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Jodbedarf in Schwangerschaft und Stillzeit

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (17. April 2013)

© Jupiterimages/iStockphoto

Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das der Körper braucht, um Schilddrüsenhormone aufzubauen. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollten Frauen daher ausreichend Jod zu sich nehmen – schließlich müssen sie nicht nur sich selbst versorgen, sondern auch ihr Kind.

Jod gehört zu den essenziellen, also lebensnotwendigen Spurenelementen. Diese braucht der Körper, damit seine Stoffwechselprozesse reibungslos ablaufen. Allerdings kann er sie nicht selber herstellen, sondern muss sie mit der Nahrung aufnehmen.

Jod benötigt der Körper vor allem, um Schilddrüsenhormone aufzubauen. Diese haben eine zentrale Funktion: Sie sind zum Beispiel am Wachstum, an der Knochenbildung und der Entwicklung des Gehirns sowie am Energiestoffwechsel beteiligt.

Der Jodbedarf während Schwangerschaft und Stillzeit

Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt bei rund 200 Mikrogramm (µg) Jod. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit brauchen Frauen allerdings mehr Jod: Sie sollten 230 bis 260 µg Jod täglich zu sich nehmen.

Denn bereits ab der 10. oder 12. Schwangerschaftswoche (SSW) müssen Sie auch Ihr Kind mit Jod versorgen! Ab diesem Zeitpunkt nämlich speichert der Körper des Babys das Spurenelement, da in der 14. SSW seine Schilddrüse beginnt zu arbeiten.

Damit sie auch nach der Geburt des Kindes weiter einwandfrei funktioniert, ist es außerdem wichtig, dass das Baby über die Muttermilch mit ausreichend Jod versorgt wird.

Jodmangel während Schwangerschaft und Stillzeit

Ein Jodmangel während der Schwangerschaft oder während der Stillzeit kann für das Kind schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben: Er kann körperliche und geistige Entwicklungsstörungen hervorrufen, außerdem erhöht ein Jodmangel in der Schwangerschaft das Risiko für eine Fehl-, Früh- oder Totgeburt.

Auch für die werdende Mutter ist ein Jodmangel nicht gesund: Sie kann, ebenso wie ihr Kind, eine Struma (Kropf) – also eine vergrößerte Schilddrüse – oder eine Schilddrüsenunterfunktion entwickeln.

Den täglichen Jodbedarf decken

Damit Sie genügend Jod zu sich nehmen, ist vor allem eines wichtig: eine ausgewogene Ernährung. So gut wie alle Lebensmittel enthalten Jod, die meisten jedoch nur in geringen Mengen. Deshalb sollten Sie im Haushalt konsequent Jodsalz verwenden und bevorzugt Produkte kaufen, die mit Jodsalz hergestellt wurden.

Sehr gute Jodlieferanten sind

  • Seefische wie Schellfisch, Seelachs oder Kabeljau sowie
  • Meeresfrüchte wie Miesmuscheln, Hummer und Garnelen.

Diese sollten ein- bis zweimal pro Woche auf Ihrem Speiseplan stehen. Aber Vorsicht: Auf rohen Fisch sollten Sie in der Schwangerschaft lieber verzichten!


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