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Verstopfte Nase – was tun?

Veröffentlicht von: Till von Bracht (14. November 2016)

© iStock

Vor allem im Winter leiden viele Menschen unter einer verstopften Nase. Der Grund: In der kalten Jahreszeit kommt man häufig mit Erkältungsviren in Kontakt, die dazu führen, dass durch den Schnupfen die Schleimhäute in der Nase anschwellen. Dann kommt nur noch wenig oder gar keine Luft mehr hindurch – die Nase ist im wahrsten Sinne des Wortes verstopft.

Neben Erkältungsviren kommen noch weitere Ursachen für eine geschwollene und somit verstopfte Nase infrage, zum Beispiel Allergien oder trockene Luft. Auch ein Gegenstand, der sich in der Nase befindet, kann die Nase verstopfen – etwa wenn sich das Kind ein Stück Taschentuch oder kleine Spielzeugkugeln in die Nase steckt. In seltenen Fällen können auch Polypen oder ein Tumor hinter der verstopften Nase stecken. 

In der Schwangerschaft ist eine verstopfte Nase keine Seltenheit – viele Schwangere leiden vor allem in den letzten sechs Schwangerschaftswochen unter einer sogenannten Schwangerschaftsrhinitis. Die Ursache ist wahrscheinlich der erhöhte Spiegel des weiblichen Sexualhormons Östrogen. Durch die Hormonumstellung schwellen die Schleimhäute in der Nase der werdenden Mütter an und führen so zu einer Nasenverstopfung. Die gute Nachricht: Meistens bildet sich der Schnupfen innerhalb von zwei Wochen nach der Geburt vollständig zurück. 

Wissenswertes

Die Nase dient nicht nur dem Riechen, sie ist auch Teil der Atemwege. Eine verstopfte Nase erschwert also nicht nur das Riechen, sondern behindert auch die Atmung. Dies macht vor allem Säuglingen und Babys zu schaffen, weil die Atmung zu diesem Zeitpunkt noch überwiegend durch die Nase geschieht.

Über die beiden Nasenlöcher gelangt die eingeatmete Luft in die Nasenhöhle (Cavum nasi), die durch die Nasenscheidewand (Septum nasi) in die linke und rechte Nasenhöhle gegliedert ist. Die Nasenhöhlen sind ihrerseits in drei knorpelige Nasenmuscheln untergliedert. Zwischen den Nasenmuscheln liegen die drei Nasengänge, durch welche die Nase mit den Nasenebenhöhlen und dem Rachen verbunden ist. Das Innere der Nase ist mit Schleimhaut ausgekleidet.

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In der kalten Jahreszeit kommt man häufig mit Erkältungsviren in Kontakt, die dazu führen, dass durch den Schnupfen die Schleimhäute in der Nase anschwellen. Dann kommt nur noch wenig oder gar keine Luft mehr hindurch – die Nase ist im wahrsten Sinne des Wortes verstopft.

In manchen Fällen ist der Versuch, eine verstopfte Nase mithilfe von Nasenspray freizubekommen, Schuld an einer dauerhaft verstopften Nase. Denn die längerfristige Verwendung von abschwellenden Nasensprays kann dazu führen, dass die Bindestellen für den Wirkstoff in der Nasenschleimhaut weniger werden. Die Folge: Das Nasenspray lässt die Nase schlechter abschwellen und man benötigt immer häufiger Nasenspray, um die Nase freizubekommen.

Die Luftwege in der Nase können ebenfalls durch ein Trauma (Unfall) zugeschwollen oder zugedrückt sein. Ursachen sind immer wieder Kampfsport- oder Ballsportarten, aber auch Verkehrsunfälle, bei denen die Nase in Mitleidenschaft gezogen wird.

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Je nachdem wie stark die Nase zugeschwollen oder verstopft ist, kann es zu Folgen wie Schnarchen bis hin zu Atemnot kommen. Viele Betroffene mit einer behinderten Nasenatmung können oft nur durch ein Nasenloch oder den Mund Luft holen.

In den meisten Fällen ist eine verstopfe Nase harmlos. Wenn die Erkältung nach ein paar Tagen wieder abklingt, schwellen auch die Schleimhäute ab. Dauert die Erkrankung allerdings schon länger als zehn Tage, sollte man einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen..

Ist eine Nasenscheidewand-Verkrümmung der Grund für die verstopfte Nase, muss der Arzt meist operieren, damit Betroffene wieder frei durchatmen können.

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