Regaine Männer

Von: Andrea Lubliner (Pharmazeutin und Fachtexterin für medizinische Fachtexte)
Letzte Aktualisierung: 04.09.2014

Hersteller: Johnson & Johnson GmbH
Wirkstoff: Minoxidil (gegen Haarausfall)
Darreichnungsform: Lösung

Rezeptfrei

Wirkung

Regaine Männer enthält den Wirkstoff Minoxidil (gegen Haarausfall).

 

Minoxidil hat sich als wirksam in der Behandlung von Haarausfall bei Männern und Frauen erwiesen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Minoxidil (gegen Haarausfall) sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Mittel gegen Haarausfall, zu welcher der Wirkstoff Minoxidil (gegen Haarausfall) gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • charakteristischer anlagebedingter Haarausfall am Hinterkopf von drei bis zehn Zentimetern Durchmesser bei dunkelhaarigen Männern im Alter von 18 bis 49 Jahren

Dosierung

Vor Anwendung des Präparats wird empfohlen, die Gebrauchsanweisung sorgfältig zu lesen und die beiliegenden Applikatoren zu benutzen. Jede Packung enthält drei verschiedene Applikatoren: ein Pumpspray zum Auftragen auf die Kopfhaut bei großflächiger Anwendung, einen Pumpspray-Applikator mit verlängerter Spitze für kleine kahle Flächen und einen Kontakt-Applikator zum direkten Auftragen auf die Kopfhaut bei weitgehend
kahlen Stellen.

Das Pumpspray kann mit und ohne Applikator verwendet werden. Die Anwendung erfolgt zweimal täglich, wobei jeweils nicht mehr als sechs Pumpstöße auf die Kopfhaut verteilt werden dürfen. Zur Verwendung des Kontakt-Applikators halten Sie die Flasche aufrecht und quetschen sie einmal zusammen, damit sich die obere Kammer bis zur schwarzen Markierung mit einem Milliliter Lösung füllt. Dann stellen Sie die Flasche auf den Kopf und tragen die Lösung gleichmäßig auf die betroffene Fläche auf, bis die Kammer völlig geleert ist. Die Haut sollte zur Anwendung des Medikaments trocken sein und mindestens vier weitere Stunden nach dem Auftragen nicht angefeuchtet werden.

Die maximale Tagesdosis darf zwei Milliliter (oder zwölf Pumpstöße) nicht überschreiten. Die Lösung sollte nicht mit anderen Körperteilen in Berührung kommen, nach der Anwendung sind die Hände daher gründlich zu waschen.

Die Behandlung sollte mindestens acht Wochen betragen, um einen Effekt erwarten zu können. Stellt sich innerhalb von vier Monaten der gewünschte Behandlungserfolg in Form einer Verlangsamung des Haarverlustes nicht ein, sollte die Therapie abgebrochen werden. Um jedoch zu erreichen, dass die Anzahl der Haare, die zu Therapiebeginn vorhanden war, erhalten bleibt, muss die Lösung weiterhin zweimal täglich aufgetragen werden. Für
eine Anwendungsdauer von bis zu einem Jahr liegen Erfahrungen aus klinischen Studien vor.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Ethanol (96 Vol.-%)
  • ger. Wasser
  • Propylenglycol

Nebenwirkungen

 

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Juckreiz, Hautabschuppung, allergische Kontaktdermatitis, Hautentzündung, Hautrötung.

Seltene Nebenwirkungen:
Salz- und Wasseransammlung im Körper, Herzrasen, Schwindel, Angina pectoris-Verstärkung, Angina-pectoris-Auslösung, niedriger Blutdruck, Überbehaarung (bei Frauen).

Besonderheiten:
Äußerlich angewendet kann Minoxidil örtliche allergische Reaktionen auslösen. Darüber hinaus kann es auch zu Gesichtsschwellungen (Angioödem) kommen, die das Schlucken und Atmen schwer machen. Solche Nebenwirkungen müssen sofort dem behandelnden Arzt mitgeteilt werden.

Wechselwirkungen

Der Wirkstoff sollte als Tinktur nicht zusammen mit anderen äußerlich anzuwendenden Wirkstoffen eingesetzt werden.

Gegenanzeigen

Minoxidil darf äußerlich nicht angewendet werden bei

  • Glatzenbildung im Schläfenbereich bei Männern
  • plötzlich auftretendem oder ungleichmäßigem Haarausfall
  • gleichzeitiger Anwendung anderer Arzneimittel auf der Kopfhaut

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

In der Schwangerschaft oder Stillzeit darf der Wirkstoff nicht angewendet werden.

 

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Haarausfall bei Kindern unter 18 Jahren sollte nicht äußerlich mit Minoxidil behandelt werden.

Warnhinweise

  • Treten während der äußerlichen Behandlung Brustschmerzen, beschleunigter Herzschlag, Schwächegefühl oder Schwindel, plötzliche unerklärliche Gewichtszunahme, geschwollene Hände oder Füße, anhaltende Rötung oder Reizung der Kopfhaut oder Gesichtschwellungen auf, ist ein Arzt zu befragen.
  • Das im Präparat enthaltene Ethanol kann die Haut reizen und austrocknen.
  • Das im Präparat enthaltene Propylenglycol kann Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen.
  • Bei Behandlung der Haare statt der Kopfhaut können diese austrocknen und steif werden.
  • Die Spraydämpfe sollten nicht eingeatmet werden.
  • Das Medikament darf nicht in Kontakt mit Augen oder Schleimhäuten kommen.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

 

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Milliliter Lösung)
60 Milliliter Lösung
50 Milligramm Minoxidil (gegen Haarausfall)
180 Milliliter Lösung
50 Milligramm Minoxidil (gegen Haarausfall)

 

Vergleichbare Medikamente

 

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Regaine Männer sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Minoxidil (gegen Haarausfall) (ggf. auch Generika).

 
Medikament
Darreichungsform
Minoxicutan Männer 50 mg/ml Spray zur Anwendung auf der Haut (Kopfhaut)
Sprays
Dosierschäume

 

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihre*n Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.