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Fieber: Definition

Veröffentlicht von: Till von Bracht (24. Januar 2014)

Als Fieber bezeichnet man eine Körpertemperatur über 38° Celsius (38°C). Häufig ist Fieber ein Symptom einer Grippe oder einer Erkältung. Die Temperatur lässt sich mit einem geeigneten Fieberthermometer im Enddarm (rektal), unter der Achselhöhle (axillar), im Ohr oder unter der Zunge im Mund (oral) messen.

Die rektale Temperaturmessung gilt als die genaueste. Heute sind elektronische Digital-Fieberthermometer am gebräuchlichsten; ältere Modelle sind Fieberthermometer, die mit Quecksilber oder Alkohol die Temperatur erfassen.

Man unterscheidet verschiedene Arten von Fieber, zum Beispiel:

  • über Tage und Wochen anhaltendes Fieber mit Temperaturschwankungen bis zu 1°C (sog. Fieber-Kontinua)
  • tägliche Fieberschwankungen um 1°C bis 2°C, wobei die Temperatur stets erhöht bleibt (sog. remittierendes Fieber)
  • tägliche starke Fieberschwankungen, die periodisch abfallen und sich mit Unter- oder Normaltemperatur abwechseln (sog. intermittierendes Fieber)
  • langsam ansteigendes, länger anhaltendes Fieber mit fieberfreien Intervallen (undulierendes Fieber)
  • in kurzen Perioden auftretendes Fieber, welches von einem oder mehreren fieberfreien Tagen unterbrochen wird, z.B. bei Malaria (sog. Relapsfieber)

Fieber hilft dem Körper, Bakterien und Viren zu bekämpfen. Denn die erhöhte Körpertemperatur beschleunigt die Stoffwechselvorgänge und verhindert, dass sich Krankheitserreger weiter vermehren.

Das Temperaturzentrum im Gehirn steuert die Wärmeregulation des menschlichen Körpers. Dieses Zentrum liegt im Bereich des sogenannten Hypothalamus, einem Teil des Zwischenhirns. Fieber entsteht dadurch, dass der Sollwert der Körpertemperatur in diesem Temperaturzentrum nach oben verstellt ist. Wenn die Nervenzellen im Temperaturzentrum direkt gereizt werden, steigt die Körpertemperatur.

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Auch fiebererzeugende Stoffe, sogenannte Pyrogene, können Fieber auslösen. So können etwa bestimmte Bestandteile von Bakterien als Pyrogen wirken und zu einer Körpertemperatur über 38°C führen. Fieber kann dazu beitragen, die natürlichen Abwehrprozesse des Körpers zu beschleunigen.

Neben dem Anstieg der Körpertemperatur äußert sich Fieber oft mit Symptomen wie:

Weiterhin kann es durch Fieber zu Schwindel, Wahrnehmungsstörungen und Verwirrtheit kommen. Bei einer sehr hohen Temperatur kann es zu Bewusstseins- und Sinnestrübungen, dem Fieberdelir, kommen.

Ab wann hat man Fieber?

Die Normaltemperatur des Menschen liegt zwischen 36,5°C und 37,5°C. Ab einem Wert von 38°C spricht man von Fieber, ab 39°C von hohem Fieber. Die Höhe des Fiebers ist aber nicht gleichbedeutend mit der Schwere der Erkrankung!

Fieber bei Kindern

Kinder haben häufig Fieber, vor allem, wenn sie noch klein sind. Doch auch wenn das Fieber Eltern beängstigen kann: Hohes Fieber bei Kindern bedeutet nicht gleich, dass das Kind schwer krank ist. Das Fieber zeigt, dass der Körper auf die eingedrungenen Krankheitserreger reagiert und diese bekämpft.

Fieber ist beim Baby und beim Kind eines der häufigsten Symptome, das zu einem Besuch beim Kinderarzt führt. Da das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) beim Baby noch nicht vollständig ausgereift ist, sollten Eltern von Neugeborenen mit Fieber möglichst früh einen Arzt aufsuchen. Er kann die Ursachen des Fiebers abklären und gegebenenfalls eine geeignete Behandlung beginnen. Fieber sollte beim Baby außerdem nicht selbständig mit Medikamenten behandelt werden, da einige fiebersenkende Mittel wie Acetylsalicylsäure für Säuglinge und Kleinkinder nicht geeignet sind.

Insbesondere bei Kleinkindern und Babys sollte darauf geachtet werden, dass diese ausreichend Flüssigkeit aufnehmen. Bei Kindern mit einer entsprechenden Veranlagung kann Fieber zu sogenannten Fieberkrämpfen führen. Dabei handelt es sich um epileptische Anfälle, die meist weniger als 15 Minuten andauern. Ein Fieberkrampf kann bei Kindern im Alter von 6 Monaten und 5 Jahren auftreten – in dieser Altersgruppe sind 3 bis 4 Prozent der Kinder davon betroffen.




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