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Blut im Urin (Hämaturie): Definition

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (25. Juni 2013)

Blut im Urin (Hämaturie) ist ein Symptom, das unterschiedliche Ursachen haben kann. In einigen Fällen zeigt sich Blut im Urin auch beim gesunden Menschen: In geringen Mengen kann es zum Beispiel nach einer extremen körperlichen Belastung auftreten. Allerdings kann Blut im Urin auch Zeichen von Erkrankungen der Blase, Nieren und anderer Harnwegsorgane sein.

Mögliche Ursachen der Hämaturie sind zum Beispiel:

Es gibt zudem verschiedene geschlechtsspezifische Ursachen von Blut im Urin: Bei Frauen kann es sich um Verunreinigungen des Urins durch die Monatsblutung handeln. Bei Männern können Erkrankungen der Prostata, zum Beispiel eine Prostataentzündung (Prostatitis) oder eine gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie), zu Hämaturie führen.

Mediziner unterscheiden zwei Formen der Hämaturie: Bei einer Mikrohämaturie (mikro = klein) ist das Blut im Urin nur mikroskopisch oder mittels Urin-Teststreifen erkennbar – der Urin ist noch nicht rot verfärbt. Eine andere Form der Hämaturie ist die Makrohämaturie (makro = groß), bei der sich der Urin durch das enthaltene Blut mit bloßem Auge sichtbar rot färbt. Die Hämaturie-Form sagt aber nichts über die Ursachen oder den Ort der Blutung aus.

Ist der Urin noch nicht rot verfärbt, erkennt der Labormediziner mithilfe eines Mikroskops, ob sich Blut im Urin befindet. Zählt er bei einer 400fachen Vergrößerung in einem bestimmten Volumen mehr als fünf rote Blutkörperchen (Erythrozyten) pro Gesichtsfeld unter dem Mikroskop, liegt eine Mikrohämaturie vor. Bei einer Makrohämaturie befinden sich mehr als 50 rote Blutkörperchen pro Gesichtsfeld im Urin.




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