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Biotin (Vitamin B7, Vitamin H)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (14. Oktober 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Biotin (auch: Vitamin B7, Vitamin H) wurde Anfang der 1930er-Jahre entdeckt. Seiner positiven Wirkung auf Haut und Haare verdankt Biotin die inzwischen veraltete Bezeichnung "Vitamin H".

Biotin zählt zu den B-Vitaminen und ist an mehreren wichtigen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt. Es ist sowohl in Fleisch als auch in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Gute Biotinlieferanten sind zum Beispiel Rinderleber, Nüsse oder Haferflocken.

Das in der Nahrung enthaltene Biotin ist zum Teil an Eiweiße gebunden, die im Dünndarm erst abgespalten werden müssen, ehe der Körper das Vitamin aufnehmen und verwerten kann. Diese Aufgaben übernimmt das Enzym Biotinidase.

Biotin gehört zu den sogenannten lebensnotwendigen (essenziellen) Vitaminen, das heißt, der Körper kann Biotin nicht selbst herstellen, sondern muss es regelmäßig mit der Nahrung aufnehmen. Ein Biotinmangel tritt bei gesunden Menschen mit ausgewogener Ernährung nur sehr selten auf. Um den Bedarf zu decken, sollten Erwachsene täglich etwa 30 bis 60 Mikrogramm (µg) Biotin zu sich nehmen. Zu viel Biotin scheint keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen hervorzurufen.

Falls ein Biotinmangel auftritt, kann dieser ganz unterschiedliche Beschwerden hervorrufen, wie etwa:

Ob ein Biotinmangel vorliegt, kann der Arzt anhand von Blut- und Urinproben bestimmen. Sobald der Körper täglich wieder über ausreichend Biotin verfügt, bessern sich die Beschwerden in der Regel bereits nach wenigen Tagen.

Der Körper benötigt Biotin für eine Reihe wichtiger Stoffwechselprozesse. So ist das Vitamin unter anderem Bestandteil des Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsels.


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