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25. Schwangerschaftswoche (SSW)

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (12. Februar 2014)

Allgemeines

Ab der 25. Schwangerschaftswoche (SSW) muss das Baby hauptsächlich an Gewicht zulegen. Im Falle einer Frühgeburt hat das Baby, das jetzt etwa 800 Gramm bei 33 Zentimetern wiegt, in der 25. SSW schon gute Überlebenschancen.

Zwischen Beginn der 24. SSW und Ende der 27. SSW wird ein weiterer Antikörper-Suchtest durchgeführt (der erste wird bei der Erstuntersuchung vorgenommen), um eine Rhesusunverträglichkeit auszuschließen. Kommt es während der Geburt zu einem Blutkontakt zwischen Mutter und Kind, kann sich eine Unverträglichkeit zwischen den verschiedenen Blutgruppen entwickeln, die sich bei einer zweiten Schwangerschaft auswirken kann.

Dann reagiert das Abwehrsystem der Mutter auf bestimmte Blutgruppenmerkmale des kindlichen Bluts (sog. Rhesusfaktoren): Spezielle Rhesus-Antikörper zerstören dabei die kindlichen rote Blutkörperchen. Die Antikörper-Suchttests sollen das verhindern. Bei Bedarf wird der werdenden Mutter eine sogenannte Rhesusprophylaxe verabreicht (bei der Geburt oder zwischen der 28. SSW und der 40. SSW).

Zwischen Beginn der 25. SSW und Ende der 28. SSW wird jeder Schwangeren ein Test auf Schwangerschaftsdiabetes angeraten. Dieser wird vom Hausarzt oder vom Frauenarzt durchgeführt. Die Schwangere muss hierbei eine Traubenzuckerlösung trinken – nach einer Stunde nimmt der Arzt Blut ab und bestimmt den Blutzuckerwert. Ein Wert über 140 mg/dl deutet auf Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) hin. Die endgültige Klärung bringt ein sogenannter Zuckerbelastungstest, der aufwendiger ist. Hierbei wird der Blutzuckerwert nüchtern sowie eine und zwei Stunden nach der Verabreichung von 75 Gramm Traubenzucker bestimmt.

Liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor, reicht es häufig aus, die Ernährung in der Schwangerschaft umzustellen, um ihn zu beheben. Reicht das nicht aus, kann bis zur Geburt Insulin verabreicht werden. Mit der Geburt verschwindet in der Regel auch der Diabetes.

Der Test auf Diabetes wird nicht von den Krankenkassen übernommen, es sei denn, es liegt ein begründeter Verdacht auf Schwangerschaftsdiabetes vor.

In der 25. SSW ist das Baby etwa 23 Wochen alt – der Unterschied zwischen Lebensalter und Schwangerschaftswoche kommt daher, dass die ersten zwei Schwangerschaftswochen lediglich der Berechnung dienen. Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Diese Rechnung hat sich bewährt, da sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt.

Die Mutter in der 25. SSW

Ab der 25. Schwangerschaftswoche (SSW) wird die Schwangerschaft für viele Frauen langsam beschwerlich. Der wachsende Bauch belastet den Rücken, das Gewicht drückt auf die Blase, es wird immer schwerer, eine geeignete Schlafposition zu finden. Oft hilft es, auf der Seite zu liegen, das untere Bein auszustrecken und das obere Bein anzuwinkeln. Unter das obere Bein kann außerdem ein Stillkissen oder Seitenschläferkissen gelegt werden.

Der Bauch wächst jetzt schneller, weil nicht nur das Baby an Gewicht zulegt, sondern auch mehr Fruchtwasser gebildet wird und die Mutter Fettpölsterchen einlagert, die als Konserven für die energiezehrende Stillzeit gebraucht werden. Wenn die Veranlagung da ist, zeigen sich in dieser Zeit oft die ersten Schwangerschaftsstreifen an Brüsten und Bauch, meist auch an den Oberschenkeln. Außerdem können die Blutgefäße deutlicher hervortreten, besonders an Händen und Füßen.

Da der Schwangerschaftsbauch nach vorne zieht, verlagert sich jetzt auch der Schwerpunkt der werdenden Mutter, die automatisch im Hohlzkreuz geht. Der weibliche Körper ist dafür bestens gerüstet, da bei Frauen, anders als bei Männern, die letzten drei Lendenwirbel miteinander verzahnt und zudem stärker nach hinten gekippt sind als die anderen Wirbel. Die Wirbelsäule ist so im Lendenbereich verstärkt und biegsam.

Das Baby in der 25. SSW

In der 25. Schwangerschaftswoche (SSW) wiegt das Baby schon etwa 800 Gramm und misst etwa 33 Zentimeter. In diesem Stadium bestehen dank moderner Medizin bereits gute Chancen, dass das Kind bei einer Frühgeburt überlebensfähig ist.

Von einer Frühgeburt spricht man, wenn das Baby vor der 38. SSW lebend zur Welt kommt, also bevor 37 Schwangerschaftswochen vollendet sind.

Eine Frühgeburt kann sich unter anderem durch vorzeitige Wehen, einen vorzeitigen Blasensprung sowie Blutungen ankündigen. Ob eine Entbindung eingeleitet oder therapeutisch hinausgezögert wird, hängt vom Gesundheitszustand von Mutter und Kind sowie von der Schwangerschaftswoche ab und wird individuell entschieden. Bei einer drohenden Frühgeburt in der 25. SSW versucht man, die Schwangerschaft noch möglichst lange zu erhalten – gegebenenfalls, indem die Schwangere in der Klinik überwacht wird und Bettruhe einhalten muss. Zusätzlich wird Magnesium verabreicht, um die Wehen abzuschwächen oder ganz einzudämmen. Lassen die Wehen nicht nach, werden wehenhemmende Wirkstoffe eingesetzt. Außerdem wird ein Glukokortikoid verabreicht, um die Lungenreife des Kindes zu beschleunigen.

Ist der Muttermund bereits geöffnet und der Gebärmutterhals verkürzt, kann der Muttermund bis zur 28. SSW mithilfe einer sogenannten Cerclage mechanisch verschlossen werden. Hierbei wird eine Fadenschlinge um den Muttermund gelegt, die bei der Geburt wieder geöffnet wird.

Ab der 35. SSW wird in der Regel nicht mehr versucht, die Schwangerschaft zu erhalten, da das Baby nun weit genug entwickelt ist, um zur Welt zu kommen.

Sowohl Größe als auch Gewicht des Babys entwickeln sich mit fortschreitender Schwangerschaft immer individueller. Die genannten Werte können daher nur Durchschnittswerte sein. Wenn die Daten Ihres Kindes von diesen Werten abweichen, ist das kein Grund zur Besorgnis.

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