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Burnout-Syndrom

(Stand: 9. Februar 2009)

Menschen mit Burnout-Syndrom fühlen sich innerlich ausgebrannt und emotional erschöpft. Meist leugnen und vernachlässigen sie eigene Bedürfnisse. Der Begriff Burnout-Syndrom ist erstmals Mitte der 1970er Jahre aufgekommen.

Menschen, die sehr in ihrem Beruf aufgehen und sich dabei für andere Menschen aufopfern, sind besonders häufig vom Burnout-Syndrom betroffen. Meist geschieht dies in Berufen wie Lehrer, Arzt oder Krankenpfleger. Prinzipiell kann jedoch jeder, unabhängig von seinem Beruf, am Burnout-Syndrom erkranken, zum Beispiel auch durch familiäre Belastungen.

Das Bild zeigt eine Frau, die sich die Stirn hält.

Das Burnout-Syndrom entwickelt sich in der Regel über einen längeren Zeitraum. Anfangs sehr motivierte und überengagierte Personen resignieren langsam und ziehen sich gesellschaftlich immer mehr zurück. Schließlich kommt es zu körperlichen Beschwerden wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörungen, Magen-Darm-Problemen, Herzklopfen oder zu Anzeichen einer Depression.

Die Ursachen des Burnout-Syndroms sind vielfältig und können stark variieren. Meist spielen starke Belastungen verschiedener Art beziehungsweise über lange Zeit andauernder Stress in Beruf oder Familie eine Rolle. Insbesondere, wenn gleichzeitig die eigene Leistung nicht oder nur wenig anerkannt wird und der Betroffene Stress ungünstig bewältigt. Von Burnout Betroffene achten nicht darauf, sich Phasen der Ruhe und Entspannung zu gönnen und ignorieren Warnsignale des Körpers über lange Zeit.

Bei der Therapie des Burnout-Syndroms ist wichtig, dass Betroffene selbst erkennen, dass sie Hilfe benötigen und diese auch für sich annehmen. Langfristig ist es notwendig, bisherige Gewohnheiten zu ändern und Wert auf eine gesunde Lebensweise zu legen. Eigene Bedürfnisse müssen zukünftig erkannt und beachtet werden. Beruflicher Alltag und Entspannung müssen in Balance gelangen. Wer sich frühzeitig Hilfe sucht und aktiv an der Therapie mitarbeitet, hat gute Aussichten auf eine Besserung des Burnout-Syndroms.

Weiterlesen: Burnout-Syndrom: Definition

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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