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Muskelkater: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. November 2014)

Muskelkater ist eine weit verbreitete Sportverletzung: Praktisch jeder kennt diese Muskelschmerzen, die meist nach ungewohntem oder besonders stark belastendem Sport oder sonstigen körperlichen Aktivitäten auftreten.

Im Gegensatz zu Muskelzerrungen, -prellungen oder -rissen ist Muskelkater jedoch harmlos.

Typischerweise tritt der Muskelkater nie direkt nach dem Sport auf, sondern macht sich frühestens einige Stunden nach der ursächlichen Belastung bemerkbar. Dieses Merkmal greift die englische Bezeichnung für Muskelkater – Delayed Onset Muscle Soreness (DOMS) – auf (engl. delayed = verspätet, verzögert). Die deutsche Bezeichnung Muskelkater ist wahrscheinlich eine nicht ganz ernst gemeinte Eindeutschung des Begriffs Katarrh.

Ein Muskelkater ist durch folgende Symptome gekennzeichnet:

  • Die Bewegung der betroffenen Muskelpartien löst teilweise heftige Schmerzen aus.
  • Daneben sind die Muskeln steif, hart, druckempfindlich und kraftlos: Manchmal verringert ein Muskelkater die maximale Kraft eines Muskels um bis zu 30 Prozent.
  • Die Bewegungsradien der angrenzenden Gelenke sind durch den Muskelkater aufgrund der Schmerzen stark verkleinert.

Außerdem zeigt der Muskelkater einen typischen Verlauf: Nach 1 bis 3 Tagen erreicht der Muskelschmerz seine maximale Intensität und lässt dann langsam nach. Ein paar Tage später ist der Schmerz in der Regel wieder verschwunden – Muskelkater hält also höchstens eine Woche an und heilt von selbst aus, ohne bleibende Schäden zu hinterlassen. Ist der Muskelkater abgeklungen, kann die ursächliche Bewegung über eine Dauer von mehreren Wochen keinen neuen Muskelkater auslösen.

Vor allem untrainierte Menschen können schnell einen Muskelkater entwickeln. Dabei führen besonders häufig solche Sportarten zu Muskelkater, bei denen man oft Stopp- und Antrittsbewegungen ausführt (z.B. Squash, Tennis, Fußball oder Kraftsport); gleichmäßiges Laufen beispielsweise verursacht seltener einen Muskelkater.

Wer einem Muskelkater vorbeugen möchte, sollte es also mit ungewohnten Bewegungsabläufen eher langsam angehen lassen.




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