unangenehme Arbeiten und zusätzliche Aufgaben sollen Sie ablehnen können und dürfen.

Zum anderen ist es wichtig, dass Sie sich selbst besser einschätzen lernen und Zeitfresser erkennen. Zu viele oder übermäßig lange Besprechungen lassen sich zum Beispiel im Gespräch mit dem Vorgesetzten unter Umständen schnell verkürzen oder in ihrer Zahl verringern. Zeitmanagement-Seminare können Ihnen helfen, die eigene Zeitplanung zu verbessern.

Mithilfe der kognitiven Verhaltenstherapie lassen sich zudem negative Handlungsmuster oder Einstellungen erkennen und gezielt verändern. Unter Umständen kann auch eine tiefenpsychologische Therapie angebracht sein. Sind die Beschwerden des Burnout-Syndroms sehr stark ausgeprägt, ist es unter Umständen sinnvoll, die psychotherapeutische Behandlung stationär in einer Klinik durchzuführen.

Bei ausgeprägtem Burnout-Syndrom helfen kurzfristig Antidepressiva oder Medikamente gegen Schlafstörungen.

Tipps zur kurzfristigen Entspannung

Um kurzfristig zu entspannen, können bereits ganz einfache Maßnahmen helfen:

  • Atmen Sie tief durch und strecken Sie sich. Wiederholen Sie dies für etwa ein bis zwei Minuten.
  • Lenken Sie Ihre Gedanken vom Stressauslöser weg und richten Sie sie auf etwas Schönes bzw. Neutrales. Hören Sie z.B. Musik oder denken Sie an Ihr nächstes Urlaubsziel.
  • Reden Sie sich selbst gut zu: "Ich kann das.", "Das schaffe ich schon.", etc.
  • Reagieren Sie Ihren Stress körperlich ab, indem Sie z.B. im Treppenhaus die Treppe rauf- und runterlaufen oder machen Sie etwa 30 Liegestütze.

Strategien zur Stressbewältigung

Langfristig sollten Burnout-Betroffene versuchen, bessere Strategien zur Stressbewältigung im Alltag zu entwickeln. Hilfreich sind hier zum Beispiel Entspannungstechniken wie:

  • progressive Muskelentspannung
  • autogenes Training
  • Yoga
  • Meditation
  • Bewegungstherapie mit isometrischen Übungen der Halswirbelsäule sowie der Brust- und Lendenwirbelsäule: Bei diesen Übungen bleibt die Muskellänge trotz wechselnder Muskelkraft gleich, z.B. wenn man die Finger auf Brusthöhe ineinander verhakt und die Ellenbogen rechts und links nach außen zieht.

Burnout-Syndrom: Verlauf

Erkennen und akzeptieren Betroffene mit Burnout-Syndrom, dass sie Hilfe brauchen und nehmen diese an, sind die Aussichten auf eine Besserung langfristig gut.

Ohne Behandlung zeichnet sich das Burnout-Syndrom zu Beginn durch eine starke psychische Erschöpfung sowie ein deutliches Überengagement in Beruf oder Familie aus. Die anfängliche Begeisterung für die Arbeit flacht jedoch ab und wird im weiteren Verlauf immer weniger. Betroffene beginnen, sich innerlich von ihrem Job zu distanzieren – man spricht hier von einer inneren Kündigung.

Die zuvor vorhandene Motivation wandelt sich langsam in das Gefühl, versagt zu haben. Einige Burnout-Betroffene legen plötzlich ein unerwartet aggressives Verhalten an den Tag und reagieren auf Kunden, Arbeitskollegen, Schüler oder Patienten immer gereizter. Möglicherweise äußern sie verallgemeinernde und feindselige Vorwürfe an alle in ihrer Umgebung. Negative Ansichten nehmen deutlich zu und Fehlzeiten im Job häufen sich.

Das emotionale, gesellschaftliche und geistige Leben tritt bei Burnout-Betroffenen zunehmend in den Hintergrund. Sie verlieren immer mehr das Gefühl für die eigenen Bedürfnisse. Auf Alltag und Erlebnisse reagieren Personen mit Burnout-Syndrom schließlich fast nur noch zynisch, ironisch oder sarkastisch. Betroffene nehmen immer weniger aktiv am gesellschaftlichen Leben teil und ziehen sich zunehmend zurück. Körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Muskelverspannungen treten nun vermehrt auf.

Man sieht das halbe Gesicht einer Frau, die nachdenklich blickt. © Jupiterimages/Polka Dot Images

Ohne therapeutische Hilfe ziehen sich Betroffene mit Burnout oft immer mehr zurück.

Burnout-Betroffene versuchen in dieser Phase häufig, ihre Beschwerden mit Medikamenten zu bekämpfen und nehmen nicht selten Beruhigungs- oder Aufputschmittel, aber auch Schlaf- und Schmerzmittel zu sich. Ebenso greifen viele vermehrt zu Rauschmitteln wie Alkohol. Es besteht die Gefahr, abhängig zu werden.

