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Frühjahrsmüdigkeit

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (03. Februar 2014)

Überblick

Wenn die Natur im Frühjahr zu Höchstleistungen auffährt, machen viele Menschen schlapp: Kaum hat man sich vom Winter erholt, hält bereits die Frühjahrsmüdigkeit Einzug. Etwa 54 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen fühlen sich etwa zwischen März und Mai von der Frühjahrsmüdigkeit betroffen.

Die Frühjahrsmüdigkeit kann sich durch ganz verschiedene Symptome äußern – angefangen von der typischen Müdigkeit und einem ausgeprägtem Schlafbedürfnis bis hin zu Wetterfühligkeit, Abgeschlagenheit, Schwindel, Kreislaufproblemen und Gereiztheit. Welche Ursachen genau hinter der Frühjahrsmüdigkeit stecken, haben Forscher noch nicht gänzlich klären können.

Eine wichtige Rolle bei der Frühjahrsmüdigkeit spielt in jedem Fall die Wetterumstellung: Mit den ersten wärmeren Tagen weiten sich die Blutgefäße, der Blutdruck sinkt ab, man fühlt sich müde und schwach. Nach den vielen dunklen Wintertagen sind die Reserven des Körpers aufgebraucht – der Organismus stellt sich aber nur langsam von der dunklen auf die helle Jahreszeit um: Es dauert etwa einen Monat, bis sich der Körper an die neuen Temperaturen gewöhnt hat. Das liegt wohl vor allem an den hormonellen Umstellungen. Das zunehmende Tageslicht im Frühjahr aktiviert die Produktion des stimmungsaufhellenden Hormons Serotonin, während gleichzeitig auch noch das für den Schlaf zuständige Hormon Melatonin in hohem Maß aktiv ist. Die Wechselwirkung dieser beiden Botenstoffe macht den Körper müde.

Darüber hinaus wirkt möglicherweise die schwere Winterkost noch nach. Viele Menschen essen im Winter zu wenig frisches Obst und Gemüse – dem Körper fehlen wertvolle Vitamine und Mineralstoffe.

Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

Welche Ursachen auch immer hinter der Frühjahrsmüdigkeit stecken, gegen die Symptome können Sie aktiv etwas tun. Was dem Körper im Winter gefehlt hat, können Sie im Frühjahr wieder nachholen: Sonne, Luft, Bewegung und frische Kost.

  • Richten Sie sich in Ihrem Tagesablauf nach der Sonne, damit Sie so viel Tageslicht wie möglich tanken können. Stehen Sie früh auf und gehen Sie früh ins Bett. Denn unter dem Einfluss von Tageslicht bildet der Körper das stimmungsaufhellende Hormon Serotonin und hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin.
  • Strecken Sie die müden Glieder so oft es geht in die Sonne, auch wenn es noch ein wenig kalt sein sollte. Es gibt für jede Temperatur die richtige Kleidung.
  • Bewegen Sie sich so viel wie möglich. Gehen Sie täglich an der frischen Luft spazieren oder planen Sie eine kleine Runde mit dem Fahrrad ein. Schon ein kurzer Spaziergang wirkt Wunder. Nutzen Sie am besten jede Gelegenheit, den Körper auch im Alltag zu bewegen. Benutzen Sie die Treppe anstatt des Fahrstuhls. Steigen Sie eine Station früher aus dem Bus und laufen Sie den Rest.
  • Kalt-warmes Wechselduschen am Morgen regt den Kreislauf an und beugt außerdem Cellulite vor. Achten Sie darauf, immer mit kaltem Wasser aufzuhören.
  • Gönnen Sie Ihrem Körper auch etwas Gutes von innen. Verzichten Sie auf Fastfood und Schokoriegel und nehmen Sie frische, vitaminreiche Kost zu sich. Der Körper benötigt diese Stoffe für viele Prozesse, vor allem für ein reibungsloses Funktionieren des Stoffwechsels.
Man sieht eine Mutter mit ihrer kleinen Tochter auf einer Wiese.

Frühjahrsmüdigkeit? Ab ins Freie!

Ein Tipp bei schlechter Laune: Ziehen Sie sich nicht in Ihr Kämmerchen zurück, sondern rufen Sie eine gute Freundin oder einen guten Freund an. Gemeinsam reden und lachen bringt auch die Psyche wieder in Schwung. Unternehmen Sie am besten etwas im Freien! Auch bunte Kleidung kann die Laune heben. Abends kann ein schönes Buch für Entspannung sorgen.

Vorsicht bei dauerhafter Frühjahrsmüdigkeit:
Wenn die Symptome über Monate anhalten und Sie ständig müde oder niedergeschlagen sind oder die Leistungsfähigkeit langfristig nachlässt: Lassen Sie dies unbedingt ärztlich abklären. So können Sie sichergehen, dass nicht möglicherweise eine Erkrankung wie das chronische Erschöpfungssyndrom (CFS), ein Burn-out, eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) oder eine Depression dahinter steckt.





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