Kamasutra: Kamasutra-Stellungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Juni 2011)

Im Kamasutra beschriebene Stellungen des Liebesaktes sind oft der Natur entnommen, besonders der Tierwelt und der Mythologie. Das Kamasutra inspiriert durch zahlreiche Bilder und detaillierte Beschreibungen zu verschiedensten Stellungen beim Geschlechtsverkehr, mittels derer es den Liebenden in jeder Lage guten Sex und höchsten Genuss verspricht.

Einige der im Kamasutra dargestellten Stellungen sind so abstrakt, dass sie nur nach langjährigem Yogatraining zu bewältigen sind. Man vermutet allerdings, dass einige dieser abstrakten Sexstellungen frei erfunden sind, um beim Betrachter Erstaunen oder Belustigung auszulösen.

Ein Paar küsst sich. © Jupiterimages/Hemera

Das Kamasutra ist für seine fantasievollen Stellungen bekannt.

Im Kamasutra sind die unterschiedlichen Stellungen mit klangvollen Namen betitelt wie etwa:

  • "der Schmetterling",
  • "Lotusstellung",
  • "heilige Kuh" oder
  • "weit geöffnete Muschelstellung".

Wichtig bei der Anleitung für einzelne Positionen sind immer Elemente, die Stimmung schaffen und ein erregendes Vorspiel erzeugen. Zu den wesentlichen Bestandteilen der im Kamasutra beschriebenen Praktiken gehören raffinierte Finger- und Zungentechniken und spannende Stellungswechsel. Auch die Stimme darf immer wieder in möglichst erotischer Tonlage zum Einsatz kommen, um die Atmosphäre besonders angenehm zu gestalten.

Lust und Sinnlichkeit werden nach dem Kamasutra zum Beispiel aus gekonnten Küssen sowie durch leidenschaftliches Beißen und Kratzen entfacht. Auch Anregungen, wie man Sex-Spielzeuge (z.B. Dildos aus Edelmetall oder Horn) ins Liebesspiel integriert, gehören zum Repertoire des Kamasutra.

Das Kamasutra leitet Paare dazu an, in ihrer Beziehung für Entspannung, aber auch für frischen Wind zu sorgen. Bei den verschiedenen Stellungen spielen sowohl Nähe und Leidenschaft als auch Spaß, Genuss und Begierde eine wesentliche Rolle. Dabei sind die Stellungen nicht starr festgelegt, sondern lassen sich je nach Lust und Laune variieren und kombinieren. Wichtig ist vor allem, dass beide Partner Spaß an der Sache haben, sich einander hingeben und den Liebesakt mit einer gewissen Leichtigkeit erleben können.

Aus heutiger Sicht ist das Kamasutra für die damalige Zeit ein außerordentlich freizügiges und fortschrittliches Werk in Sachen Sex und Erotik – so fortschrittlich, dass es auch heute noch viele Anhänger und Nachahmer findet.