Anzeige

Anzeige

Taubheitsgefühl (Hypästhesie)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. September 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Wenn die Haut weniger empfindlich (sensibel) als normalerweise ist, kann sich das als Taubheitsgefühl äußern. Solche eine "Hypästhesie" zählt zu den sogenannten Sensibilitätsstörungen.

Unter dem Begriff Sensibilität versteht man in der Medizin das Empfinden von Sinnesreizen, wie zum Beispiel bei Berührungen. Zahlreiche Sensoren im ganzen Körper nehmen solche Sinnesreize wahr und leiten sie an das Gehirn weiter. Dabei lassen sich verschiedene Aspekte der Wahrnehmung unterscheiden, so etwa:

Je nachdem, wie sich das Taubheitsgefühl äußert, handelt es sich um eine bestimmte Form der Hypästhesie:

  • taktile Hypästhesie (herabgesetzte Berührungs- und Druckempfindung)
  • Thermhypästhesie (abgeschwächtes Hitze- oder Kälteempfinden)
  • Hypalgesie (reduzierte Schmerzempfindlichkeit)
  • Pallhypästhesie (verminderte Empfindung von Vibrationen)

Einen vollständigen Sensibilitätsausfall bezeichnet man als Anästhesie. Diese kann krankheitsbedingt sein oder bewusst als örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) oder Narkose herbeigeführt, zum Beispiel um aus medizinischen Gründen erforderliche Untersuchungen oder Eingriffe vornehmen zu können.

Ein Taubheitsgefühl tritt häufig in den Extremitäten auf, also zum Beispiel den Armen oder Beinen (ein- oder beidseitig).  Ebenso kommen taube Finger oder Zehen häufiger vor. Am Rumpf oder im Gesicht treten Taubheitsgefühle dagegen eher selten auf. Auch hier kann eine Hypästhesie jedoch halb- oder beidseitig auftreten.

Je nach Ursache kann die Hypästhesie von weiteren Symptomen begleitet werden, wie:

Verschwindet das Taubheitsgefühl von alleine, kann es danach zu einem typischen Kribbeln in den betroffenen Körperteilen kommen, beispielsweise im Finger. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn eine mangelnde Durchblutung taube Finger hervorgerufen hat. Werden die Finger wieder ausreichend mit Blut versorgt, kann sich dies zunächst durch ein Kribbeln äußern.

Eine Hypästhesie kann harmlose, aber auch ernstzunehmende Ursachen haben. Daher ist es ratsam, bei plötzlich auftretenden und länger bestehenden Sensibilitätsstörungen einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann die Ursachen der Hypästhesie abklären und, sofern nötig, eine Therapie empfehlen.

Wie steht es um Ihre Gesundheit?




Symptom-Check


Anzeige