Muskelkater: Was ist das?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. Februar 2017)

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Muskelkater ist eine weit verbreitete Sportverletzung: Praktisch jeder kennt diese Muskelschmerzen, die meist nach ungewohntem oder besonders stark belastendem Sport oder sonstigen körperlichen Aktivitäten auftreten.

Im Gegensatz zu Muskelzerrungen, -prellungen oder -rissen ist Muskelkater jedoch harmlos.Die Schmerzen rühren von kleinsten Verletzungen (sog. Mikroverletzungen) an den Muskelfasern.

Der menschliche Körper besitzt über 300 verschiedene Muskeln. Jeder einzelne Muskelstrang besteht aus Tausenden von Muskelfasern. Diese Fasern sind 9 bis 100 Mikrometer dick und wenige Mikrometer bis mehrere Zentimeter lang (1 Mikrometer = 1 Tausendstel Millimeter).

Typischerweise tritt Muskelkater nie direkt nach dem Sport auf, sondern frühestens einige Stunden nach der ursächlichen Belastung.

Dieses Merkmal greift die englische Bezeichnung für die Muskelverletzung – Delayed Onset Muscle Soreness (DOMS) – auf (engl. delayed = verspätet, verzögert). Die deutsche Bezeichnung Muskelkater ist wahrscheinlich eine nicht ganz ernst gemeinte Eindeutschung des Begriffs Katarrh.

Muskelkater macht sich durch folgende Symptome bemerkbar:

  • Die Bewegung der betroffenen Muskelpartien löst teilweise heftige Schmerzen aus.
  • Daneben sind die Muskeln steif, hart, druckempfindlich und kraftlos: Manchmal verringert ein Muskelkater die maximale Kraft eines Muskels um bis zu 30 Prozent.
  • Durch die mit dem Muskelkater verbundenen Schmerzen können die angrenzenden Gelenke in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt sein.

Nach ein bis drei Tagen erreicht der Muskelschmerz seine maximale Intensität und lässt dann langsam nach. Ein paar Tage später ist der Muskelkater in der Regel wieder verschwunden.

Muskelkater hält also höchstens eine Woche an und heilt von selbst aus, ohne bleibende Schäden zu hinterlassen. Sind die Muskelschmerzen abgeklungen, kann die ursächliche Bewegung über eine Dauer von mehreren Wochen keinen neuen Muskelkater auslösen.

Wer einem Muskelkater vorbeugen möchte, sollte es mit ungewohnten Bewegungsabläufen eher langsam angehen lassen.


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