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Borreliose (Lyme-Borreliose)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (25. Juni 2014)

Borreliose (Lyme-Borreliose) ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit in Europa. Auslöser sind bestimmte Bakterien, sogenannte Borrelien.

Mit Borrelien befallene Zecken kommen in allen Regionen Deutschlands vor. Das Risiko nach einem Zeckenbiss (richtiger: Zeckenstich) an Lyme-Borreliose zu erkranken, ist jedoch eher gering: Von allen Personen mit Zeckenstich infizieren sich lediglich 1,5 bis 6 Prozent mit dem Erreger. Aber nicht alle Infizierten erkranken dadurch: Nur 0,3 bis 1,4 Prozent der Gestochenen entwickeln Symptome eine Borreliose.

Eine Borreliose verläuft schleichend und in verschiedenen Stadien: Als typisches Zeichen tritt kurz nach der Infektion eine meist etwa handtellergroße Rötung im Bereich der Stichstelle auf, wobei die Größe durchaus stark schwanken kann. Diese sogenannte Wanderröte heißt in der Fachsprache Erythema (chronicum) migrans.

Eine unbehandelte Lyme-Borreliose kann im weiteren Verlauf nach Wochen, Monaten oder Jahren verschiedene Gewebe und Organe befallen, etwa:

  • Gelenke
  • Nerven
  • Hirnhäute
  • Herz
  • Auge
  • Haut

In den meisten Fällen tritt jedoch nur das erste Borreliose-Stadium mit der typischen Hautrötung auf. Eine Antibiotika-Therapie im frühen Stadium verspricht am meisten Erfolg und trägt dazu bei, spätere Komplikationen zu verhindern. Beispiele für solche Komplikationen sind die bakterielle Gelenkentzündung (Lyme-Arthritis) und der Befall des Nervensystems (Neuroborreliose). Sie treten in den Borreliose-Stadien II und III auf. Auch in den späteren Stadien wird die Lyme-Borreliose mit Antibiotika behandelt.

Borreliose: Video

Bei einer Borreliose stellt der Arzt die Diagnose in erster Linie mithilfe der Krankengeschichte und der typischen Beschwerden. Weist die entzündliche Rötung der Haut eindeutig auf eine Borreliose hin, ist eine Blutuntersuchung oft nicht erforderlich. Bei Verdacht auf eine Lyme-Borreliose gehört eine Blutuntersuchung jedoch häufig zur Routinediagnostik dazu. Mit ihr lassen sich Antikörper gegen die auslösenden Borrelien im Blut nachweisen.






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