|
Sie befinden sich hier:
Startseite > Symptome > Bluterbrechen (Hämatemesis)
Bluterbrechen (Hämatemesis)
Bluterbrechen (Hämatemesis)Stand: 18. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bluterbrechen (Hämatemesis): DefinitionBluterbrechen ist das Erbrechen von Blut aus dem Magen oder der Speiseröhre. Mediziner sprechen von "Hämatemesis". Ursachen von Bluterbrechen sind Blutungen im oberen Magen-Darm-Bereich. Blut aus der Speiseröhre, dem Magen oder dem oberen Teil des Dünndarms, dem sogenannten Zwölffingerdarm, ist im Erbrochenen sichtbar. Wenn Blut mit Magensäure in Berührung kommt, verfärbt es sich schwarz. Dies ist beispielsweise bei einem blutenden Magengeschwür der Fall. Erbricht der Betroffene dieses Blut, erinnert sein Aussehen an Kaffeesatz ("kaffeesatzartiges Bluterbrechen"). Frisches Blut, das noch nicht durch die Magensäure angegriffen wurde, ist hingegen hellrot und stammt etwa aus einer verletzten, spitzenden Krampfader der Speiseröhre (Ösophagusvarize). Neben einem Magengeschwür und Ösophagusvarizen kommen auch Magenschleimhautdefekte, Schleimhautschäden in der Speiseröhre oder ein Zwölffingerdarmgeschwür bei der Hämatemesis als Ursachen infrage. In seltenen Fällen ist Magenkrebs die Ursache von Bluterbrechen. Bei Bluterbrechen stellt der Arzt die Diagnose bereits anhand der Beschwerden, dem Erbrechen von Blut. Die weiteren Untersuchungen sind darauf gerichtet, die Ursache der Hämatemesis zu finden und die richtige Therapie einzuleiten. Dazu klärt der Arzt zunächst in einem Gespräch, ob Erkrankungen bekannt sind, die zu Bluterbrechen führen können, zum Beispiel ein Magengeschwür oder Ösophagusvarizen. Anschließend führt er eine Spiegelung des Magens und Zwölffingerdarms durch, um zu erkennen, an wo die Blutung auftritt. Manchmal sind weitere Untersuchungen wie eine Röntgenaufnahme, eine Ultraschalluntersuchung oder Bluttests nötig, um bei Hämatemesis die Diagnose zu stellen. Die Therapie der Hämatemesis richtet sich nach der jeweiligen Ursache. Generell handelt es sich bei Bluterbrechen um einen Notfall. Der Betroffene muss sofort behandelt werden. Oberstes Ziel ist es dabei, die Blutung zu stillen. Häufig ist dies bereits im Rahmen der Diagnose bei der Spiegelung des Magens und Zwölffingerdarms möglich. Ist etwa eine Ösophagusvarize die Ursache, verödet der Arzt diese Krampfader und stillt so die Blutung und das Bluterbrechen. Manchmal ist auch eine Operation nötig, zum Beispiel bei einem blutenden Magengeschwür. Dieses entfernt ein Chirurg in einem operativen Eingriff. Weiterlesen: Bluterbrechen (Hämatemesis): Ursachen Das könnte Sie auch interessieren
KrankheitsgebieteWelche Erkrankungen können sich hinter bestimmten Symptomen und Beschwerden verbergen? Hier finden Sie alle Krankheiten nach Krankheitsgebieten sortiert. mehr ... Weitere Themen:Am häufigsten gelesen
Leben mit KrebsIm Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ... Weitere Themen:
Disclaimer:© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten. |