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Taubheitsgefühl

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. März 2013)

© Jupiterimages/iStockphoto

Das Taubheitsgefühl, medizinisch Hypästhesie genannt, gehört zu den sogenannten Sensibilitätsstörungen. Ärzte verstehen darunter eine herabgesetzte Empfindlichkeit (Sensibilität) der Haut.

In der Medizin steht der Begriff Sensibilität für das Empfinden des Menschen von Sinnesreizen wie Berührungen. Zahlreiche Nervenenden, Rezeptoren und Sensoren im ganzen Körper sowie die Sinnesorgane, etwa Augen, Ohren, Nase oder die Haut, nehmen Gefühlsreize wahr und leiten sie an das zentrale Nervensystem (ZNS) weiter. Dabei lassen sich unter anderem mechanische Empfindungen wie etwa Druck und Vibration, Temperaturempfindungen (Thermorezeption) und Schmerzempfindung (Nozizeption) voneinander unterscheiden.

Je nachdem, wie sich das Taubheitsgefühl äußert, handelt es sich um eine bestimmte Form der Hypästhesie:

  • taktile Hypästhesie (herabgesetzte Berührungs- und Druckempfindung)
  • Thermhypästhesie (abgeschwächtes Hitze- oder Kälteempfinden)
  • Hypalgesie (reduzierte Schmerzempfindlichkeit)
  • Pallhypästhesie (verminderte Empfindung von Vibrationen)

Einen vollständigen Sensibilitätsausfall bezeichnet man als Anästhesie.

Ein Taubheitsgefühl tritt häufig in den Extremitäten, zum Beispiel im Arm oder im Bein, auf. Auch taube Finger kommen häufiger vor. Am Rumpf oder im Gesicht kommt es nur selten vor. Eine Hypästhesie kann beide Arme oder beide Beine oder jeweils nur einen Arm oder ein Bein betreffen. Die Hypästhesie kann entweder beidseitig oder auch nur halbseitig auftreten.

Je nach Ursache der Hypästhesie können gleichzeitig auch weitere Symptome auftreten, wie:

Verschwindet das Taubheitsgefühl von alleine, kann es danach zu einem typischen Kribbeln in den betroffenen Körperteilen kommen, beispielsweise im Finger. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn eine mangelnde Durchblutung taube Finger hervorgerufen hat. Werden die Finger wieder ausreichend mit Blut versorgt, kann sich dies zunächst durch ein Kribbeln äußern.

Eine Hypästhesie kann harmlose, aber auch ernstzunehmende Ursachen haben. Daher ist es ratsam, bei plötzlich auftretenden und länger bestehenden Sensibilitätsstörungen einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann die Ursachen der Hypästhesie abklären und gegebenenfalls eine geeignete Therapie einleiten.



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