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Burn-out-Syndrom

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (01. März 2013)

Menschen mit Burn-out-Syndrom fühlen sich innerlich ausgebrannt und emotional erschöpft. Häufig stellen sie eigene Bedürfnisse in den Hintergrund. Der Begriff Burn-out-Syndrom ist erstmals Mitte der 1970er Jahre aufgekommen.

Menschen, die stark in ihrem Beruf aufgehen und sich dabei für andere Menschen aufopfern, sind besonders oft vom Burn-out-Syndrom betroffen. Meist geschieht dies in Berufen wie Lehrer, Arzt oder Krankenpfleger. Prinzipiell kann jedoch jeder, unabhängig vom Beruf, am Burn-out-Syndrom erkranken, zum Beispiel auch durch familiäre Belastungen.

Das Burn-out-Syndrom entsteht nicht plötzlich, sondern entwickelt sich in der Regel über einen längeren Zeitraum. Anfangs sehr motivierte und engagierte Personen resignieren langsam und ziehen sich gesellschaftlich immer mehr zurück. Schließlich kommt es zu körperlichen Beschwerden wie zum Beispiel:

Die Ursachen des Burn-out-Syndroms sind vielfältig und können stark variieren. Meist spielen starke Belastungen verschiedener Art beziehungsweise über lange Zeit andauernder Stress in Beruf oder Familie eine Rolle. Insbesondere, wenn gleichzeitig die eigene Leistung nicht oder nur wenig anerkannt wird und der Betroffene Stress für sich ungünstig bewältigt. Von Burn-out Betroffene achten nicht genug darauf, sich Phasen der Ruhe und Entspannung zu gönnen und verdrängen über lange Zeit Warnsignale des Körpers.

Forschungsbedarf
Ist Burn-out tatsächlich ein eigenes Krankheitsbild? Hierüber konnten sich Mediziner bislang nicht einigen. Manche Experten glauben, dass sich hinter der Diagnose "Burn-out" eigentlich andere Krankheiten verstecken, zum Beispiel psychische Erkrankungen wie eine Depression.

Das Fehlen einer klaren Definition erschwert es, zu dem Thema zu forschen – auch klare Aussagen über die Häufigkeit von Burn-out sind dadurch im Grunde nicht möglich und reine Spekulation. Dennoch findet sich auf immer mehr Krankschreibungen die Diagnose Burn-out. Ein eigener ICD-10-Code existiert für Burn-out bislang nicht. In der Regel behelfen sich Ärzte hier deshalb mit dem ICD-10-Code Z73, der für "Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung" steht.

Für die Therapie des Burn-out-Syndroms ist es wichtig, dass Betroffene selbst erkennen, dass sie Hilfe benötigen und diese auch für sich annehmen. Langfristig ist es für sie notwendig, bisherige Verhaltensmuster und Gewohnheiten zu ändern und Wert auf eine gesunde Lebensweise zu legen. Betroffene müssen lernen, eigene Bedürfnisse zu erkennen und beachten. Beruflicher Alltag und Entspannung müssen in Balance gelangen.

Wer sich frühzeitig Hilfe sucht und aktiv an der Therapie mitarbeitet, hat gute Aussichten auf eine Besserung des Burn-out-Syndroms.






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