Anzeige

Anzeige

Hautausschlag (Exanthem)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. März 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Manchmal hat man sich nur an einer Brennnessel verbrannt, manchmal steckt eine Erkrankung dahinter: ein Hautausschlag. Ein plötzlich auftretender Hautausschlag wird fachsprachlich auch als Exanthem bezeichnet.

Exantheme können

  • viele Ursachen haben,
  • sehr unterschiedlich aussehen
  • und an verschiedenen Stellen des Körpers vorkommen.

In einigen Fällen betrifft der Hautauschlag nur einzelne Körperregionen, zum Beispiel bei einem Hautausschlag im Gesicht. Manchmal tritt ein Hautausschlag aber auch am ganzen Körper auf. Darüber hinaus kann sich ein Exanthem langsam immer mehr ausbreiten oder auch von einer Körperstelle zur nächsten "wandern".

Hautausschlag ist nicht gleich Hautausschlag
Rote Flecken, Quaddeln oder Bläschen – teilweise mit und teilweise ohne Juckreiz: Hautausschläge können ganz unterschiedliche Formen annehmen und verschiedene Begleitsymptome hervorrufen. Schon Erscheinungsbild des Hautausschlags kann auf die mögliche Ursache hindeuten.

Häufige Ursachen für einen Hautausschlag sind zum Beispiel:

Oft sind bei einem Hautausschlag rote Flecken auf der Haut erkennbar. Je nach Ursache kann der Hautausschlag aber auch andere Formen annehmen, etwa Pusteln, Quaddeln oder Bläschen. Manchmal ist die Haut an den betroffenen Stellen auch trocken und schuppt ab.

Wenn Sie einen Hautausschlag bei Ihrem Kind entdecken, ist es wichtig, rasch den Haus- oder Kinderarzt aufzusuchen, da das Exanthem auf eine Kinderkrankheit hindeuten kann. Kinderkrankheiten (zum Beispiel Masern oder Röteln) sind häufig stark ansteckend und können zu Komplikationen führen. Daher sollten Sie einen Hautausschlag bei Ihrem Kind stets vom Arzt untersuchen lassen. 

Die einzelnen Hautveränderungen bei einem Hautausschlag heißen in der Fachsprache Effloreszenzen. Die sogenannten Primäreffloreszenzen sind dabei die Veränderungen, die direkt infolge einer Erkrankung auftreten – zum Beispiel rote Pünktchen oder Quaddeln.

Im Verlauf können sich diese Hauterscheinung aber ändern – man spricht dann von Sekundäreffloreszenzen. Dazu ein Beispiel:

  • Ein beginnender Hautausschlag kann durch rote Flecken (Primäreffloreszenz) auffallen.
  • Zunächst tritt das Exanthem nur im Gesicht auf.
  • Nach wenigen Stunden haben sich die Flecken über den gesamten Körper ausgebreitet.
  • Der Hautausschlag ist mit Juckreiz verbunden. Durch Aufkratzen bildet sich eine Blutkruste auf den Flecken, die nun als Sekundäreffloreszenz gilt, da sie sich aus der ersten Hautveränderung entwickelt hat.

Zu Primäreffloreszenzen zählen (in Klammern je der Fachbegriff):

  • Fleck (Macula)
  • Knötchen (Papel)
  • Knoten (Nodus)
  • Bläschen (Vesikel)
  • Blase (Bulla)
  • Pustel (Pustula)
  • Quaddel (Urtica)

Sekundäreffloreszenzen sind:

  • Schuppe (Squama)
  • Kruste (Crusta)
  • Schorf
  • Haut- und Gewebedefekte, Abschürfungen (Erosion und Exkoriation)
  • Geschwür (Ulkus)
  • Plaque (flächig erhabene Hautveränderung)
  • Narbe (Ciatrix)
  • Hauteinrisse (Rhagaden und Fissuren)

Je nach Ursache können unterschiedliche Symptome einen Hautauschlag begleiten. Juckreiz ist häufig, aber auch Schmerzen oder Fieber können zusammen mit dem Exanthem auftreten.

Nicht bei jedem Hautausschlag tritt Juckreiz auf. Juckende Hautausschläge werden in der Medizin oft als Ekzem bezeichnet. Ein akutes (also plötzlich aufgetretenes) Ekzem äußert sich durch brennende oder juckende Haut, die teilweise auch nässt.

Juckender Hautausschlag geht meist mit einer Hautrötung einher – die betroffenen Hautstellen sind überwärmt. Bei einem chronischen (also anhaltenden) Ekzem verändert sich oft die Struktur der Haut – sie wird ledrig und beginnt zu schuppen. Die Haut ist allerdings weniger gerötet.

Die Therapie bei Hautausschlag richtet sich nach der jeweiligen Ursache. Infektionen behandelt der Arzt zum Beispiel mit

Allergische Reaktionen lassen sich mit Antihistaminika und kortisonhaltigen Präparaten lindern. Der Hautausschlag beziehungsweise das Exanthem verschwindet oftmals von alleine, sobald die Grunderkrankung behandelt wird. Unterstützend kann der Arzt aber auch spezielle Salben und Cremes verschreiben, die den Heilungsprozess fördern.

Wie steht es um Ihre Gesundheit?




Symptom-Check


Anzeige