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Knochenhautentzündung (Periostitis) im Sport

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (13. September 2012)

Allgemeines

Eine Knochenhautentzündung (Periostitis) kann sehr schmerzhaft sein. Häufig haben Sportler damit zu kämpfen – insbesondere Läufer leiden häufig unter einer Knochenhautentzündung, so zum Beispiel im Bereich des Schienbeins. Auch wenn es schwerfällt – wer verhindern will, dass die Periostitis chronisch wird, sollte vor allem eins tun: für eine Weile mit dem Training pausieren.

Eine Periostitis ist eine akute oder chronische Entzündung der Knochenhaut (Periost). Die Knochenhaut ist fest mit dem Knochen verbunden und enthält neben Blut- und Lymphgefäßen auch viele Nerven – daher ist sie sehr schmerzempfindlich. Eine Knochenhautentzündung entsteht insbesondere an Stellen, an denen sich viele Muskeln oder Sehnen über der Knochenhaut befinden.

Zu typischen Beschwerden einer Periostitis zählen:

  • Schmerzen, die insbesondere bei Belastung und bei Druck auftreten,
  • Schwellungen und
  • eine eingeschränkte Beweglichkeit.

Mithilfe von bildgebenden Verfahren kann der Arzt die Knochenhautentzündung von anderen möglichen Erkrankungen – wie zum Beispiel einem Ermüdungsbruch – unterscheiden. In der Röntgenuntersuchung erscheint die Knochenhaut bei einer Periostitis meist unauffällig oder nur leicht verdickt. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine Knochenszintigraphie können ebenfalls sinnvoll sein, um die Diagnose bei Verdacht auf Knochenhautentzündung zu sichern.

Abbildung eines Röhrenknochen, inklusive Ausschnittvergrößerung mit Knochenaufbau

Die Knochenhaut umhüllt die Oberfläche der Knochen.

Eine Knochenhautentzündung kann das sportliche Training nahezu unmöglich machen. Die Periostitis verläuft oft chronisch; sie kann nach längerer symptomfreier Zeit wieder aufflammen, insbesondere, wenn der Betroffene das Training zu früh wieder aufnimmt.

Besonders häufig tritt eine Knochenhautentzündung bei Sportlern am Schienbein auf – das sogenannte Schienbeinkantensyndrom.

Knochenhaut – was ist das?

Die Knochenhaut (Periost) ist eine gelbliche Hülle aus Bindegewebe, die in zwei Schichten fast die gesamte äußere Oberfläche des Knochens bedeckt. In der äußeren, von Fasern durchzogenen Schicht (Stratum fibrosum, Faserschicht) sind Sehnen und Bänder reißfest miteinander verbunden. Die innere Schicht (Stratum osteogenicum) ist reich an Nerven und Gefäßen. Sie versorgt den Knochen mit Nährstoffen.

Nur an bestimmten Stellen der Knochenoberfläche fehlt die Knochenhaut:

  • an überknorpelten Gelenkflächen,
  • an Bereichen, die von Gelenkinnenhaut überzogen sind
  • und dort, wo Bänder, Muskeln und Sehnen mit dem Knochen verbunden sind.

Bitte nur volle Jahre z. B. 28

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