Startseite > Symptome > Koma (Bewusstlosigkeit, Ohnmacht)
Stand: 28. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Das Bewusstsein ist die Fähigkeit, die Umwelt wahrzunehmen und mit ihr zu kommunizieren – beim Koma, auch als Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht bezeichnet, ist die Wahrnehmung von äußeren Reizen, Personen und der Umwelt beeinträchtigt.
Man unterscheidet verschiedene Bewusstseinsgrade:
Die Bewusstseinsklarheit stellt den Normalzustand dar. In diesem Zustand nehmen wir unsere Umwelt uneingeschränkt mit allen Sinnen wahr. Somnolenz beziehungsweise Benommenheit bezeichnet dagegen einen Zustand, in dem das Bewusstsein leicht beeinträchtigt ist. Betroffene sind schläfrig, können aber durch Ansprechen oder Rütteln aufgeweckt werden. Bei Sopor ist die Schläfrigkeit stärker ausgeprägt, Betroffene sind kaum erweckbar.
Die schwerste Form der Bewusstlosigkeit ist das Koma. Dabei herrscht vollkommende Bewusstlosigkeit. Betroffene können nicht durch Ansprechen oder Rütteln erweckt werden. Eine Person im Koma zeigt keinerlei Reaktionen, auch nicht auf Schmerzreize. Es gibt verschiedene Koma-Skalen, mit denen der Arzt abschätzen kann, wie schwer die Bewusstlosigkeit ist, zum Beispiel die Glasgow Coma Scale.
Es gibt verschiedene Formen von Koma. Bei schlecht eingestelltem Diabetes mellitus kann der Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht geraten. Dann entstehen giftige Substanzen im Körper, die ein diabetisches Koma hervorrufen können. Wie jede Form von Koma stellt auch ein diabetisches Koma eine Notfallsituation dar.
Manchmal ist es notwendig, eine Person künstlich in einen Zustand der Bewusstlosigkeit – also in ein künstliches Koma – zu versetzen. Etwa bei Schwerverletzten nach Unfällen oder nach schweren Operationen kann ein künstliches Koma für den Betroffenen das Beste sein.
Eine weitere Form der Bewusstlosigkeit ist die Ohnmacht. Dabei handelt es sich um eine vorübergehende Bewusstseinsstörung, ausgelöst durch eine Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff – also eine Kreislaufstörung. Sie wird oft auch als vasovagale Synkope oder schwerer Schwindelanfall bezeichnet. Bei einer Synkope sind Betroffene kurzzeitig nicht bei Bewusstsein, erlangen dieses aber in der Regel innerhalb einer Minute wieder. Geht die Ohnmacht aber in eine tiefere Bewusstlosigkeit über, so müssen Maßnahmen ergriffen werden, damit keine bleibenden Schäden an Gehirn und anderen Organen entstehen.
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