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Vitamin B12 (Cobalamin)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Oktober 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Vitamin B12 (Cobalamin) gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen und beeinflusst eine ganze Reihe grundlegender Stoffwechselvorgänge im Körper. Eine wichtige Rolle spielt Vitamin B12 zum Beispiel für die Bildung von roten Blutkörperchen.

Tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Eier und Milch sind die Hauptquellen für Vitamin B12. Pflanzen enthalten dagegen praktisch kein Vitamin B12. Die meisten Menschen können ihren Vitamin-B12-Bedarf problemlos über die tägliche Nahrung decken.

Wer sich jedoch rein vegetarisch ernährt und auch auf Milchprodukte und Eier verzichtet (Veganer), nimmt nahezu kein Vitamin B12 über Lebensmittel auf. Vegetarier, die regelmäßig Milch, Milchprodukte oder Eier verzehren (Lacto-Vegetarier oder Ovo-Lacto-Vegetarier), müssen dagegen keine Unterversorgung mit Vitamin B12 befürchten.

Die menschliche Leber ist in der Lage, so viel Vitamin B12 zu speichern, dass theoretisch der Bedarf für drei Jahre gedeckt ist. Nimmt ein Mensch kein Vitamin-B12 mehr auf, macht sich der Mangel deshalb erst nach langer Zeit bemerkbar. Neben einer rein pflanzlichen Ernährung können auch verschiedene Erkrankungen zu einem Vitamin-B12-Mangel führen.

Da sich Vitamin B12 an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt, kann sich bei einem Mangel eine Blutarmut entwickeln. Hierbei kann es zu Symptomen wie Müdigkeit und Blässe kommen – weiterhin sind bei einem Vitamin-B12-Mangel neurologische Beschwerden wie Gangunsicherheit oder Kribbeln an Händen und Füßen möglich.

Ältere Menschen leiden häufiger unter einem Vitamin-B12-Mangel. Ihr Magen bildet – häufig aufgrund von Erkrankungen – oftmals weniger Magensaft und weniger sogenannten intrinsischen Faktor. Beide sind aber wichtig, um Vitamin B12 aus der Nahrung aufzunehmen. Je nach Quelle sollen zwischen 10 bis 50 Prozent aller Senioren davon betroffen sein, Frauen häufiger als Männer.

Je nachdem, was zu dem Vitamin-B12-Mangel geführt hat und wie stark er ausgeprägt ist, muss der Betroffene Vitamin B12 in unterschiedlicher Menge und für unterschiedlich lange Zeit zuführen, teils lebenslang. Wurde ein Mangel festgestellt, erfolgt häufig zumindest zu Beginn eine Therapie, bei der das Vitamin solange gespritzt wird, bis sich die Blutbildung erholt hat und die Speicher wieder voll sind.

Es kann nach ärztlicher Rücksprache sinnvoll sein, zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung Vitamin-B12-Präparate einzunehmen.


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