Ernährung bei Krebs

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. August 2015)

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Eine gesunde Ernährung ist wichtig für den Allgemeinzustand und die Lebensqualität. Zudem kann die richtige Ernährung das Risiko für viele Erkrankungen, wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, senken. Doch worauf ist zu achten, wenn man bereits erkrankt ist? Gibt es eine richtige und eine falsche Ernährung bei Krebs?

Sowohl für gesunde Menschen, aber insbesondere auch für Krebspatienten ist eine ausgewogene Ernährung empfehlenswert. Nicht zuletzt, weil eine unausgewogene Ernährung die Lebensqualität einschränken kann. Außerdem kann ein starker Gewichtsverlust die Krebstherapie erschweren und den Körper zusätzlich belasten. Es ist daher wichtig, die Ernährung bei Krebs der Situation entsprechend anzupassen und sich nicht nach pauschalen Regeln zu ernähren oder durch eine Diät noch zusätzlich Gewicht zu verlieren.

Im Verlauf einer Krebserkrankung beziehungsweise einer Krebstherapie können Beschwerden wie zum Beispiel Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Müdigkeit auftreten. Viele Betroffene haben dann Probleme mit der Nahrungsaufnahme und mögen vielleicht nicht viel essen. Möglicherweise ist auch der Geschmackssinn beeinträchtig und viele Nahrungsmittel schmecken nicht wie gewohnt oder merkwürdig. Das kann zu einer Ernährungseinschränkung führen. Diese Probleme lassen jedoch meist nach einer gewissen Zeit nach und können mit ärztlicher Hilfe auch verringert werden. Längerfristige Beschwerden können unter Umständen eine Ernährungshilfe nötig machen, die mit Ärzten und Ernährungsexperten individuell erstellt wird.

Einfluss der Ernährung auf Krebs

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass keine Krebserkrankung durch eine spezielle Ernährung oder ein spezielles Nahrungsmittel geheilt werden kann. "Die Krebsdiät" gibt es nicht. Im Gegenteil: Eine einseitige und kalorienreduzierte Ernährung kann bestehende Beschwerden verstärken, zu Mangelerscheinungen führen und die Behandlung nachteilig beeinflussen. Experten warnen daher vor sogenannten Krebsdiäten.

Auch für Krebskranke angeblich giftige Lebensmittel gibt es nicht. Bei bestimmten Krebsformen ist jedoch – oft nur vorübergehend – Vorsicht bei der Wahl der Nahrungsmittel geboten. Hierzu zählen zum Beispiel Magenkrebs, Darmkrebs und Kopf-Hals-Tumoren. Hier kann es nötig sein, in Zusammenarbeit mit Ernährungsexperten eine individuelle Diät einzuhalten, um die entsprechenden Organe zu entlasten.

Die Ernährung kann jedoch einen Einfluss auf die Entstehung bestimmter Krebserkrankungen haben. Zu den ernährungsbedingten Risikofaktoren zählen:

Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Belege, dass das Vermeiden dieser Faktoren eine bereits bestehende Krebserkrankung bessern kann.

Man sieht eine nachdenkliche Frau, die ein Glas Wasser trinkt. © Jupiterimages/Stockbyte

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf Krebs?