Sie befinden sich hier:

Startseite > Symptome > Fieber

Fieber

Stand: 26. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Fieber: Definition

Eine Körpertemperatur über 38° Celsius (38°C) bezeichnet man laut Definition als Fieber (lat. Febris). Häufig ist Fieber ein Symptom einer Grippe oder einer Erkältung. Die Temperatur lässt sich mit einem geeigneten Fieberthermometer im Enddarm (rektal), unter der Achselhöhle (axillar), im Ohr oder unter der Zunge im Mund (oral) messen.

Man sieht ein Kind mit einem Fieberthermometer.
Vor allem kleine Kinder entwickeln häufig Fieber.

Die rektale Temperaturmessung gilt als die genaueste. Am gebräuchlichsten sind elektronische Digital-Fieberthermometer; ältere Modelle sind Fieberthermometer die mit Quecksilber die Temperatur erfassen.

Das Temperaturzentrum im Gehirn steuert die Wärmeregulation des menschlichen Körpers. Dieses Zentrum liegt im Bereich des sogenannten Hypothalamus, einem Teil des Zwischenhirns. Fieber entsteht dadurch, dass der Sollwert der Körpertemperatur in diesem Temperaturzentrum nach oben verstellt ist. Wenn die Nervenzellen im Temperaturzentrum direkt gereizt werden, steigt die Körpertemperatur.

Auch fiebererzeugende Stoffe, sogenannte Pyrogene, können Fieber auslösen. So können etwa bestimmte Bestandteile von Bakterien als Pyrogen wirken und zu Fieber führen. Fieber kann dazu beitragen, die natürlichen Abwehrprozesse des Körpers zu beschleunigen.

Man unterscheidet verschiedene Arten von Fieber, so zum Beispiel:

  • Über Tage und Wochen anhaltendes Fieber mit Temperaturschwankungen bis zu 1°C (sog. Fieber-Kontinua)
  • Tägliche Fieberschwankungen um 1°C bis 2°C, wobei die Temperatur stets erhöht bleibt (sog. remittierendes Fieber)
  • Tägliche starke Fieberschwankungen, die periodisch abfallen und sich mit Unter- oder Normaltemperatur abwechseln (sog. intermittierendes Fieber)
  • Langsam ansteigendes, länger anhaltendes Fieber mit fieberfreien Intervallen (undulierendes Fieber)
  • In kurzen Perioden auftretendes Fieber, welches von einem oder mehreren fieberfreien Tagen unterbrochen wird, z.B. bei Malaria (sog. Relapsfieber)

Neben dem Anstieg der Körpertemperatur äußert sich Fieber oft mit Symptomen wie:

Weiterhin kann es zu Schwindel, Wahrnehmungsstörungen und Verwirrtheit kommen. Insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern können auch Fieberkrämpfe auftreten. Bei sehr hoher Temperatur kann es zu Bewusstseins- und Sinnestrübungen, dem Fieberdelir, kommen.

Weiterlesen: Fieber: Ursachen

Das könnte Sie auch interessieren

Krankheitsgebiete

Krankheitsgebiete

Welche Erkrankungen können sich hinter bestimmten Symptomen und Beschwerden verbergen? Hier finden Sie alle Krankheiten nach Krankheitsgebieten sortiert. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.