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Stimmungsschwankungen: Achterbahn der Gefühle

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (12. August 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Stimmungsschwankungen in einem gewissen Ausmaß kennt wohl jeder von uns – von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Dass sich die Stimmung immer wieder verändert, ist völlig normal und von verschiedenen Faktoren abhängig. Ausgeprägte Stimmungsschwankungen können jedoch auch Anzeichen einer Erkrankung sein. Nicht nur psychische, auch körperliche Erkrankungen kommen hier infrage.

Stimmungsschwankungen zeichnen sich durch einen plötzlichen Wechsel der Stimmung aus. Starke Stimmungsschwankungen mit raschen Wechseln der Stimmungslage bezeichnet man auch als Stimmungslabilität oder Affektlabilität.

Leichte Stimmungsschwankungen kommen bei jedem Menschen täglich vor. Sie sind also nicht unbedingt ein Symptom für eine Erkrankung, sondern gehören zum menschlichen Leben dazu.

Insbesondere während einer hormonellen Umstellungsphase treten Stimmungsschwankungen häufig auf und sind völlig normal. Wenn das eigene Kind Stimmungsschwankungen entwickelt, könnte es zum Beispiel sein, dass es schlicht mitten in der Pubertät steckt. Viele Frauen kennen die Stimmungsschwankungen vor der Menstruation: Von Freude über Gereiztheit bis zur weinerlichen Stimmung reicht hier das Spektrum. Auch mit dem Eintritt in die Wechseljahre und während der Schwangerschaft können die Hormone plötzliche Stimmungsschwankungen herbeiführen.

Man sieht eine lachende Frau. © Jupiterimages/Stockbyte

Von euphorisch …

Man sieht eine schlecht gelaunte Frau. © Jupiterimages/Stockbyte

… bis betrübt: Stimmungsschwankungen können viele Ursachen haben.

Stimmungsschwankungen müssen nur dann behandelt werden, wenn sie unangemessen stark oder Symptom einer Erkrankung sind.

Erst, wenn die Stimmungsschwankungen unangemessen stark oder unpassend sind, sind sie von medizinischer Bedeutung. Medizinisch relevante Stimmungsschwankungen sind mehr als nur "normale Launen" – sie sind intensiver und / oder treten öfter auf als bei gesunden Menschen. Häufig sind psychische Erkrankungen die Ursache für Stimmungsschwankungen – manchmal sind es aber auch organische Gründe, die sich auf die Stimmungslage auswirken. Weil die möglichen Ursachen so vielfältig sind, ist eine gründliche Diagnose bei ausgeprägten Stimmungsschwankungen besonders wichtig. Die Therapie richtet sich dabei nach der Ursache: In der Regel verschwinden die Stimmungsschwankungen, wenn die eigentliche Erkrankung erfolgreich behandelt worden ist.

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