Anzeige

Anzeige

Blähungen: Flatulenz und Meteorismus

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. März 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Blähungen sind unangenehm und vielen Menschen zudem peinlich. In den meisten Fällen gibt es für die übermäßigen "Darmwinde" eine harmlose Erklärung.

Bei Blähungen befinden sich meist zu viele Gase im Darm. Es kann auch sein, dass eine Person das Gefühl hat, "aufgebläht" zu sein, obwohl die Gasmenge objektiv nicht vermehrt ist.

Blähungen wird häufig als Oberbegriff für unterschiedliche Beschwerden verwendet – vom Gefühl des "Aufgeblähtseins" bis hin zum Abgang von Darmwinden. Wenn der Bauch gebläht und vorgewölbt ist ("Blähbauch"), sprechen Ärzte von Meteorismus (aus dem Griechischen für "in der Luft befindlich"). Um eine Flatulenz (lat. flatus: Wind, Blähung) handelt es sich, wenn übermäßig viele Darmgase über den After (Anus) abgehen.

Bei einer Flatulenz entweichen zu viele Gase aus dem After – Meteorismus liegt vor, wenn der Bauch gebläht ist.

Blähungen sind nicht nur lästig, sie können auch mit weiteren Beschwerden verbunden sein, so etwa mit Bauchschmerzen. Zu Schmerzen kann es kommen, wenn Darmgase nicht ausreichend entweichen, sodass sich die Darmwände dehnen. Besonders unangenehm ist für viele der Betroffenen – neben dem Geruch, den Blähungen verursachen können – der geräuschvolle Abgang von Winden. Dieses Geräusch entsteht, wenn die Analöffnung durch die austretenden Gase vibriert.

Je nach Ursache können Flatulenz und Meteorismus mit weiteren Symptomen verbunden sein. Dazu zählen etwa

In den meisten Fällen sind Blähungen harmlos und nur ein vorübergehendes Phänomen. So können zum Beispiel falsche Ernährung, zu hastiges Essen und Stress, aber auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z.B. Laktoseintoleranz) Blähungen auslösen. Manchmal können aber auch verschiedene Darmerkrankungen sowie Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und der Gallenwege die Ursachen für Blähungen sein. Daher sollten Sie bei länger anhaltenden oder plötzlich auftretenden Blähungen vorsichtshalber den Arzt aufsuchen, insbesondere, wenn weitere Beschwerden wie etwa Erbrechen oder Bauchschmerzen hinzukommen.

Geht man wegen Blähungen zu einem Arzt, fragt dieser zunächst nach eingenommenen Medikamenten, Vorerkrankungen und begleitenden Beschwerden sowie nach den Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Nach einer gründlichen körperlichen Untersuchung sind eventuell weitere diagnostische Maßnahmen notwendig. Dazu gehören unter anderem eine Ultraschalluntersuchung des Bauchs, Röntgenuntersuchungen, Stuhluntersuchungen oder Blutuntersuchungen. Auch spezielle Tests zum Nachweis einer Nahrungsmittelunverträglichkeit (z.B. ein H2-Atemtest bei Verdacht auf eine Laktoseintoleranz) können unter Umständen sinnvoll sein.

Wenn Sie unter einem Blähbauch (Meteorismus) und starkem Abgang von Darmgasen (Flatulenz) leiden und der Arzt eine Erkrankung ausgeschlossen hat, sollten Sie auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Bewegung achten. Zusätzlich gibt es einige Hausmittel gegen Blähungen, wie

Diese nimmt man als Tees oder pflanzliche Arzneimittel zu sich. Die Heilpflanzen enthalten Bitterstoffe und regen die Verdauungssäfte an, wirken blähungstreibend (karminativ) und / oder krampflösend (spasmolytisch). Eine Wärmflasche entspannt den Darm zusätzlich und kann Blähungen und Bauchkrämpfe lindern.

Darüber hinaus können zur Behandlung von Blähungen, die mit starken Bauchkrämpfen einhergehen, krampflösende Schmerzmittel, sogenannte Spasmolytika (wie Butylscopolamin), hilfreich sein.

Wie steht es um Ihre Gesundheit?




Symptom-Check


Anzeige