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Herzschmerzen: Definition

Veröffentlicht von: Till von Bracht (19. April 2013)

Oft wird der Begriff "Herzschmerz" in Verbindung mit Liebeskummer genannt. Hierdurch entstehen allerdings keine Schmerzen im medizinischen Sinne. Herzschmerzen äußern sich meist durch stechende, ziehende oder auch drückende Missempfindungen im Bereich des Herzens.

Sie können also statt Liebeskummer ein Zeichen einer ernsten Erkrankung des Herzens sein, zum Beispiel einer koronaren Herzkrankheit (KHK), einer Herzmuskelentzündung oder eines Herzinfarkts.

Das Herz ist ein Hohlmuskelorgan, das sich im Brustkorb befindet. Die Muskelfasern des Herzens ziehen sich rhythmisch zusammen – diese Kontraktionen sind als Herzschlag beziehungsweise Puls spürbar. Die Herz-Funktion ist wichtig für die Durchblutung. So pumpt das Herz das Blut durch den Körper und versorgt damit sämtliche Organe und Gewebe.

Bei Schmerzen im Brustkorb ist die Angst, dass ein Herzinfarkt dahinter stecken könnte, oft groß. Solche Schmerzen im Brustkorb sind aber häufig keine direkten Herzschmerzen sondern haben ihre Ursache in Lungen-, Zwerchfell- oder Magenbeschwerden.

Typische Herzschmerzen sind die der sogenannten Angina pectoris, die bei einer koronaren Herzkrankheit auftritt. Die Betroffenen klagen über Schmerzen, ein dumpfes Druckgefühl bis hin zum Brennen hinter dem Brustbein, das typischerweise durch körperliche oder seelische Belastung ausgelöst wird. Die Schmerzen können in den rechten oder linken Arm, die Schultern, den Hals oder die Wangen und die Zähne ausstrahlen. Herzschmerzen bei einer KHK können aber auch mit sehr untypischen Beschwerden verlaufen.

Ein Angina pectoris-Anfall dauert meist nur wenige Minuten und lässt sich durch Nitroglycerinspray oder -kapseln, die viele KHK-Patienten als Notfallmedikament bei sich führen, in der Regel beenden. Tritt trotz der Nitro-Präparate keine Besserung ein, kann dies auf einen Herzinfarkt hinweisen.




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