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Gelbsucht (Ikterus): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. März 2014)

Unter Gelbsucht (Ikterus) versteht man die Gelbfärbung der Haut und Schleimhäute, bedingt durch eine erhöhte Konzentration des Gallenfarbstoffs Bilirubin im Gewebe.

Bilirubin ist ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Bei verschiedenen Erkrankungen der Leber, der Gallenwege und des Bluts liegt zu viel davon im Blut vor. Es lagert sich dann im Gewebe ab und führt zu einer sichtbar gelben Haut, Schleimhaut und Lederhaut des Auges (Sklera).

Ab einer Gesamt-Bilirubin-Konzentration von über zwei Milligramm pro Deziliter (mg/dl) im Blut wird die Gelbsucht als Gelbfärbung in den Augen erkennbar.

Da eine Gelbsucht Anzeichen einer Leber-, Gallen- oder Blutkrankheit sein kann, muss der behandelnde Arzt nach entsprechenden Grunderkrankungen suchen. Dazu befragt er zunächst den Betroffenen unter anderem nach Vorerkrankungen, vorangegangenen Auslandsaufenthalten oder nach dem Alkoholkonsum. Außerdem hilft eine Blutuntersuchung, einen Ikterus beziehungsweise dessen Ursachen festzustellen.

Man sieht einen Mann mit Gelbsucht.

Im Rahmen einer Gelbsucht kommt es zu einer Gelbfärbung der Augen. © Vincent Zuber/CMSP/OKAPIA

Von den krankhaften Ursachen der Gelbsucht abzugrenzen ist jedoch die normale, meist harmlose Gelbfärbung der Haut bei Säuglingen, der sogenannte Neugeborenen-Ikterus. Diese Form der Gelbsucht tritt meistens bei gesunden Säuglingen etwa zwei bis drei Tage nach der Geburt auf. Die erhöhten Bilirubinwerte im Blut normalisieren sich nach rund zwei bis drei Wochen. Es besteht kein Grund zur Sorge, wenn Ihr Kind in den ersten Wochen diese Form der Gelbsucht zeigt.

Im Rahmen einer Gelbsucht kann es – je nach Ursache – neben der typischen Gelbfärbung außerdem zu verschiedenen Symptomen kommen, zum Beispiel:

Welche Therapie bei einer Gelbsucht nötig ist, hängt davon ab, welche Erkrankung dem Ikterus zugrunde liegt. Sind zum Beispiel die Gallenwege durch einen Gallenstein verschlossen und staut sich dadurch die Gallenflüssigkeit auf, entfernt der Arzt den Stein. Die Bilirubinwerte normalisieren sich dann wieder und die Gelbsucht klingt ab.




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