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Diplopie (Doppeltsehen): Wenn man Doppelbilder sieht

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Juli 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Bei einer Diplopie (Doppeltsehen) sieht der Betroffene Doppelbilder – was sehr beängstigend sein kann. Normalerweise führt das Gehirn die vom linken und rechten Auge wahrgenommenen Bilder zu einem räumlichen Bild zusammen. Bei Diplopie ist dieser Vorgang gestört: Es entstehen Doppelbilder. Die Ursachen einer Diplopie sind vielfältig.

Doppelbilder entstehen meist, wenn die Achsen der beiden Augen nicht im richtigen Verhältnis zueinander stehen, sodass das Gehirn die Sinneswahrnehmungen nicht zu einem Bild verschmelzen kann (sog. binokulare Diplopie). Wenn ein Auge zugehalten wird, sind die Doppelbilder dann verschwunden. Binokulare Doppelbilder können zahlreiche Ursachen haben. Manchmal kommt es aber auch zu Doppelbildern, die nur von einem Auge ausgelöst werden. Sie entstehen, wenn das einfallende Licht an Hornhaut oder Linse unregelmäßig bricht. Ärzte sprechen dann von einer monokularen Diplopie.

Das menschliche Auge ist ein empfindliches Sinnesorgan. Um den eigentlichen Sehvorgang zu verstehen, lohnt es sich, den Aufbau des Auges einmal näher zu betrachten: Das Licht, das beim Sehen auf das Auge trifft, gelangt durch die Hornhaut, Pupille, Linse und den Glaskörper auf die Netzhaut (Retina). Hornhaut und Linse bündeln dabei den Lichtstrahl; über die Pupille reguliert das Auge, wie viel Licht tatsächlich auf die Netzhaut gelangt. Hierzu zieht sich die Regenbogenhaut, die um die Pupille herum liegt, zusammen. Bei starkem Lichteinfall wird die Pupille dadurch ganz klein. Ist es dunkel, vergrößert sie sich hingegen.

Auf der Netzhaut befinden sich spezielle Sinneszellen – die Stäbchen und die Zapfen. Die Stäbchen sind für das Schwarz-Weiß-Sehen zuständig, die Zapfen für Farbtöne. Das einfallende Licht reizt diese Sinneszellen nun unterschiedlich stark. Die Stäbchen und Zapfen erzeugen daraufhin verschiedene Nervensignale – auf der Netzhaut entsteht ein Bild, das zunächst auf dem Kopf steht. Über den Sehnerv gelangen diese Nervenimpulse nun zur Sehrinde im Gehirn. Das Gehirn wertet die Signale schließlich aus und dreht das Bild um 180 Grad.

Beim Doppeltsehen ist dieser komplexe Sehvorgang gestört. Diplopie und die daraus resultierenden Doppelbilder können zahlreiche Ursachen haben. Woher die Diplopie im Einzelfall kommt, muss der Arzt deshalb mithilfe verschiedener Tests herausfinden. Zu möglichen Ursachen, die den Sehvorgang beeinträchtigen und eine Diplopie beziehungsweise Doppelbilder verursachen können, zählen zum Beispiel:

Auch nach Alkoholgenuss können die Augenmuskeln vorübergehend erschlaffen und man sieht für eine begrenzte Zeit doppelt.

Wenn eine Diplopie plötzlich auftritt und länger anhält, sollten Sie die Ursache der Doppelbilder in jedem Fall ärztlich abklären lassen.

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