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Geruchsstörung (Riechstörung, Dysosmie)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Juli 2015)

© Jupiterimages/Stockbyte

Der Begriff Geruchsstörung (Riechstörung, Dysosmie) fasst verschiedene Arten von Störungen des Geruchssinns zusammen. Dabei lassen sich Geruchsstörungen in qualitative und quantitative Riechstörungen unterteilen.

Wer eine qualitative Geruchsstörung hat, nimmt Gerüche anders wahr als Menschen ohne Riechstörungen. Zu den qualitativen Riechstörungen zählen:

  • Parosmie: Betroffene nehmen Gerüche anders wahr. Häufig empfinden sie diese Gerüche als unangenehm.
  • Phantosmie: Menschen, die an dieser Geruchsstörung leiden, nehmen Gerüche wahr, die nicht vorhanden sind – sie phantasieren einen Geruch.
  • Pseudoosmie: Bei dieser Riechstörung deuten Betroffene wahrgenommene Gerüche fantasievoll um (unbewusstes "Fehlriechen").
  • olfaktorische Intoleranz: Betroffene reagieren übersensibel auf Duftstoffe, obwohl die Riechzellen nicht empfindlicher sind als normal.

Bei einer quantitativen Riechstörung erscheinen Gerüche stärker oder weniger stark, als sie von Personen ohne Riechstörung wahrgenommen werden.

Ein Mann riecht an einem Teller mit Essen, ein anderer steht daneben. © Jupiterimages/Blend

Eine veränderte Geruchswahrnehmung kann irritieren.

Es gibt verschiedene quantitative Geruchsstörungen:

  • Wer eine Anosmie hat,nimmt keinerlei Geruchsreize mehr wahr:
    • komplette Anosmie: vollständiger Verlust des Riechvermögens
    • funktionelle Anosmie: sehr deutliche Einschränkung des Riechvermögens
    • partielle Anosmie: Verlust der Empfindlichkeit gegenüber eines bestimmten Duftstoffs oder einer Duftstoffgruppe
  • Bei einer Hyposmie ist das Riechvermögen deutlich gemindert. Menschen mit dieser Art von Geruchsstörung nehmen Gerüche wesentlich schlechter wahr.
  • Eine Kakosmie führt dazu, dass man alle Gerüche als unangenehm empfindet.
  • Menschen mit Hyperosmie reagieren überempfindlich auf Geruchsreize.

Mediziner unterteilen Riechstörungen zudem nach den zugrunde liegenden Ursachen in

  • sinunasale,
  • nicht-sinunasale und
  • idiopathische Störungen.

Sinunasale Geruchsstörungen entstehen nach Erkrankungen der Nase oder der Nasennebenhöhlen. Nicht-sinunasale Geruchsstörungen entstehen zum Beispiel nach Virusinfektionen oder sind angeboren. Sind die Ursachen unbekannt, also weder sinunasal oder nicht-sinunasal, sprechen Ärzte von einer idiopathischen Geruchsstörung.

Riechstörungen treten häufig auf und nehmen mit dem Alter zu. Rund 5 von 100 Menschen leiden an einer Anosmie, können also gar nicht riechen.

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