Unbehandelt steigert sich das Burnout-Syndrom im weiteren Verlauf schlimmstenfalls zu einem extrem starken Gefühl der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Betroffene sehen zu diesem Zeitpunkt oft keinen Sinn mehr im Leben und entwickeln möglicherweise Selbstmordgedanken. Eine frühzeitige Behandlung ist deshalb umso wichtiger.

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Burnout-Syndrom: Vorbeugen

Einem Burnout-Syndrom können Sie vorbeugen, indem Sie bereits bei ersten Anzeichen von starkem beruflichem oder familiärem Stress Gegenmaßnahmen ergreifen.

Eine Frage der Balance

Generell können Ihnen alle Maßnahmen, mit denen Sie Stress verringern, dabei helfen, einem Burnout-Syndrom vorzubeugen. Grundvoraussetzung ist, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Belastungen in Beruf / Familie und Entspannung beziehungsweise Freizeit zu finden. Lassen Sie übermäßige Belastungen, ob in Beruf oder Familie, nicht zum Dauerzustand werden. Diese sollten möglichst nur kurzfristig auftreten oder rasch verringert werden.

Regelmäßige Arbeitstreffen

Im Berufsalltag helfen hier zum Beispiel regelmäßige Arbeitstreffen, in denen Sie sich mit Kollegen über berufliche Dinge austauschen und diese dadurch besser in ihrer Bedeutsamkeit einordnen können. Bestehen berufliche Probleme, können Sie gemeinsam mit Kollegen Lösungsstrategien erarbeiten. Regelmäßige Treffen bewirken auch, dass Sie sich nicht isoliert fühlen und nicht das Gefühl haben, alles allein schaffen zu müssen. Bei solchen Arbeitstreffen ist es wichtig, dass positives Feedback erteilt beziehungsweise die Leistung des Einzelnen auch gewürdigt wird.

Wahrnehmung trainieren

Trainieren Sie Ihre Eigen- und Fremdwahrnehmung und finden Sie heraus, welche Umstände zu Ihrem Burnout-Syndrom beitragen und ob Sie diese verändern können. Versuchen Sie im Job, Aufgaben auch an andere zu delegieren und nicht alles allein in der Hand zu haben. Bemühen Sie sich, weniger nach Perfektion zu streben.

Nein sagen lernen

Stellen Sie fest, was Ihre Bedürfnisse oder Ziele im Leben sind und wo sich Ihre Grenzen befinden. Suchen Sie in Ihrer Freizeit Ausgleich zum Stress und gehen Sie dort Interessen nach, die Sie entspannen und Ihnen Spaß machen. Soziale Kontakte sollten Sie pflegen, allerdings ohne mit übergroßem Engagement darin aufzugehen. Lernen Sie, sowohl im Beruf als auch im Freundes- oder Familienkreis einmal Nein zu sagen, anstatt sich für andere aufzuopfern.

Gesunde Lebensweise

Achten Sie verstärkt auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse. Bevorzugen Sie leicht verdauliche Speisen und verzichten Sie auf schweres Essen. Alkohol oder Kaffee sollten Sie möglichst nur in Maßen genießen und nicht als tägliches Werkzeug zur vermeintlichen Stressentlastung nutzen. Auch Zigaretten sollten Sie meiden. Bewegen Sie sich täglich wenigstens 30 Minuten und powern Sie sich dabei ruhig aus. Fahren Sie Rad, gehen Sie spazieren oder joggen Sie. Das baut Stress ab.

Entspannung suchen

Entspannungstechniken können Ihnen helfen, dem Alltagsstress gelassener zu begegnen. Dazu gehören etwa

Aber auch Yoga, Meditation, Qigong oder Tai-Chi wirken Stress positiv entgegen. Achten Sie darauf, im Alltag auch regelmäßig Ruhepausen einzulegen.

Je nach persönlicher Lage kann langfristig unter Umständen ein Arbeitsplatzwechsel helfen.

Das Bild zeigt eine Frau im Schneidersitz am Meer. © Jupiterimages/Comstock Images

Yoga kann dabei helfen, gelassener zu werden.

Burnout-Syndrom: Weitere Informationen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu "Burnout-Syndrom":

Onmeda-Lesetipps:

Burnout-Test
Stress
Forum Stress, Nervosität & innere Unruhe (expertenbetreut)
Arzneimittelinformationen zu Stress

Linktipps:

mobbing-und-burnout.sozialnetz.deInformationen zum Thema Mobbing & Burnout vom ver.di Bildungswerk Hessen e.V.

