Penisveränderungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. Januar 2017)

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Penisveränderungen bezeichnen Veränderungen unterschiedlichster Art am männlichen Glied, dem Penis – dies können zum Beispiel Hautkrankheiten wie Warzen, eine Schwellung oder eine Verkrümmung sein. Für die Veränderungen am Penis kommen verschiedene Ursachen infrage, meist treten sie jedoch infolge einer Erkrankung auf. 

Eine häufige Veränderung am Penis ist die sogenannte Vorhautverengung (Phimose). Dabei ist der äußere Vorhautring derart eng, dass sich die Vorhaut nicht oder nur schwer über die Eichel zurückziehen lässt. Bei Neugeborenen und Kleinkindern ist dieser Zustand völlig normal – bei Erwachsenen entsteht eine Vorhautverengung durch wiederholte Entzündungen oder Verletzungen. 

Ist die Vorhaut entzündet, spricht man von einer Vorhautentzündung (Posthitis). Die Entzündung der Eichel nennt man Balanitis. Auch dies zählt zu den Penisveränderungen.

Wissenswertes

Der Penis bildet gemeinsam mit dem Hodensack die äußeren männlichen Geschlechtsorgane. Er dient dem Geschlechtsverkehr und der Fortpflanzung sowie der Ausscheidung von Urin.

Der Penis besteht aus dem Penisschaft, der Eichel, einer Vorhaut, Schwellkörpern, Muskeln, Bändern, Nerven, Blutgefäßen und einigen weiteren Strukturen. Veränderungen am Penis betreffen häufig die Haut und Vorhaut, zum Beispiel in Form von Genitalwarzen. Durch Verletzungen oder angeborene Fehlbildungen kann es zu einer Penisverkrümmung oder zum Penisbruch kommen.

Bei sämtlichen Veränderungen am Penis, zum Beispiel einer neu aufgetretenen Hautveränderung, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. Ein Facharzt für Urologie (Urologe) oder für Haut- und Geschlechtskrankheiten (Dermatologe und Venerologe) wird sich die Veränderung anschauen, einige Fragen stellen und gegebenenfalls weitere Untersuchungen vornehmen, um die Ursache der Penisveränderung festzustellen.

Die Behandlung richtet sich nach der entsprechenden Ursache und reicht beispielsweise bei Genitalwarzen von Salben und Tinkturen, die auf die Hautstellen aufgetragen werden, über kryo- ("Vereisung"), elektro- und lasertherapeutische Abtragung bis hin zur operativen Entfernung der Warzen.

Bei bakteriellen Geschlechtskrankheiten wie Syphilis (Lues) verschreibt der Arzt meist Antibiotika. Bei einer Vorhautverengung ist in manchen Fällen auch eine Operation notwendig.

In den meisten Fällen sind Veränderungen am Penis eher harmlos und lassen sich gut behandeln, können aber sehr schmerzhaft sein – zum Beispiel bei einem Penisbruch. Peniskrebs kommt nur selten vor und zeigt sich vor allem im Anfangsstadium durch sehr uncharakteristische Beschwerden.