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Erbrechen (Emesis, Vomitus)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. März 2015)

© Jupiterimages/PhotoDisc

Übelkeit, Brechreiz und ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend – so kündigt sich oft Erbrechen an. Erbrechen ist im Grunde genommen ein Schutzmechanismus des Körpers. Durch die schwallartige und meist unwillkürliche Entleerung des Magens entledigt er sich schädlicher Stoffe. Mediziner bezeichnen Erbrechen auch als Emesis oder Vomitus.

Das Gefühl von Übelkeit und der Reiz für Erbrechen entstehen im Gehirn. Im Hirnstamm befindet sich das sogenannte Brechzentrum. Verschiedene Ursachen und Umstände können das Brechzentrum reizen und dadurch Übelkeit und Erbrechen auslösen. Zu diesen Ursachen gehören vor allem Magen-Darm-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und Vergiftungen (z.B. durch Alkohol) – aber auch psychische Faktoren wie Ekel. Weiterhin können Übelkeit und Erbrechen durch weitere Erkrankungen wie zum Beispiel Essstörungen, Augen- oder Ohrenerkrankungen hervorgerufen werden. Manche Menschen führen Erbrechen auch absichtlich, also durch Willkür herbei.

Je nachdem, was die betroffene Person erbricht, unterscheidet man beim Erbrechen:

  • Erbrechen von Gallenflüssigkeit (Galleerbrechen)
  • Bluterbrechen (Hämatemesis)
  • Koterbrechen (Miserere oder Kopremesis)
Ein Frau hockt vor einer Toilette und erbricht sich. © Jupiterimages/iStockphoto

Verschiedene Faktoren können das Brechzentrum im Gehirn reizen und Erbrechen hervorrufen.

Vor allem länger anhaltendes Erbrechen sowie Bluterbrechen müssen unbedingt ursächlich untersucht und von einem Arzt behandelt werden. Kommt es über einen längeren Zeitraum immer wieder zu Erbrechen, ist es wichtig, durch die richtige Therapie den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust auszugleichen. Erbricht jemand immer gleich wieder, was er zuvor getrunken hat, benötigt er Flüssigkeit und Elektrolyte als Infusion über die Vene. Bei leichtem Erbrechen – zum Beispiel im Rahmen eines Magen-Darm-Infekts – reicht es oft aus, sich und den Magen einige Tage zu schonen. Fenchel- und Kamillentee, kohlensäurearmes Wasser, Magenschonkost und ausreichend Ruhe sind bei Übelkeit und Emesis altbewährte Therapie-Maßnahmen.

Haben Übelkeit und Erbrechen eine bekannte Ursache, so zielt die Therapie darauf ab, diese möglichst rasch zu beheben. Um die Brechanfälle zu stoppen und der Übelkeit entgegenzuwirken, kann zudem auch eine symptomatische Therapie mit Medikamenten sinnvoll sein. Wirkstoffe gegen Übelkeit und Erbrechen bezeichnet man als Antiemetika. Wenn die Mittel nicht im Magen bleiben, kann der Betroffene sie auch als Zäpfchen anwenden. In schweren Fällen von Erbrechen verabreicht der Arzt die Antiemetika als Infusion.

Darüber hinaus gibt es pflanzliche Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen, die zum Beispiel folgende Extrakte enthalten:

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