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Vitamin B12 (Cobalamin)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. November 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Vitamin B12 (Cobalamin) zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen und beeinflusst eine ganze Reihe grundlegender Stoffwechselvorgänge im Körper. Eine wichtige Rolle spielt Vitamin B12 zum Beispiel für die Bildung von roten Blutkörperchen.

Tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Eier und Milch sind die Hauptquellen für Vitamin B12. Pflanzen enthalten dagegen praktisch kein Vitamin B12. Die meisten Menschen können ihren Vitamin-B12-Bedarf problemlos über die tägliche Nahrung decken.

Wer sich jedoch rein vegetarisch ernährt und außerdem auf Milchprodukte und Eier verzichtet (Veganer), nimmt nahezu kein Vitamin B12 über Lebensmittel auf. Vegetarier, die regelmäßig Milch, Milchprodukte oder Eier verzehren (Lacto-Vegetarier oder Ovo-Lacto-Vegetarier), müssen dagegen keine Unterversorgung mit Vitamin B12 befürchten.

Die menschliche Leber ist in der Lage, so viel Vitamin B12 zu speichern, dass theoretisch der Bedarf für drei Jahre gedeckt ist. Nimmt ein ansonsten gesunder Mensch kein Vitamin-B12 mehr auf, macht sich der Mangel deshalb erst nach langer Zeit bemerkbar. Neben einer rein pflanzlichen Ernährung können auch verschiedene Erkrankungen zu einem Vitamin-B12-Mangel führen.

Da sich Vitamin B12 an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt, kann sich bei einem Mangel eine Blutarmut entwickeln. Hierbei kann es zu Symptomen wie Müdigkeit und Blässe kommen – auch neurologische Beschwerden wie Gangunsicherheit oder Kribbeln an Händen und Füßen sind bei einem Vitamin-B12-Mangel möglich.

Ältere Menschen leiden häufiger unter einem Vitamin-B12-Mangel. Ihr Magen bildet – häufig aufgrund von Erkrankungen – oftmals weniger Magensaft und weniger sogenannten intrinsischen Faktor. Beide sind aber wichtig, um Vitamin B12 aus der Nahrung aufnehmen zu können. Je nach Literaturquelle sollen zwischen 10 bis 50 Prozent aller Senioren davon betroffen sein, Frauen häufiger als Männer.

Je nachdem, welche Ursache ein Vitamin-B12-Mangel hat und wie stark er ausgeprägt ist, muss der Betroffene Vitamin B12 in unterschiedlicher Menge und für unterschiedlich lange Zeit zuführen, teilweise lebenslang. Wurde ein Mangel festgestellt, erfolgt häufig zumindest zu Beginn eine Therapie, bei der das Vitamin solange regelmäßig gespritzt wird, bis sich die Blutbildung erholt hat und die Speicher wieder voll sind.

Je nach Situation kann es nach sinnvoll sein, zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung Vitamin-B12-Präparate einzunehmen.


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