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Borreliose (Lyme-Borreliose)

(Stand: 7. März 2009)

Die Borreliose (Lyme-Borreliose) ist eine Infektionskrankheit. Krankheitserreger sind Bakterien, die sogenannten Borrelien. Vor allem Zecken übertragen die Bakterien auf den Menschen.

Das Bild zeigt eine Zecke.

Das Risiko, an Borreliose zu erkranken, ist von Region zu Region unterschiedlich. Generell gilt: Die Ansteckungsgefahr nach einem Zeckenstich (auch: Zeckenbiss) ist eher gering.

Da sich die Bakterien sehr langsam vermehren, verläuft die Borreliose schleichend und erstreckt sich auf mehrere Phasen. Als typisches Zeichen tritt bald nach der Infektion eine etwa handtellergroße Rötung im Bereich der Stichstelle auf. Diese sogenannte Wanderröte heißt in der Fachsprache Erythema chronicum migrans, kurz ECM.

Im weiteren Verlauf kann die Borreliose noch nach Wochen, Monaten oder Jahren unterschiedlichste Gewebe und Organe befallen (z.B. Gelenke, Nerven, Hirnhäute, Herz, Auge, Haut).

Die Borreliose verläuft in drei Stadien. In den meisten Fällen von Borreliose (ca. 89%) beschränkt sich die Erkrankung auf das erste Stadium, in dem die typische Hautrötung auftritt. Eine frühzeitige Therapie trägt in hohem Maße dazu bei, Spätkomplikationen zu verhindern. Beispiele für Spätkomplikationen sind die bakterielle Gelenkentzündung (Lyme-Arthritis) und der Befall des Nervensystems (Neuroborreliose). Sie treten in den Stadien II und III der Borreliose auf.

Der Arzt stellt die Diagnose der Borreliose in erster Linie anhand der Krankengeschichte und den typischen Beschwerden. Weist die entzündliche Rötung der Haut (Erythem) eindeutig auf eine Borreliose hin, ist eine Blutuntersuchung oft nicht erforderlich. Bei Verdacht auf eine Borreliose kann die Blutuntersuchung Klarheit bringen, wenn sie Antikörper gegen die auslösenden Bakterien (Borrelia burgdorferi) nachweist.

Im Labor lassen sich die Bakterien direkt nachweisen indem man sie züchtet. Ein direkter mikroskopischer Erregernachweis ist nicht möglich. Ein weiteres, aber seltener angewandtes Nachweisverfahren ist die Polymerase-Kettenreaktion. Mit ihrer Hilfe können Abschnitte des genetischen Materials des Erregers (DNA-Abschnitte) vervielfältigt werden.

Die Borreliose-Therapie besteht in einer möglichst frühzeitigen Antibiotika-Gabe.

Weiterlesen: Borreliose (Lyme-Borreliose): Definition

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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