Unterkühlung (Hypothermie)

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (16. Juni 2010)

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Eine Unterkühlung (Hypothermie) beim Tauchen entsteht, wenn der Körper einer Person über eine bestimmte Zeit hinweg mehr Wärme abgibt als er aufnimmt. Im Wasser kann es viel rascher zu einer Unterkühlung kommen als an Land. Daher ist es wichtig, entsprechend vorzubeugen – und zu wissen, wie man im Notfall reagieren muss.

Die Körpertemperatur des Menschen beträgt im Durchschnitt rund 37 Grad Celsius, unterliegt aber periodischen Tagesschwankungen. Sie wird langfristig dadurch konstant gehalten, dass Wärmeproduktion und Wärmeabgabe über Temperaturrezeptoren geregelt werden. Derartige Rezeptoren befinden sich über den gesamten Körper verteilt, gehäuft aber in der Haut. Schon Abweichungen von wenigen Graden können für Taucher gefährlich werden.

Die Temperaturleitfähigkeit (Konduktion) von Wasser ist sehr viel höher als die von Luft, das heißt, die Körperwärme kann durch Wasser viel schneller entzogen werden als durch Luft. Darüber hinaus wird das den Körper umgebende Wasser durch Wärmeströmung beim Tauchen ständig erneuert (Konvektion). Aus diesem Grund kann eine Unterkühlung viel schneller entstehen als bei der gleichen Umgebungstemperatur an Land. Bereits nach einer Stunde in einem ein Grad Celsius kaltem Gewässer sinkt die Temperatur einer unbekleideten Person auf 25 Grad Celsius ab. An der ein Grad Celsius kalten Luft hingegen dauert es ganze vier Stunden, bis die Körpertemperatur absinkt.

In kalten Gewässern versucht der Körper alles, um die Kerntemperatur von 37 Grad Celsius aufrecht zu erhalten und Wärme zu erzeugen: Die Gefäße und Muskeln ziehen sich zusammen, sodass eine Gänsehaut entsteht. Die Muskeln fangen zudem an zu zittern, um zusätzliche Wärme zu produzieren.


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