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Missionarsstellung

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (05. September 2011)

© Jupiterimages/iStockphoto

Mann oben, Frau unten: Die Missionarsstellung ist der Klassiker unter den Stellungen beim Geschlechtsverkehr. Während manche Menschen diese Position langweilig finden, greifen viele andere Paare gern auf die Missionarsstellung zurück.

Die Missionarsstellung ist vermutlich deshalb so beliebt, weil sie eine einfache und – im Vergleich zu vielen anderen Stellungen – relativ bequeme Position darstellt. Eine Besonderheit dieser Stellung: Sie ist größtenteils uns Menschen vorbehalten. Im Tierreich kommt die Missionarsstellung nur sehr selten vor.

Auch beim Geschlechtsverkehr unter Männern ist die Missionarsstellung möglich. Der auf dem Rücken liegende Mann muss die Beine bei der Missionarsstellung entsprechend anheben, damit der aktive Partner in seinen After eindringen kann.

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Warum nennt man diese Stellung Missionarsstellung? Fest steht: Mit Missionaren hat die Missionarsstellung eigentlich nichts zu tun – eine falsche Interpretation führte jedoch dazu, dass diese Sexposition mit Missionaren in Verbindung gebracht wurde. Der Sexualforscher Alfred Charles Kinsey (1894-1956) hatte Aufzeichnungen über das Sexualleben der Südseebewohner gelesen, die vom polnischen Anthropologen Bronislaw Malinowski verfasst worden waren. Nach Kinseys Auslegung hatten die Bewohner Zeichnungen herumgereicht, die Missionare – mit "Missionaren" waren nicht-einheimische Personen gemeint – beim etwas eintönigen Liebesspiel gezeigt hatten und dies als Missionarsstellung bezeichnet hatten. Der Amerikaner Robert Priest konnte jedoch belegen, dass Kinsey die Schriften falsch interpretiert hatte: Die Südseebewohner hatten sich zwar über die Sexpraktiken der Weißen belustigt, jedoch nie von Missionaren oder der Missionarsstellung gesprochen.

Exotische und ausgefallene Stellungen bringen sicher etwas Pepp in das Liebesleben vieler Paare. Aber auch die Missionarsstellung hat ihren Reiz – denn hier sind viele Variationen möglich. Egal, welche Stellung Sie wählen: Fantasie ist gefragt!

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