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Folsäure (Folat)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. August 2014)

Allgemeines

Folsäure (Folat) ist ein wasserlösliches Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine. Folsäure wirkt bei zahlreichen Stoffwechselvorgängen mit; das Vitamin hilft Zellen zum Beispiel dabei, sich zu teilen. Viel Folsäure enthalten praktisch alle Blattgemüse, Getreidesorten, Hülsenfrüchte, Zitrusfrüchte und Innereien. Der Großteil der Bevölkerung in Deutschland nimmt mit der Nahrung zu wenig Folsäure auf.

Der Mensch muss Folsäure fortlaufend über die Nahrung in ausreichender Menge zuführen; Fachleute empfehlen eine Dosis von 300 Mikrogramm (µg) Folsäure (genauer: Folat-Äquivalente) pro Tag.

Hinweis: Als Folat bezeichnet man die natürlichen Folsäureverbindungen, die in Lebensmitteln vorkommen – der Begriff "Folsäure" steht dagegen strenggenommen nur für synthetische Folsäure. "Folsäure" ist umgangssprachlich jedoch geläufiger und wird in diesem Artikel sowohl für das natürliche Folat als auch für die künstliche Folsäure.

Brot und Getreide

Getreideprodukte enthalten viel Folsäure.

Folsäure gelangt aus der Nahrung über die Schleimhaut des Dünndarms in das Blut und zu den Organen. Der Körper kann nur sehr geringe Mengen Folsäure speichern, den Großteil davon in der Leber. Falls die Zufuhr stoppt, reicht der Vorrat für etwa drei bis vier Monate aus. Bei einem Folsäuremangel treten typische Mangelerscheinungen auf, wie zum Beispiel

In Deutschland nehmen mindestens vier von fünf Personen zu wenig Folsäure zu sich. Es ist zwar grundsätzlich möglich, sich über die Nahrung ausreichend mit Folsäure zu versorgen – die meisten Menschen essen aber nicht ausreichend Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte, um auf den empfohlenen Wert von 300 Mikrogramm Folsäure pro Tag zu kommen.

Neben falscher Ernährung kommen unter anderem chronische Erkrankungen und Alkoholismus als Ursache für eine mangelnde Versorgung mit Folsäure in Betracht. Ebenfalls problematisch: Wenn Lebensmittel wie Gemüse zu lange gekocht oder gelagert werden, sinkt ihr Folsäuregehalt. Wer zu wenig natürliche Folsäure, also Folat, verzehrt, kann seinen Bedarf mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln decken. Künstlich hergestellte Folsäure gibt es zum Beispiel in Form von Tabletten.

Für Frauen mit Kinderwunsch und Schwangere spielt Folsäure eine besonders wichtige Rolle. Denn nimmt die Schwangere ausreichend Folsäure zu sich, kann sie bestimmten Entwicklungsstörungen am Nervensystem des Kindes vorbeugen: den Neuralrohrdefekten. Sie führen zu schweren Schäden an der Wirbelsäule und am Rückenmark des Kindes. Umgangssprachlich nennt man den häufigsten Neuralrohrdefekt "offener Rücken" (Spina bifida).

Wer sich ein Kind wünscht oder potenziell schwanger werden könnte und nicht verhütet, sollte ebenso wie Frauen im ersten Drittel der Schwangerschaft zusätzlich zu einer folatreichen Nahrung Folsäurepräparate mit einer Tagesdosis von 400 Mikrogramm Folat-Äquivalenten einnehmen. Generell gilt für schwangere und stillende Frauen eine empfohlene Folsäure-Zufuhr von 450 bis 550 Mikrogramm pro Tag.

Folsäure wirkt bei der Bildung von Blutkörperchen und Schleimhautzellen mit. Außerdem hilft sie dabei, die Erbsubstanzen DNA und RNA aufzubauen. Zudem beteiligt sich Folsäure am Abbau der Aminosäure Homocystein, welche für das Herz-Kreislauf-System schädlich sein kann.

Zusammengefasst beeinflusst Folsäure folgende Vorgänge im Körper:

  • Zellteilung und Zellentwicklung
  • Bildung der DNA
  • Blutbildung
  • Eiweißstoffwechsel
  • Fettstoffwechsel

Im Falle einer Unterversorgung entwickeln sich Symptome eines Folsäuremangels.

Der Name Folsäure stammt vom lateinischen Begriff folium (= Blatt). Er wurde in Anlehnung an die Spinatblätter, aus denen dieses Vitamin erstmals isoliert wurde, ausgewählt.

Bitte geben Sie uns ein paar Informationen zu Ihrer Person, damit wir Ihren täglichen Kalorienbedarf berechnen können.

In volle Jahren z.B. 28

In kg z.B. 60







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