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Magendurchbruch (Magenperforation)

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (11. Oktober 2012)

Allgemeines

Ist die Magenwand so stark geschädigt, dass sie durchbricht, spricht man von einem Magendurchbruch (Magenperforation). Dabei besteht die Gefahr, dass der Mageninhalt in die Bauchhöhle gelangt (offene Perforation). Meist tritt ein Magendurchbruch als Folge eines Magengeschwürs auf. Ein offener Magendurchbruch ist ein medizinischer Notfall, der umgehend operiert werden muss!

Ein offener Magendurchbruch geht in der Regel mit starken, stechenden Schmerzen in der Oberbauchmitte einher. Die Schmerzen können bis in die Schulter ausstrahlen.

Wenn der Mageninhalt in die Bauchhöhle gerät, droht eine lebensgefährliche Bauchfellentzündung (Peritonitis). Die Bauchdecke fühlt sich dabei bretthart an und die Schmerzen breiten sich im gesamten Bauchraum aus. Der Patient nimmt automatisch eine Schonhaltung ein.

Weniger ausgeprägte Symptome zeigen sich bei einer sogenannten gedeckten Perforation: Eine gedeckte Perforation liegt vor, wenn eine Person Verwachsungen im Magen hat, die Verbindungen (Fisteln) zu Nachbarorganen bilden. Die gedeckte Perforation verläuft meist weniger dramatisch und kann unter Umständen auch ohne Operation behandelt werden.

Bei Verdacht auf einen Magendurchbruch sollten Sie in jedem Fall sofort den Notarzt alarmieren! Keinesfalls sollten Sie etwas essen oder trinken!

Um die Diagnose zu sichern, macht der Arzt bei Verdacht auf Magendurchbruch eine Röntgenaufnahme des Bauchraums. Stellt er freie Luft im Bauchraum fest, kann er von einem Magendurchbruch ausgehen.

Man sieht zwei Personen mit Operationskitteln.

Bei einem Magendurchbruch ist eine Operation nötig.

Ursachen

Ein Magendurchbruch ist eine mögliche Komplikation, die insbesondere im Rahmen eines Magengeschwürs auftreten kann. Normalerweise schützt die Magenschleimhaut die Magenwand vor den aggressiven Verdauungssäften. Bei einem Magengeschwür ist die Magenschleimhaut defekt, sodass die Magenwand angegriffen wird – und im schlimmsten Fall durchbricht. Weitere mögliche Ursachen für einen Magendurchbruch sind zum Beispiel:

  • Verletzung des Magens im Rahmen einer Magenspiegelung (Gastroskopie)
  • Verätzung des Magens
  • langfristige Einnahme bestimmter Medikamente gegen Rheuma mit Wirkstoffen wie z.B. Kortison oder Butazolidin
  • Magenkrebs (selten)

Therapie

Ein offener Magendurchbruch ist ein Notfall, bei dem immer eine Operation notwendig ist. Der Chirurg verschließt die Öffnung in der Magenwand und spült den Bauchraum. Der Schweregrad der Erkrankung, hängt in erster Linie davon ab, wie stark das Bauchfell bereits entzündet ist – mithilfe einer intensivmedizinischen Betreuung können mögliche Risiken minimiert werden.

Bei einem gedecktem Magendurchbruch sind die Aussichten auf Heilung gut. Hier ist nicht in jedem Fall eine Operation notwendig – vielmehr entscheidet der Arzt, ob auch eine konservative Therapie infrage kommt.






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