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Geschwollene Lymphknoten (Lymphknoten­schwellung): Definition

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (26. Juni 2013)

Fast jeder Mensch hat schon einmal geschwollene Lymphknoten am eigenen Körper ertastet – zum Beispiel am Hals oder in der Leiste. Meist führen harmlose Infekte zu einer Lymphknotenschwellung. Aber auch schwerere Erkrankungen können sich durch geschwollene Lymphknoten bemerkbar machen.

Lymphknoten sind die Filterstationen für die Lymphflüssigkeit ("Gewebswasser"). Das Lymphsystem durchzieht, ähnlich wie die Blutgefäße, den Körper und dient der Abwehr von Krankheitserregern; es ist somit Teil des Immunsystems. Die Lymphzellen (Lymphozyten) gehören zu den weißen Blutkörperchen.

Überall im Körper befinden sich Lymphknoten: am Hals, in der Leiste, in der Achsel und in den inneren Organen. Lymphknoten sind dabei immer ähnlich aufgebaut, können aber unterschiedlich groß sein. Geschwollene Lymphknoten können bei vielen verschiedenen Erkrankungen vorkommen, etwa Infektionen, Entzündungen sowie gut- und bösartigen Tumoren.

Dabei gilt: Je nach Ursache können die geschwollenen Lymphknoten in einem ganz bestimmten Verteilungsmuster auftreten: Manchmal ist eine Lymphknotenschwellung auf eine bestimmte Körperregion begrenzt (sog. lokalisierte Lymphknotenschwellung). Oft liegt dann eine Infektion oder Entzündung in diesem Bereich vor. Ein typisches Beispiel sind geschwollene Lymphknoten am Hals infolge einer Erkältung oder eines grippalen Infekts. Ein anderes Beispiel für eine lokale Lymphknotenentzündung: geschwollene Lymphknoten in der Leiste bei Geschlechtskrankheiten wie Gonorrhoe (Tripper) oder einer Infektion mit Chlamydien.

In manchen Fällen finden sich geschwollene Lymphknoten am gesamten Körper des Betroffenen. Mediziner sprechen dann von einer systemischen oder generalisierten Lymphknotenschwellung. Sie kann zum Beispiel bei bestimmten Virusinfektionen wie Röteln oder der sogenannten Mononukleose vorkommen. Auch bei durch Bakterien verursachten Infektionskrankheiten kann es zu einer systemischen Lymphknotenschwellung kommen. Für die Pest, die heute nur noch in Weltregionen mit schlechter Hygiene und Gesundheitsversorgung vorkommt, ist eine eitrige Lymphknotenentzündung mit geschwollenen Lymphknoten charakteristisch.

Neben den infektiösen Ursachen führen auch manche Krebserkrankungen wie Leukämie (Blutkrebs) oder Lymphdrüsenkrebs zu geschwollenen Lymphknoten am ganzen Körper.

Lymphknoten haben eine rundlich-ovale Form und sind normalerweise zwischen 2 mm und 3 cm groß.




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