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Vitamin D

Veröffentlicht von: Carolin Grob (10. November 2014)

Vitamin D ist wichtig für den Calciumhaushalt und reguliert den Auf- und Abbau der Knochen. Daher hat ein starker Vitamin-D-Mangel unter anderem Folgen für die Knochengesundheit: Die Knochen können sich dann bei Kindern verbiegen (Rachitis), bei Erwachsenen erweichen (Osteomalazie) oder abbauen (Osteoporose). In Deutschland sind ausgeprägte Vitamin-D-Mangelerscheinungen jedoch selten.

Zu 80 Prozent deckt der Körper seinen Vitamin-D-Bedarf selbst – und zwar mithilfe der Sonne: Bei ausreichender Bestrahlung durch UV-Licht bildet die Haut Vitamin D in einer Menge, die den Bedarf des Körpers deckt. Wie viel Sonne nötig ist, damit genug Vitamin D in der Haut entsteht, hängt auch von der Hautfarbe ab: Wer eine hellere Hautfarbe hat, nimmt eine größere Menge des UV-Lichts auf und bildet entsprechend mehr Vitamin D.

Die restlichen 20 Prozent erhält der Körper über die Nahrung: Vitamin-D-haltige tierische Lebensmittel sind zum Beispiel Fisch (Lebertran), Eier und Milch: In ihnen findet sich Vitamin D3 (Cholecalciferol). Und manche pflanzlichen Nahrungsmittel (z.B. Avocados) und Pilze enthalten Vitamin D2 (Ergocalciferol). Lebensmittel mit bedeutsamem Vitamin-D-Gehalt stellen jedoch Ausnahmen dar: Allgemein ist das natürliche Vitamin-D-Vorkommen in Lebensmitteln gering.

Wer sich zu jeder Jahreszeit oft im Freien aufhält (und so genug Sonne abbekommt) und sich ausgewogen ernährt, kann damit rechnen, ausreichend mit Vitamin D versorgt zu sein. Bei den meisten Menschen in Deutschland liegt die Blutkonzentration von Vitamin D jedoch unter den empfohlenen Werten. Ein möglicher Grund hierfür ist ein verändertes Freizeitverhalten: Sowohl Kinder als auch Erwachsene verbringen heutzutage viel Zeit in geschlossenen Räumen (z.B. vor dem Fernsehgerät und am Computer).

Abhilfe schaffen kann eine erhöhte Vitamin-D-Zufuhr: Nachdem man in den 1920er- und 1930er-Jahren erkannte, dass Vitamin D bei Kindern das Auftreten der Knochenerkrankung Rachitis verhindert, mussten Kinder jahrzehntelang den unangenehm schmeckenden Lebertran trinken. Heute stehen geschmacksneutrale Vitamin-D-Präparate zur Verfügung, mit denen man bei Bedarf (z.B. im ersten Lebensjahr) den Vitamin-D-Haushalt aufstocken kann (sog. Rachitis-Prophylaxe). Dies ist wichtig für ein normales Knochenwachstum.

Übrigens: Die Bezeichnung als Vitamin ist im Falle von Vitamin D streng genommen irreführend – definitionsgemäß stellt der Körper Vitamine selbst nicht in ausreichendem Maße her. Vitamin D gilt vielmehr als Hormon-Vorstufe. Der Grund: Der eigentliche Wirkstoff, in den es sich im Körper erst verwandeln muss, entspricht einem Hormon.


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