Buchtipps:

Der Feind in meinem Kopf

http://i.onmeda.de/buch_hammer_feind.jpgMatthias Hammer

160 Seiten Gräfe und Unzer 2015

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buch_persson_kraft.jpg Hesslefors Persson, Kerstin

120 Seiten Brockhaus, Haan 2002

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Das Burnout-Syndrom

buch_burisch_burnout.jpg Matthias Burisch

344 Seiten Springer Verlag 2010

Burnout erkennen – Der Lehrer, der eines Tages keinen Schritt mehr in die Schule setzen kann, die Managerin, die sich morgens schon geschafft wie nach einem 12-Stunden-Tag fühlt, der Krankenpfleger, der nur noch zynisch über seine Patienten spricht – sie alle könnten unter Burnout leiden. Burnout ist ein Phänomen, das in jedem Beruf und in beinahe jeder Lebenslage auftreten kann: bei Lehrern und Pflegepersonal, bei Künstlern und Entwicklungshelfern, aber auch bei Ingenieuren und Professorinnen. Und die ersten Stadien haben fast alle schon einmal erlebt. Burnout verstehen – Burisch hat als Experte für die Thematik eine umfassende Theorie des Burnout-Syndroms entwickelt, die er auf sehr lebendige und mit Fallbeispielen veranschaulichte Weise darstellt. Dabei spricht er sowohl Fachleute als auch Betroffene an – trotz hohen theoretischen Niveaus verliert er nie den Bezug zu Alltagserfahrungen aus dem Auge. Burnout bewältigen – Burisch bietet Betroffenen Deutungsmuster für ihre persönliche Situation. Zahlreiche Fallbeispiele zeigen auch den Ausstieg aus dem Burnout. Was es ist, wie es entsteht, was man dagegen tun kann – alles zum Thema Burnout!

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Burn-out – Wenn die Maske zerbricht

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buch_bergner_burnout.jpg Thomas M. H. Bergner

301 Seiten Schattauer 2012

Selbsthilfe-Präventionsprogramm gegen Burnout, "persönlicher Coach" mit vielen Selbsteinschätzungstests und Übungen. Neu: Erweiterung des Präventionsprogramms auf 12 Stufen. Gib Burnout keine Chance! Der große Erfolg von Burnout-Prävention zeigt zweierlei: Thomas M. H. Bergners Buch ist der kompetente Ratgeber für Burnout-gefährdete Menschen. Und: Burnout ist längst keine Managerkrankheit mehr es kann jeden treffen. Burnout-Prävention ist ein effektives Selbsthilfeprogramm, mit dem Sie Ihre eigenen Präventionsmaßnahmen gegen Burnout entwickeln können. In der 2. Auflage wurde das Programm in 12 Stufen strukturiert, so können Sie sich noch gezielter auf die für Sie wichtigen Inhalte konzentrieren. Das Buch kann sehr wirkungsvoll wie ein persönlicher Coach eingesetzt werden: Die fundierte Beschreibung der typischen Burnout-Symptome ermöglicht die Diagnose des eigenen Burnout-Profils. Das 12-Stufen-Präventionsprogramm liefert zahlreiche Strategien, um Burnout zu vermeiden bzw. erfolgreich dagegen vorzugehen. Mit Selbsteinschätzungstest und Übungen analysieren Sie Ihre Lebenssituation und entwickeln Wege für einen neuen Umgang mit sich selbst. Thomas M. H. Bergner verarbeitet in seinem Buch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und seine über fünfzehnjährige Erfahrung mit Menschen, die Burnout hatten. Es ist eine wertvolle Hilfe für alle, die Wege aus dem Burnout suchen oder es gar nicht so weit kommen lassen wollen.

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buch_kaluza_stress.jpg Gert Kaluza

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Quellen:

Online-Informationen des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen: www.bdp-verband.de (Abrufdatum: 28.4.2017)

Online-Informationen von Neurologen und Psychiater im Netz: www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de (Abrufdatum: 28.4.2017)

Online-Informationen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: www.baua.de (Abrufdatum: 28.4.2017)

Burnout-Syndrom. Informationen des Online-Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 5.4.2017)

Was ist ein Burnout-Syndrom? Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen: www.gesundheitsinformation.de (Stand: 4.12.2016)

Bergner, T. M. H.: Burnout-Prävention. Schattauer, Stuttgart 2012

Walter, U., et al.: Burn-out wirksam prävenieren. Bundesgesundheitsblatt, Nr. 55, pp. 172-182 (2012)

Korczak, D., et al.: Burn-out. Bundesgesundheitsblatt, Nr. 55, pp. 164-171 (2012)

Günthner, A., et al.: Stressmanagement als Burn-out-Prophylaxe. Bundesgesundheitsblatt, Nr. 55, pp. 183-189 (2012)

Modediagnose Burn-out. Online-Informationen des Deutschen Ärzteblatts: www.aerzteblatt.de (Stand: 2011)

Jaggi, F.: Burnout – praxisnah. Thieme, Stuttgart 2008

Stand: 28. April 2017

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