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Hexenschuss (Lumbago, akute Lumbalgie): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. März 2013)

Unter einem Hexenschuss versteht man im Volksmund einen plötzlichen, sehr heftigen, stechenden Rückenschmerz im Bereich der Lendenwirbelsäule. Der medizinische Name für einen Hexenschuss lautet Lumbago oder auch akute Lumbalgie.

Nach einem Hexenschuss kann sich der Betroffene meist kaum bis gar nicht mehr bewegen und strecken und nimmt daher oftmals eine Schonhaltung ein. Bei einer Lumbago schmerzt bereits die kleinste Bewegung – mit der Folge, dass sich die Rückenmuskulatur verkrampft. Die verkrampfte Rückenmuskulatur kann wiederum die Rückenschmerzen verstärken.

Ausgelöst wird ein Hexenschuss in der Regel durch alltägliche Bewegungen wie Heben, Drehen, Bücken und Aufrichten oder auch beim Sport. Der Rückenschmerz ist bei einer Lumbago so heftig, dass viele Betroffene fälschlicherweise einen Bandscheibenvorfall befürchten. Ein Bandscheibenvorfall ist jedoch relativ selten der Auslöser für einen Hexenschuss. Hauptursachen sind Muskelverspannungen und Muskelzerrungen.

Der Arzt diagnostiziert einen Hexenschuss normalerweise anhand der typischen Beschwerden und einer gründlichen körperlichen Untersuchung. Dabei prüft er beispielsweise die Reflexe. Um ernstzunehmende Ursachen für die akute Lumbalgie auszuschließen, etwa einen Bandscheibenvorfall, können bildgebende Verfahren wie Röntgen, Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) sinnvoll sein.

Bei einem Hexenschuss verordnet der Arzt entzündungshemmende Schmerzmittel, sogenannte "NSAR" (nicht-steroidale Antiphlogistika), und gegebenenfalls Muskelrelaxanzien. Dabei handelt es sich um spezielle Medikamente, die entkrampfend auf die Muskulatur wirken. Zusätzlich können Wärmekissen und eine Stufenlagerung der Beine rasche Linderung bei einer akuten Lumbalgie verschaffen.

Einige Menschen, die einen Hexenschuss erleiden, haben dauerhafte oder immer wiederkehrende Rückenschmerzen (chronische Lumbalgien). In diesem Fall empfiehlt es sich, die Rückenmuskulatur langfristig zu stärken, zum Beispiel durch Physiotherapie in der akuten Phase und anschließendes kontinuierliches Rückentraining. Auf diese Weise lässt sich einer Lumbago in der Regel gut vorbeugen.




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