Zirkeltraining

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. April 2014)

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Von Station zu Station hecheln, schwere Medizinbälle werfen und auf wackligen Holzbänken so oft wie möglich hoch und runter springen – in der Schule war Zirkeltraining bei den meisten nicht besonders beliebt. Wenn man dieses Stationstraining aber einmal genauer unter die Lupe nimmt, wird schnell klar, warum Sportlehrer ihre Schüler so gerne im Kreis trainieren lassen: Die Übungen sind effektiv, das Training kann individuell auf die Übungsgruppe abgestimmt werden und alle Teilnehmer können gleichzeitig auf kleinem Raum mit geringem Aufwand trainieren.

Beim Zirkeltraining (auch Stationstraining oder englisch = circuittraining genannt) trainieren mehrere Sportler gleichzeitig an verschiedenen Stationen. An jeder Station absolvieren die Teilnehmer eine andere Übung. Die Übungen beim Zirkeltraining können von reinem Krafttraining bis hin zu einem vielseitigen Ganzkörpertraining variieren und reichen je nach Trainingsziel der Gruppe von Sit-ups über Seilspringen bis Liegestütze oder Bankdrücken.

Als Unterstützung können auch Geräte wie Hanteln oder Gymnastikbälle zum Einsatz kommen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man in der Sporthalle, im Freien oder an Geräten im Fitnessstudio trainiert.

Das erste Zirkeltraining wurde 1952 von Ronald Ernest Morgan und Graham Thomas Adamson an der Universität von Leeds nach dem Vorbild des amerikanischen Bodybuilding-Systems auf den Weg gebracht. Es bestand aus 24 Übungen an 9 Stationen. Nach Deutschland schaffte es das "Circuittraining" in den 1960er Jahren. Seither findet man das Stationstraining nicht nur im Sportunterricht, sondern auch im Angebot vieler Sport- und Turnvereine oder in Fitnessstudios.

Ob aktive Wettkampfsportler, Gesundheitssportler oder Fitnessbegeisterte – Zirkeltraining eignet sich für fast jede Zielgruppe. Denn die Übungen an den Stationen lassen sich durch Art, Anzahl und Abfolge der Übungsformen beliebig an die unterschiedlichen Voraussetzungen der einzelnen Personen anpassen.

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