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Vitamin D

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. November 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Vitamin D ist wichtig für den Calciumhaushalt und reguliert den Auf- und Abbau der Knochen. Daher hat ein starker Vitamin-D-Mangel unter anderem Folgen für die Knochengesundheit: Die Knochen können sich dann bei Kindern verformen (Rachitis), bei Erwachsenen erweichen (Osteomalazie) oder abbauen (Osteoporose). In Deutschland sind solche starken Mangelerscheinungen jedoch selten.

Zu 80 Prozent deckt der Körper seinen Vitamin-D-Bedarf selbst – und zwar mithilfe der Sonne: Bei ausreichender Bestrahlung durch Tageslicht – beziehungsweise genaugenommen durch den UV-B-Anteil im Sonnenlicht – bildet die Haut Vitamin D in einer Menge, die den Bedarf des Körpers weitestgehend deckt.

Wie viel Sonne nötig ist, damit genug Vitamin D in der Haut entsteht, hängt auch davon ab, wie hoch der Anteil des Hauptpigments Melanin ist: Wer eine hellere Hautfarbe hat, nimmt eine größere Menge an UV-B-Licht auf und bildet entsprechend mehr Vitamin D.

Die restlichen 20 Prozent erhält der Körper über die Nahrung: Vitamin-D-haltige tierische Nahrungsmittel sind zum Beispiel Fisch, Eier und Käse. Und auch manche pflanzlichen Nahrungsmittel (z.B. Avocados) und Pilze enthalten Vitamin D. Lebensmittel mit hohem Vitamin-D-Gehalt stellen jedoch eine Ausnahmen dar – insgesamt ist das natürliche Vitamin-D-Vorkommen in Lebensmitteln gering.

Vitamin D kommt in verschiedenen Formen vor:

  • Vitamin D2 (Ergocalciferol) und
  • Vitamin D3 (Cholecalciferol).

Vitamin D3 ist jene Vitamin-D-Form, die durch Sonnenlicht in der Haut entsteht oder in tierischen Nahrungsmitteln vorkommt. Vitamin D2 findet sich dagegen in pflanzlichen Nahrungsmitteln.

Wer sich zu jeder Jahreszeit oft im Freien aufhält und dadurch Tageslicht abbekommt sowie sich ausgewogen ernährt, kann in der Regel damit rechnen, ausreichend mit Vitamin D versorgt zu sein. Diese Anforderungen sind jedoch im Alltag mancher Menschen nicht immer leicht zu erfüllen – dann liegt die Blutkonzentration von Vitamin D möglicherweise unter den empfohlenen Werten. Ein möglicher Grund hierfür ist ein verändertes Freizeitverhalten: Sowohl Kinder als auch Erwachsene verbringen heutzutage viel Zeit in geschlossenen Räumen, sei es auf der Arbeit als auch in der Freizeit.

Abhilfe schaffen kann eine erhöhte Vitamin-D-Zufuhr: In den 1920er- und 1930er-Jahren erkannte man, dass Vitamin D bei Kindern das Auftreten der Knochenerkrankung Rachitis verhindert. Als Folge mussten Kinder jahrzehntelang den unangenehm schmeckenden Lebertran trinken, der damals als gute Vitamin-D-Quelle galt. Heute stehen geschmacksneutrale Vitamin-D-Präparate zur Verfügung, mit denen man bei Bedarf (z.B. im ersten Lebensjahr eines Babys) den Vitamin-D-Haushalt aufstocken kann (sog. Rachitis-Prophylaxe). Dies ist wichtig für ein normales Knochenwachstum.

Schon gewusst?
Die Bezeichnung "Vitamin" ist im Falle von Vitamin D im Grunde irreführend und eher historisch zu sehen – denn per Definition stellt der Körper Vitamine nicht selbst in ausreichendem Maße her. Heutzutage weiß man, dass Vitamin D eine Hormon-Vorstufe ist – und sich im Körper erst in seine aktive Form verwandeln muss, um seine Funktion als Hormon zu erfüllen.


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