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Gesichtsfeldausfall: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Juli 2014)

Das Gesichtsfeld ist der Bereich, den man sieht, wenn man geradeaus blickt, ohne die Augen zu bewegen. Ein Gesichtsfeldausfall äußert sich in einem eingeschränkten Gesichtsfeld.

Das Gesichtsfeld beschreibt sozusagen die Größe und Auflösung des Bildes, das wir sehen. Das gesunde menschliche Auge ermöglicht im mittleren Bildbereich ein scharfes Sehen. Zu den Rändern hin sehen wir eher unscharf, können aber Bewegungen "aus den Augenwinkeln" gut wahrnehmen.

Man unterscheidet das auf ein Auge bezogene (monokulare) und das beide Augen betreffende (binokulare) Gesichtsfeld, sowie das körpernahe (zentrale) und das körperferne (periphere) Gesichtsfeld. Normalerweise reicht das periphere Gesichtsfeld schläfenwärts bis über 90 Grad, nach unten bis 70 Grad und nach oben sowie nasenwärts jeweils 60 Grad. Das Gesichtsfeld hängt allerdings von der Gewöhnung, der Größe, der Helligkeit und der Farbe des betrachteten Objekts ab und kann von Mensch zu Mensch abweichen. Im Alter nimmt das Gesichtsfeld aufgrund normaler Alterungsprozesse im Auge ab.

Gesichtsfeldausfälle können ein Zeichen von Störungen im Verlauf der Sehbahn und damit von Augen- oder Gehirnerkrankungen sein. Die Sehbahn verläuft von der Netzhaut (Retina) des Auges über den Sehnerv (Nervus opticus), die Sehnervenkreuzung (Chiasma opticum), den Tractus opticus und verschiedene Sehnervenbahnen zu den Sehzentren im Gehirn und der Sehrinde.

Je nachdem, welcher Bereich des Gesichtsfelds nicht mehr eingesehen werden kann, unterscheidet man folgende Formen von Gesichtsfeldausfällen:

  • Skotom: Bei einem Skotom ist die Sehkraft in einem bestimmten Bereich des Gesichtsfeldes herabgesetzt oder fällt ganz aus. Es gibt verschiedene Formen eines Skotoms:
    • relatives Skotom: Objekte im Bereich des Skotoms wirken verwaschen und abgeschwächt
    • absolutes Skotom: Betroffene nehmen Objekte im Bereich des Skotoms nicht wahr
  • Konzentrischer Gesichtsfeldausfall: Diese Gesichtsfeldausfälle können z.B. im äußeren Bereich des Gesichtsfeldes beginnen und sich nach innen ausbreiten.
  • Verzerrungen (Metamorphopsien)
  • Halbseitenausfall (Hemianopsien, z.B. Scheuklappenphänomen): Auf beiden Augen ist jeweils das Gesichtsfeld halbseitig (linksseitig oder rechtsseitig) ausgefallen.
  • Quadrantenausfall (Quadrantenanopsie): Ein Viertel des Gesichtsfelds ist ausgefallen.



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