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Oralsex (Oralverkehr)

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (15. April 2011)

Überblick

Beim Oralsex (Oralverkehr) stimuliert eine Person den Intimbereich des Partners mit dem Mund. Ob sanft oder kräftig, langsam oder schnell, nur mit den Lippen, mit der Zunge oder unter Einsatz der Zähne – der Phantasie sind beim Oralsex keine Grenzen gesetzt. Wichtig sind dabei nur zwei Dinge: Oralverkehr muss beiden gefallen und man sollte sich ausreichend vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen!

Oralsex kann beispielsweise als Vorspiel vor dem vaginalen Geschlechtsverkehr dienen, aber auch den Mann oder die Frau bis zum Orgasmus führen. Einige Menschen erleben diese Sexualpraktik als besonders befriedigend – manche können sogar nur beim Oralsex zum sexuellen Höhepunkt gelangen. Wie genau Oralverkehr vollzogen wird – ob nur mit den Lippen, mit der Zunge oder sogar mit den Zähnen – hängt vom individuellen Geschmack des Paares ab. Während einige Paare diese Sexualpraktik ablehnen, empfinden andere Oralverkehr als sehr lustvoll und anregend.

Ein Paar kann sich beim Oralverkehr auch gleichzeitig mit dem Mund verwöhnen, indem es zum Beispiel die sogenannte 69er-Stellung einnimmt. Dabei wendet sich der Kopf beziehungsweise Mund des Partners den Genitalien des anderen zu und umgekehrt. Bildlich kann man sich diese Stellung in Form der auf der Seite liegenden Zahl 69 vorstellen.

In der Regel versteht man unter Oralsex die Stimulation der Genitalien. Daher wird er auch als orogenitaler Sexualkontakt bezeichnet. Im weiteren Sinne zählt zum Oralverkehr auch, wenn der Analbereich mit Zunge und Lippen stimuliert wird (sog. Oroanalkontakt oder Anilingus).

In der Geschichte waren die Auffassungen über Oralsex in unterschiedlichen Kulturen sehr verschieden. Während die orale Befriedigung im Christentum zeitweise sogar verboten war – insbesondere unter Männern war sie verpönt –, wird Oralsex im Hinduismus auch heute noch sehr geschätzt.






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