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Vitamin D

Stand: 18. Januar 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Vitamin D ist wichtig für den Kalziumhaushalt und reguliert den Auf- und Abbau der Knochen. Ein starker Vitamin-D-Mangel hat daher unter anderem Folgen für die Knochengesundheit: Die Knochen können sich dann bei Kindern verbiegen (Rachitis), bei Erwachsenen erweichen (Osteomalazie) oder abbauen (Osteoporose). In Deutschland sind ausgeprägte Vitamin-D-Mangelerscheinungen jedoch selten.

Der Körper deckt seinen Vitamin-D-Bedarf zu 80 Prozent selbst – und zwar mithilfe der Sonne: Bei ausreichender Sonnenbestrahlung bildet die Haut Vitamin D in einer Menge, die den Bedarf des Körpers deckt.

Die restlichen 20 Prozent erhält der Körper über die Nahrung: Vitamin-D-haltige tierische Lebensmittel sind zum Beispiel Fisch (Lebertran), Eier und Milch: Sie enthalten Vitamin D3 (Cholecalciferol). Und in manchen pflanzlichen Nahrungsmitteln (z.B. Avocados) und Pilzen findet sich Vitamin D2 (Ergocalciferol). Lebensmittel mit bedeutsamem Vitamin-D-Gehalt stellen jedoch Ausnahmen dar: Allgemein ist das natürliche Vitamin-D-Vorkommen in Lebensmitteln gering.

Nachdem man in den 1920er- und 1930er-Jahren erkannte, dass Vitamin D bei Kindern das Auftreten der Knochenerkrankung Rachitis verhindert, mussten Kinder jahrzehntelang den unangenehm schmeckenden Lebertran trinken. Heute stehen geschmacksneutrale Vitamin-D-Präparate zur Verfügung, mit denen man bei Bedarf (z.B. im ersten Lebensjahr) den Vitamin-D-Haushalt aufstocken kann (sog. Rachitis-Prophylaxe). Dies ist wichtig für ein normales Knochenwachstum.

Die Bezeichnung als Vitamin ist im Falle von Vitamin D streng genommen irreführend – der Körper stellt Vitamine eigentlich nicht in ausreichendem Maße selber her. Vitamin D gilt vielmehr als Hormon-Vorstufe, denn: Der eigentliche Wirkstoff, in den es sich im Körper erst verwandeln muss, entspricht einem Hormon.

Sowohl die Sonnenbestrahlung als auch die Hautfarbe beeinflussen, wie viel Vitamin D in der Haut entsteht: Verglichen mit Menschen aus sonnenreichen Ländern haben Bewohner sonnenarmer Gebiete meist eine hellere Hautfarbe. Sie nehmen dadurch eine größere Menge des UV-Lichts auf und bilden entsprechend mehr Vitamin D. Dies zeigt, wie sich der Körper an das natürliche Lichtangebot anpasst.

Eine Ausnahme bildet das arktische Volk der Inuit: Obwohl sie weit nördlich leben, ist ihr Hautfarbe ausgesprochen dunkel. Sie verzehren viel Lebertran und Fisch und versorgen sich somit gut über die Nahrung mit Vitamin D. Daher sind sie nicht so sehr darauf angewiesen, selbst Vitamin D zu bilden.

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