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Sodbrennen: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. August 2013)

Sodbrennen macht sich durch ein schmerzhaftes Brennen hinter dem Brustbein bemerkbar. Das unangenehme Gefühl kann vom Oberbauch bis in den Hals reichen. Sodbrennen entsteht vor allem, wenn saurer Magensaft zurück in die Speiseröhre fließt (Reflux).

Im Zusammenhang mit Sodbrennen kann es außerdem zu saurem Aufstoßen kommen. Manchmal gelangt beim Aufstoßen auch etwas Magensaft zurück in den Rachenbereich oder Mundraum.

Der Magen ist von einer Schleimhaut ausgekleidet, die ihn vor der Magensäure schützt und dagegen unempfindlich macht. Normalerweise fließt die Magensäure vom Magen aus nicht in den Ösophagus zurück. Ein Schließmuskel – der untere Ösophagussphinkter (UÖS) – verhindert dies. Dichtet der Muskel den Übergang zwischen Magen und Speiseröhre aber nicht genügend ab, gelangt der saure Magensaft zurück in die Speiseröhre und verursacht hier Beschwerden wie Sodbrennen.

Mediziner bezeichnen dies als gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD). Der Begriff leitet sich von den medizinischen Fachbegriffen für Magen (Gaster) und Speiseröhre (Ösophagus) ab. Die zugrunde liegende Schwäche des Schließmuskels entsteht oft ohne erkennbare Ursache. In manchen Fällen sind Operationen oder Grunderkrankungen (z.B. Sklerodermie) verantwortlich für die Sphinkterschwäche – aber auch Sodbrennen in der Schwangerschaft ist sehr häufig. Viele Frauen berichten im Verlauf ihrer Schwangerschaft von den typischen brennenden Schmerzen im Oberbauch, Brustkorb oder Hals. Durch die wachsende Gebärmutter steigt der Druck auf den Magen. Da gleichzeitig der Ösophagussphinkter während der Schwangerschaft erschlafft und bei Druck leichter nachgibt, kann Magensäure leichter in die Speiseröhre zurückfließen.

Reflux vom Magen in die Speiseröhre löst nicht nur Sodbrennen aus, weil zu viel Magensäure in die Speiseröhre gelangt. In manchen Fällen gerät auch Verdauungsbrei aus dem Zwölffingerdarm wieder zurück in die Speiseröhre. Dieser ist dann durch die Galleflüssigkeit nicht sauer, sondern alkalisch – kann aber ebenfalls zu Beschwerden führen.

Sodbrennen kann auch im Zusammenhang mit einem sogenannten Reizmagen auftreten. Dabei kann zum Beispiel eine Bewegungsstörung im Magen für die Beschwerden verantwortlich sein: Wenn die Muskulatur der Magenwand nicht ausreichend aktiv ist, verbleibt die Nahrung lange im Magen und verursacht Beschwerden – unter anderem Sodbrennen.

Auch eine Reizung der Speiseröhrenschleimhaut kann Sodbrennen hervorrufen. Unter anderem können bestimmte Nahrungsmittel wie Orangensaft oder Chili eine solche "lokale Irritation" herbeiführen.

Sodbrennen ist ein häufiges Symptom: In Ländern mit westlichem Lebensstandard klagt ungefähr ein Drittel der Bevölkerung mindestens einmal pro Halbjahr oder Jahr über Sodbrennen. Bei vielen Betroffenen tritt Sodbrennen regelmäßig auf: Bis zu 27 Prozent der Bevölkerung haben einmal pro Woche, bis zu 11 Prozent sogar täglich Sodbrennen. Auslöser sind dabei oft ungesunde Ernährungsgewohnheiten. So kommt es etwa nach sehr fettem Essen oder nach zu viel Kaffee, aber auch nach Alkohol oder Zigaretten zu Sodbrennen. Zusätzlich kann auch Stress bei manchen Menschen Sodbrennen auslösen.

Auf Dauer kann sich durch häufiges Sodbrennen die Schleimhaut in der Speiseröhre verändern. Bei andauernden Beschwerden durch Sodbrennen sollten Sie deshalb einen Arzt aufsuchen, damit er Sie gründlich untersucht. So können Sie Spätfolgen der dauerhaften Speiseröhrenreizung vermeiden oder frühzeitig behandeln lassen.




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